Elektroautos: Suche nach dem Superakku

Elektroautos: Suche nach dem Superakku

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Mirko Hannemann, Gründer des Berliner Startups DBM entwickelte die Super-Akkus für Elektroautos.

von Franz W. Rother

Neue Batterien sollen das Elektroauto über 200 Kilometer weit fahren lassen. Das Startup DBM sieht sich mit seinem neuen Superakku bereits am Ziel.

Die Spannung ist zu fühlen, aber auch zu hören und zu sehen. Es knistert und zischelt. Auf den Displays der riesigen Ladestationen, die im Labor aufgestellt sind, springen rote Ziffern hin und her. Sie geben Auskunft über Stromspannung, Energiedichte und Ladezustand von Hunderten kleinen, T-förmigen Batteriezellen, die traubenweise auf skurrilen Drahtkonstruktionen sitzen. Für einen Laien sehen sie alle gleich aus, tatsächlich aber ist jede Zelle ein Unikat.

"Die Lithium-Ionen-Technologie ist ein Riesenbaukasten mit einer Vielzahl von Materialkombinationen", erklärt der Batterieexperte Gerhard Hörpel, der früher bei Evonik die keramische Separion-Membran entwickelte und nun das Münster Electrochemical Energy Technology (MEET) leitet. Beinahe täglich testen seine 75 Mitarbeiter neue Kombinationen aus Lithium, Nickel, Kobalt, Mangan und allen möglichen anderen Metallen und Stoffen, um die Speicherfähigkeit von elektrochemischer Energie in wiederaufladbaren Batterien zu steigern und so größere Reichweiten für Elektroautos zu erzielen. "Wir hoffen irgendwann auf eine Goldader zu stoßen – eine Materialkombination, die große Speicherfähigkeit bei hoher Sicherheit und Zuverlässigkeit zu niedrigen Kosten bietet", sagt Hörpel.

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Wunderakku aus Berlin

Über zwei Jahre zieht sich an Deutschlands führendem Batterieforschungszentrum schon die Suche nach der Goldader hin, ein Erfolg ist noch nicht in Sicht.

Andere sind da schon weiter. Christian Finger, Projektleiter bei Next Energy, dem Forschungszentrum für Energietechnologie an der Universität Oldenburg, schreibt gerade seinen Abschlussbericht an das Bundeswirtschaftsministerium über einen dreimonatigen Feldversuch mit drei außergewöhnlichen Elektromobilen. Die Autos, zum Stromer umgebaute Audi A2, haben eine Lithium-Metall-Polymer-Batterie an Bord – entwickelt und gebaut vom Berliner Startup DBM. Mit diesem Wunderakku hatte der 28-jährige DBM-Gründer Mirko Hannemann im Herbst 2010 eine Nonstop-Fahrt von München nach Berlin unternommen und damit die deutsche Autoindustrie düpiert, die von solchen Ergebnissen nur träumen kann.

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