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Technologie der ZukunftWelche Technik bis 2025 entwickelt wird

3-D-Druck, digitale Vernetzung, nachwachsende Organe: Wir stehen vor einem Zeitalter dramatischer Innovationen. Die WirtschaftsWoche hat sich bei Technologieunternehmen, Forschungsinstituten und Startups umgesehen, welche Lösungen sie für die Zukunft entwickeln – und was uns bis 2025 erwartet.Benjamin Reuter, Dieter Dürand, Sebastian Matthes, Susanne Kutter und Thomas Kuhn 02.01.2013 - 00:00 Uhr
Foto: WirtschaftsWoche

Unser Leben verursacht einen nicht endenden Strom neuer Daten. Nach dem Aufstehen registrieren Telekom und Vodafone, wann sich unsere Smartphones ins Netz einklinken. Auf dem Weg in die Stadt messen Verkehrsleitsysteme, wie schnell Pendler vorankommen. Facebook verraten wir sowieso, was uns auf der Seele brennt. Noch viel mehr Daten verursachen Logistikunternehmen, Banken und Forschungsinstitute.

Diesen Datenstrom fügen Unternehmen zu einem immer genaueren Abbild unserer Realität zusammen. Denn aus dem Meer an Informationen lassen sich verschiedenste Muster herauslesen – und Veränderungen prognostizieren.

Noch allerdings nützt das der Allgemeinheit herzlich wenig, weil Unternehmen den Datenschatz in der Regel nicht teilen. Dirk Helbing will das ändern. Der Risikoforscher der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) will alle öffentlich verfügbaren Daten in einem gigantischen elektronischen Gehirn zusammenführen – in eine Art öffentliches Wikipedia der Informationen.

LSD
Der Chemiker Albert Hofmann forschte 1938 am Mutterkorn-Pilz auf der Suche nach einem Wirkstoff zur Stimulation des Blutkreislaufs. Im Rahmen dieser Versuche synthetisierte er erstmals Lysergsäurediethylamid. Nachdem die erhoffte Wirkung von LSD im Tierversuch nicht eintrat, verlor Hofmann zunächst das Interesse. 1943 prüfte er erneut mögliche Wirkungen von LSD, weil er befürchtete, etwas übersehen zu haben. Beim Selbstversuch bemerkte Hofmann an sich selbst eine halluzinogene Wirkung. In den 50er Jahren wurde LSD in der Psychiatrie eingesetzt – und gleichzeitig zum gepriesenen Seelenöffner der psychedelischen Bewegung. Verboten wurde es in den USA erst 1966.

Foto: dpa

Mikrowelle
Percy Spencer war in den Vierzigerjahren als Ingenieur für die Firma Raytheon schon sehr erfolgreich. Er entwickelte Magnetrons zur Erzeugung von Radarwellen für amerikanische Kampfflugzeuge. Dass Magnetrons auch Wärme erzeugen, war schon bekannt, aber niemand sah darin einen Nutzen. Als Spencer sich einem Magnetron näherte und in seiner Hosentasche ein Schokoriegel schmolz, kam Spencer auf die Idee des Mikrowellenherdes. Das erste Modell wurde 1947 produziert.

Foto: dpa

Eis am Stiel

In Kinderaugen das vielleicht beste Missgeschick aller Zeiten: 1905 vergisst der elfjährige US-Amerikaner Frank Epperson ein Glas Limonade mitsamt Löffel auf der Veranda. Am nächsten Morgen ist das Getränk gefroren, schmeckt aber trotzdem. 18 Jahre später lässt sich Epperson, mittlerweile Brausehersteller, die Idee patentieren. Nur kurze Zeit später legt der Amerikaner ebenfalls ein Patent vor – für gefrorenes Vanilleeis am Stiel.

Foto: dpa/dpaweb

Penicillin
Die Entdeckung des ersten Antibiotikums begann mit einer verschimmelten Bakterienkultur. Der Mediziner Alexander Fleming forschte 1928 am St. Mary’s Hospital in London mit Staphylokokken. Eine seiner Bakterienkulturen auf Nährboden hatte er verlegt. Als er aus den Sommerferien zurückkehrte, fand er sie wieder und entdeckte am 28. September 1928, dass auf dem Nährboden ein Schimmelpilz (Penicillium notatum) wuchs und dass um diesen herum keine neuen Bakterien entstanden. Fleming untersuchte den Pilz, aber er kam nicht auf die Idee, daraus ein Medikament zu entwickeln. Das taten erst zehn Jahre später Howard W. Florey, Ernst B. Chain. Gemeinsam mit Fleming bekamen sie 1945 den Nobelpreis.

Foto: AP

Viagra
In den Neunzigerjahren suchten die Pharmazeuten des amerikanischen Konzerns Pfizer nach einem Medikament, das die Durchblutung des Herzmuskels verbessern sollte. Sie fanden den Wirkstoff Sildenafil. Zur großen Freude der Probanden durchblutete das Mittel nicht nur das Herz, sondern auch den Penis. Bei 70 Prozent der Männer mit Erektionsproblem hilft das Mittel. Am 27. März 1998 ließ die Arzneimittelbehörde der USA das Medikament unter dem Namen „Viagra“ zu. Es wurde schnell das erfolgreichste Medikament des Konzerns.

Foto: dpa

Fotografie
Die Camera Obscura, der Vorläufer der Fotokamera, ist schon seit vielen Jahrhunderten bekannt. Aber nicht die Bilder, die sie erzeugt. Jacques Mandé Daguerre suchte vor über 170 Jahren nach einem Verfahren, um die flüchtigen Bilder festzuhalten. Er hatte bereits festgestellt, dass Bilder auf lange belichteten Silberplatten für eine kurze Zeit festgehalten wurden. Bei seinen Versuchen im Freien überraschte ihn ein Gewitter. Er legte eine belichtete Platte in einen Schrank in seinem Labor. Am nächsten Tag stellte er fest, dass das Bild noch zu erkennen war, weil zufälligerweise Quecksilberkügelchen in dem Schrank waren. Das Mittel zur Fixierung war gefunden. Die Daguerrotypie war das erste praktikable Fotografie-Verfahren.

Foto: GNU

Porzellan
Porzellan hatten im 7. Jahrhundert die Chinesen erfunden. In der frühen Neuzeit war es in Europa ein begehrtes Luxus-Gut – gerade weil die Herstellungsweise in Europa unbekannt war. Der Alchemist Johann Friedrich Böttger sollte eigentlich für Sachsens Kurfürst August den Starken Silber in Gold umwandeln. Bei seinen Versuchen mischte er gemahlene Tonerde mit Feldspat, Quarz und Wasser und brannte das Ganze. Heraus kam Porzellan. Sachsens König August der Starke richtete 1710 in Meißen eine Manufaktur ein, wo unter gefängnisähnlichen Bedingungen produziert wurde. Das "weiße Gold" machte August reich und schuf mit den gekreuzten Schwertern eine der ältesten Marken der Welt.

Foto: dpa

Kartoffel-Chips

Die beliebten Kartoffel–Chips sind eigentlich ein Produkt der Wut. Im August 1853 brachte Eisenbahn-Magnat Cornelius Vanderbilt den Koch George Crum im US-Städtchen Saratoga Springs fast zur Weißglut. Immer wieder ließ er die Bratkartoffeln in die Küche zurückgehen, weil sie ihm nicht dünn genug geschnitten waren. Crum schwor die Rache eines gekränkten Kochs und schnitt die Scheiben so dünn, dass Vanderbilt sie nicht mit der Gabel essen konnte. Der war von dem knusprigen Snack trotzdem so begeistert, dass die „Saratoga Chips“ erst den Weg auf die Speisekarte des Restaurants und später in die Münder von Millionen Snack-Hungrigen weltweit fanden.

Foto: Invision for Ruffles

Röntgenstrahlung
In einer Novembernacht des Jahres 1895 experimentierte Wilhelm Conrad Röntgen in seinem Labor mit Elektronenstrahlen, die gerade erfunden worden waren. Als die Strahlenquelle, obwohl sie mit dunkler Pappe abgedeckt war, dennoch fluoreszierende Gegenstände zum Leuchten brachte, erkannte Röntgen die Bedeutung dieser Strahlen. Er bat seine Frau, ihre Hand auf eine Fotoplatte zu legen, um diese durchleuchten zu lassen. Das Bild der durchleuchteten Hand samt Ehering machte ihn berühmt. Die Strahlen tragen seither seinen Namen. 1901 erhielt Röntgen den Nobelpreis.

Foto: dpa

Teebeutel
Der Teebeutel wurde vor dem Ersten Weltkrieg versehentlich von dem amerikanischen Teehändler Thomas Sullivan erfunden. Um Teeproben an Kunden zu verschicken, füllte er sie in kleine Seidenbeutel ab – nur zu Transportzwecken. Die Empfänger aber nutzten die kleinen Beutel gleich so, wie wir das heute gewöhnt sind - in dem Glauben, dass dies so von Sullivan vorgesehen gewesen sei. So sparten sie sich die Prozedur des Abseihens und Umfüllen des Tees in eine zweite Kanne. Der heute übliche Teebeutel mitsamt einer Teebeutelpackmaschine wurde 1929 von Adolf Rambold von der Firma Teekanne erfunden.

Foto: dpa

Teflon
Polytetrafluorethylen (PTFE) ist kein Nebenprodukt der Raumfahrtforschung, wie bisweilen behauptet, sondern wurde bereits 1938 von dem Chemiker Roy Plunkett entdeckt. Als er auf der Suche nach Kältemitteln für Kühlschränke mit Tetrafluorethylen (TFE) experimentierte, entdeckte er in seinem Reaktionsgefäß farblose Krümel. Die erste Nutzung dieses extrem reaktionsträgen Materials ergab sich erst fünf Jahre später als Korrosionsschutz bei der Urananreicherung für die erste Atombombe. Später beschichtete angeblich der französische Chemiker Marc Grégoire seine Angelschnur mit PTFE, um sie leichter entwirren zu können. Seine Ehefrau Colette kam 1954 auf die Idee, Töpfe und Pfannen damit zu beschichten. Teflon ist der Handelsname der Firma DuPont.

Foto: AP

Mittels ausgefeilter Datenanalyse soll das System selbst kleinste, seismografische Schwingungen unserer Gesellschaft identifizieren können. Es soll voraussagen können, welche Auswirkungen unser Handeln auf Wirtschaft und Gesellschaft hat.

Warum kommt es zu Staus oder Massenpanik? Wo drohen Banken zu kollabieren? Unter welchen Bedingungen stürzen autoritäre Regimes? Solche Fragen soll das neue Supergehirn mithilfe von Wirtschaftskennzahlen, demografischen Daten, Nachrichten, Reisedaten und Twitter-Meldungen beantworten können.

Der Halbleiter-Hersteller Infineon hat in vergangenen Jahr 612 Millionen Dollar in Forschung und Entwicklung investiert. Unter den Unternehmen mit den größten F&E-Investitionen in Deutschland belegt Infineon damit Platz zehn, international ist es allerdings nur Rang 193. 2011 stand das Unternehmen noch auf Platz 199.

Insgesamt haben sind die Budgets für Forschung und Entwicklung in Europa im Jahr 2011um 5,4 Prozent gestiegen (weltweit waren es 9,6 Prozent). Die deutschen Konzerne erhöhten dagegen um 14,8 Prozent auf 603 Milliarden Dollar. Damit liegt Deutschland im europäischen Vergleich klar vor Frankreich (32,3 Milliarden Dollar) und der Schweiz (30,2 Milliarden Dollar).

Foto: dpa

Der Pharmakonzern Merck hat sich international um zwei Plätze hochgekämpft. 2012 schaffte es das Unternehmen mit einem Forschungsbudget von 2,112 Milliarden Dollar auf Platz 66. Innerhalb Deutschlands schafft es das Unternehmen auf Rang neun.

Foto: AP

Bei dem Chemiekonzern BASF ging es dagegen um zwei Plätze bergab - im internationalen Vergleich rutschte das Unternehmen von Rang 60 auf 62. Mit 2,234 Milliarden Dollar Forschungsbudget landet das Unternehmen deutschlandintern auf dem achten Rang.

Foto: CLARK/obs

Ein wichtiger Treiber für die massiven Investitionszuwächse bei den F&E-Ausgaben ist die in vielen Branchen enorm beschleunigte Produktentwicklung, heißt es in der Studie. "Wir sehen in einigen forschungsintensiven Industrien seit Jahren eine drastisch verkürzte Halbwertszeit vieler Produkte", sagt Klaus-Peter Gushurst, Sprecher der Geschäftsführung von Booz & Company. "So sind die Innovationszyklen beispielsweise bei den IT- und Elektronikherstellern oder in der Pharma- und Automobilindustrie wesentlich kürzer. Daher verwundert es nicht, dass allein diese Branchen zwei Drittel der weltweiten F&E-Investments schultern."

Zu sehen auch am Reifenhersteller Continental. Der Autozulieferer steigerte sein Forschungsbudget im letzten Jahr auf 2,24 Milliarden Dollar und erreichte damit international Platz 61 (Deutschland Rang sieben).

Foto: dapd

Der deutsche Softwarehersteller SAP schafft es von 1000 analysierten global tätigen Unternehmen sogar auf Platz 51. Mit einem Forschungsbusiness von 2,69 Milliarden Dollar reicht es im innerdeutschen Vergleich sogar für Platz sechs.

Foto: dapd

Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer will mit der Übernahme des US-Konzerns Schiff Nutrition International, einen der führenden Anbieter von Vitaminen und Nahrungsergänzungsmitteln in den USA, sein Geschäft mit rezeptfreien Arzneimitteln weiter stärken. Sein Forschungsbudget hat der Konzern dagegen etwas heruntergefahren. Mit Ausgaben in Höhe von 4,082 Milliarden Dollar rutschten die Leverkusener von Rang 31 auf 34 (international). In Deutschland reichen die F&E-Ausgaben für den fünften Platz.

Foto: dapd

BMW steht mit Forschungsinvestitionen in Höhe von 5,02 Milliarden Dollar im innerdeutschen Vergleich auf Platz vier - international schafften es die Münchner auf Rang 28.

Foto: dapd

Siemens

Acht Milliarden Dollar steckte Siemens im Jahr 2010 in den Bereich Forschung und Entwicklung. Im internationalen Ranking "Global Innovation 1.000“ der Strategieberater Booz & Company reichte das für Platz 20. Im vergangenen Jahr reduzierte der Industriegüterkonzern das Budget allerdings auf 5,474 Milliarden Dollar. Das reichte nur noch für Platz 22 im internationalen Ranking. Im innerdeutschen Vergleich schafft es der Konzern auf Platz drei.

Foto: dapd

Mit Daimler haben es gleich zwei deutsche Autobauer unter die besten 20 Unternehmen weltweit geschafft. Das Unternehmen investierte im letzten Jahr 5,81 Milliarden Dollar in Forschung und Entwicklung und schafft es somit in Deutschland auf Platz zwei. International hat sich der Autobauer von Platz 26 auf Platz 19 verbessert.

Wie in den vergangenen beiden Jahren belegen Apple, Google und 3M die Plätze eins bis drei der innovativsten Unternehmen. Facebook musste hingegen seinen zehnten Platz aus dem Vorjahr für den Onlinehändler Amazon räumen.

Foto: REUTERS

Volkswagen

Von allen deutschen Unternehmen investiert Volkswagen am meisten in Forschung und Entwicklung. International reicht es für VW mit einem Forschungsbudget in Höhe von 7,7 Milliarden Dollar für Platz elf. Im Vergleich zum Vorjahr ist das eine Verbesserung um drei Plätze. Vergangenes Jahr konnte VW sein F&E-Investment jedoch auch schon um 19,4 Prozent steigern.

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Scharfes Essen verlängert das Leben
Ob Chili-Schoten, getrocknete Chilis oder Chili-Pulver: In vielen Küchen dieser Welt sind die Scharfmacher nicht wegzudenken. Das in verschiedenen Paprika-Arten vorkommende Capsaicin ruft einen Hitze- und Schärfereiz hervor. Diverse Studien deuten darauf hin, dass Capsaicin neben der Schärfe auch noch andere Effekte erzielt. Es soll Krebs entgegenwirken und den Herzkreislauf in Takt halten. Auch eine groß angelegte chinesische Studie kam zu diesem Schluss. Demnach war das Risiko zu sterben für diejenigen, die häufig scharf essen, während des siebenjährigen Untersuchungszeitraums um 14 Prozent gesunken. Daraus zu schließen, dass scharfes Essen zwangsläufig das Leben verlängert, ist aber nicht angebracht. Es könnte genauso gut sein, dass diejenigen, die gerne scharf essen, einfach eine bessere Konstitution haben. Oder durch das scharfe Essen mehr trinken und dieser Umstand für die gesundheitsfördernde Wirkung verantwortlich ist.

Foto: REUTERS

Nur Bitterschokolade ist gesund

Wissenschaftler berichten im Fachblatt „Heart“, dass Menschen, die viel Schokolade essen, ein geringeres Risiko für Herzkreislauferkrankungen aufweisen. Demnach sinkt das Risiko für Herzkreislauferkrankungen um elf Prozent, die Gefahr für einen Schlaganfall sinkt sogar noch stärker. Die herzschützende Wirkung gilt dabei nicht nur für Bitterschokolade, die einen besonders hohen Kakaoanteil aufweist und deswegen als besonders gesund gilt: Die Forscher haben 21.000 Briten untersucht, die wie wir in Deutschland vor allem helle Schokolade mit einem niedrigen Kakaogehalt bevorzugen.

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Je mehr Vitamine, desto besser

Das Motto "viel hilft viel" ist in Sachen Vitaminen nicht nur sinnlos, sondern auch gefährlich. Vor allem bei den fettlöslichen Vitaminen A, D, E und K kann es zu einer Überdosierung und auf lange Sicht zu unerwünschten Nebenwirkungen und Gesundheitsschäden kommen. Studien zur Krebsprävention durch Vitamintabletten belegen immer wieder (so auch aktuell ein Paper des University of Colorado Cancer Center), dass die Zufuhr künstlicher Vitamine nicht nur keinerlei vorbeugenden Effekt hat, sondern im Gegenteil sogar das Risiko für bestimmte Krebsarten erhöhen kann.

Forscher mussten Studien in der Vergangenheit sogar vorzeitig abbrechen, weil in der Gruppe der Probanden, die Vitaminpräparate zuführten, mehr Menschen an Krebs erkrankten und starben. In der SELECT-Studie (Selenium and Vitamin E Cancer Prevention Trial) wurde 2008 die Gabe von Vitamin E und Selen untersucht. An der Studie nahmen 35.000 gesunde Männer teil. Es zeigte sich, dass in der Vitamin-E-Gruppe mehr Männer an Prostatakrebs erkrankten, als in der Kontrollgruppe. In der Selen-Gruppe stieg das Diabetesrisiko.

In der CARET-Studie (Beta-Carotene and Retinol Efficacy Trial) zeigte sich bereits 1996, dass eine erhöhte Vitamin-A-Zufuhr bei Rauchern das Lungenkrebsrisiko deutlich erhöhte, anstatt, wie man annahm, vor Tumoren zu schützen.

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Brot macht dick und ist ungesund

Gerade für die Verfechter kohlehydratarmer Nahrung steckt der Teufel im Brot: Es mache dick und trage sogar Mitschuld an Diabetes. Das ist so allerdings nicht richtig: Gerade Vollkornbrot (echtes Vollkornbrot, kein mit Malz eingefärbtes Weißbrot) hat sehr viel Ballaststoffe. Die sind gesund und machen satt. Außerdem liefert es verschiedene Vitamine sowie Iod, Flur, Magnesium und Zink.

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"Light", "Leicht" oder "Fettarm" - das ist gut für die schlanke Linie

Die Lebensmittelindustrie hat den Trend zu bewusster Ernährung entdeckt und nutzt ihn mit Fitness- und Wellness-Begriffen gezielt aus. Doch die Verbraucherorganisation Foodwatch warnt: Oft werden so Lebensmittel beworben, die alles andere als kalorienarm sind. Der Verein hat das Nährwertprofil von sogenannten Fitness-Müslis, Wellness-Wasser oder Joghurt-Drinks überprüft und kam zu dem Ergebnis, dass die scheinbar "gesunden" Lebensmittel Softdrinks oder Fast-Food-Snacks beim Zucker-, Salz- oder Fettgehalt oftmals in nichts nachstehen. Bei fettarmen Produkten wird der Geschmacksmangel häufig durch zahlreiche andere Inhaltsstoffe, etwa Stärke und Zucker, ausgeglichen - der Kaloriengehalt unterscheidet sich kaum, ist manchmal durch den hohen Zuckergehalt sogar höher - und gesund ist das Light-Produkt noch lange nicht.

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Kartoffeln machen dick

Wer meint, Kartoffeln seien ein richtiger Dickmacher, der ist einem Ernährungsirrtum aufgesessen. Die Erdäpfel selbst machen nämlich nicht dick, sondern die Zusätze, die bei der Zubereitung hinzukommen, wie etwa Fett. So hat eine Portion gekochte Kartoffeln 105 Kalorien, während Pommes frites bereits 369 Kalorien haben.

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Öko-Lebensmittel sind gesünder

Essen mit dem Biosiegel ist nicht unbedingt gesünder, wie eine aktuelle Studie ergeben hat. Laut einer Analyse der Stanford University, die in der Fachzeitschrift "Annals of Internal Medicine" veröffentlicht wurde, sind biologische Lebensmittel kaum oder gar nicht nährstoffreicher. Ebenso sollen sie ein kaum geringeres Gesundheitsrisiko bergen.

Lediglich das Risiko, dass Obst und Gemüse Pflanzenschutzmittel beinhalten, sinkt damit. Zu ähnlichen Ergebnissen kam auch die Wissenschaftlerin Dena M. Bravata. Weder Vitamingehalt noch Krankheitserreger waren in dem einen oder anderen – Bio oder nicht – zu einem höheren Teil vorhanden.

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Alkoholgenuss ist schädlich

Nicht immer. Wer Alkohol in Maßen trinkt, lebt womöglich gar gesünder. Das sagen jedenfalls verschiedene Wissenschaftler. Grund dafür: Ein gemäßigter Alkoholkonsum kann das Risiko von Herz-Kreislauferkrankungen verringern, indem er die Gefäße vor Ablagerungen schützt und das Blut dünner macht. Deshalb sollen Menschen mit einem moderaten Alkoholkonsum ein um 20 Prozent geringeres Risiko haben, an solchen Erkrankungen zu sterben, als Abstinenzler. Was „moderat“ genau bedeutet, bleibt dabei ungeklärt.

Foto: dpa/dpaweb

Kochen zerstört Nährstoffe

Ein klares Jein: Beim Kochen können bestimmte Nährstoffe zerstört werden. Das ist richtig. So werden im Kochtopf Vitamine abgebaut und wasserlösliche Substanzen ausgelaugt. Allerdings sind andererseits auch einige Nährstoffe nur durch Garen für den Körper verfügbar.

Auch nicht zu vergessen: Durch das Erhitzen bestimmter Lebensmittel werden Keime und ungünstige Stoffe auch unschädlich gemacht. Nur auf Rohkost zu setzen, ist deshalb auch falsch: Diese ist nämlich schwer verdaulich. Das Ergebnis: Wer viel Rohkost ist, könnte irgendwann viel unverdaute Nahrung im Darm lagern. Verdauungsstörungen, schmerzhafte Blähungen und Durchfälle sind dann die Folgen. Also: Zur Abwechslung weiterhin auch mal gekochtes Gemüse kann also nicht schaden.

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Margarine ist besser als Butter

Butter ist schon seit Langem als Cholesterin-Bombe verschrien. Der Vorwurf: Cholesterin und gesättigte Fettsäuren sollen Herzkreislauf-Erkrankungen begünstigen. Fakt ist aber: Butter ist ein natürliches Lebensmittel. Das Gemisch besteht aus allen nur erdenklichen Fettsäuren. Außerdem kann Butter sogar in gewissem Maß gut fürs Herz sein: Sie kann den Anteil an herzschützendem Cholesterin im Körper verstärken.

Foto: dpa/dpaweb

Frisches Gemüse ist besser als Tiefgekühltes

Diese Aussage stimmt eindeutig nicht. Tiefkühlkost kann unter Umständen sogar gesünder sein als frische Lebensmittel. Das Gemüse, das im Tiefkühlfach landet, wird oft frisch vom Feld schockgefroren. Dadurch bleiben viele Vitamine erhalten, die licht-, luft- und wärmeempfindlich sind. Bei frischem Gemüse kann es hingegen vorkommen, dass es Tage lang in Kisten im Supermarktregal liegt und dadurch einen Großteil seines Vitamingehalts einbüßt.

Damit ist häufig genau das Gegenteil der Fall: Tiefkühlgemüse ist manchmal sogar besser als frisches Gemüse.

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Der Mensch braucht kein Fleisch

Eine der meistdiskutierten Fragen: Ein großes Gehirn braucht Fleisch, sagt etwa der Biologe und Naturhistoriker Josef Reichholf. Beim Aufbau sei es notwendig, die entsprechenden Proteine und die flüchtigen Fettsäuren zu haben, die die Gehirnmasse bilden. Und dafür sei Fleischgenuss notwendig. Hätten wir früher kein Fleisch gegessen, hätten wir uns nie von den Affen unterschieden, so Reichholf und deshalb sei der Fleischverzehr für eine gute Hirntätigkeit notwendig.

Stimmt nicht, sagt hingegen Helmut Oberritter, der Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Ein Erwachsener könne sich ohne Schwierigkeiten fleischlos ernähren, wenn er stattdessen für eine vollwertige Ernährung auf Milchprodukte, Eier und Fisch setze. Auch eine Londoner Studie sowie eine Langzeitstudie des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg zeigten bereits, dass sich Menschen fleischlos ernähren könnten ohne negative Auswirkungen – eher sogar mit positiven Auswirkungen wie etwa niedrigere Blutdruck- und Blutfettwerte oder eine aktivere Niere. Die Forschung bleibt also geteilter Meinung.

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Spinat und Pilze darf man nicht aufwärmen

Es ist nicht falsch, dass gerade Pilze und Spinat giftige Stoffe bilden können, wenn sie eine lange Zeit im Warmen stehen. Deshalb sollte jeder Champignons-Fan schon vorsichtig sein. Bewahrt man das Pilz- oder Spinatgericht aber vor dem Aufwärmen im Kühlschrank auf, ist ein zügiges Aufwärmen unbedenklich. Also ruhig einen zweiten Tag Spinat-Lasagne.

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Fett ist ungesund

Fett ist nicht gleich Fett. Deshalb ist diese Verallgemeinerung falsch. Olivenöl beispielsweise kann bei regelmäßigem Genuss die Konzentration an LDL-Cholesterin im Blut senken. Außerdem liefert lebensnotwendige Fettsäuren und sorgt dafür, dass bestimmte fettlösliche Vitamine aus der Nahrung überhaupt erst aufgenommen werden können.

Sämtliche Langzeitstudien zeigen zudem, dass Menschen, die viel Milch und Milchprodukte konsumieren, überwiegend eine niedrige Herz-Kreislaufsterblichkeit aufweisen – niedriger als diejenigen, die weniger davon essen.

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FuturICT nennt Helbing das Megaprojekt, und dafür hat der ETH-Forscher Hunderte Informatiker, Ökonomen und Soziologen von 84 akademischen Institutionen aus 25 Ländern als Unterstützer gewonnen – zudem sechs der größten Rechenzentren Europas. In wenigen Wochen gibt die EU bekannt, ob Helbings Sozio-Seismograf mit knapp 60 Millionen Euro für 30 Monate finanziert wird. FuturICT ist allerdings keine virtuelle Kristallkugel, sondern "eher ein Teleskop für gesellschaftliche Entwicklungen, die später große Wirkung entfalten", sagt Helbing.

Mit solchen Entwicklungen beschäftigen sich auch Unternehmen. Denn immer deutlicher wird, dass die Welt nicht nur komplexer wird. "Wir stehen vor einer dramatischen Phase technologischer Innovationen", sagt Eike Wenzel vom Heidelberger Institut für Trend- und Zukunftsforschung. Und die werde nahezu jede Branche erfassen: Die 3-D-Druck-Technologie verändert Industrie und Logistik. Und das Internet revolutioniert nach unserer Medien- und Arbeitswelt auch die letzten Winkel des Alltags: In den nächsten Jahren werden nahezu alle Dinge unseres täglichen Gebrauchs vernetzt – Heizungen, Lampen, ja, selbst Pflanzen schicken SMS, wenn sie Wasser brauchen.

Wie sich Konzerne und Startups auf diese Entwicklungen einstellen und welche Innovationen für Unternehmen wie Bayer, Symrise und EADS bis 2025 wichtig werden, hat die Technikredaktion der WirtschaftsWoche für diese Ausgabe zusammengetragen. Herausgekommen ist ein faszinierender Blick in die Forschungslabors dieses Landes.

Auch Forschern und Unternehmen will Helbing mit dem Supergehirn helfen. Denn das System soll lernen, mithilfe ausgefeilter Trendanalysen Technologien zu identifizieren, die für die Wirtschaft Bedeutung gewinnen werden. Dafür liest FuturICT Abertausende Publikationen, Fachblogs, Konferenzprogramme und Internet-Debatten, wertet sie aus und leitet ab, welche technologischen Durchbrüche uns bevorstehen – und welche davon wirklich wichtig sind. "Früher mussten wir warten, bis die Themen in der Zeitung stehen", sagt Helbing. Künftig müssen wir nur noch das Daten-Puzzle richtig zusammensetzen.

Verbraucher wollen keine Gentechnik. Etwa 83 Prozent der deutschen Verbraucher lehnen nach einer Forsa-Umfrage (Juni 2012) gentechnisch veränderte Lebensmittel ab. Ein Grund, warum es hierzulande kaum Lebensmittelhersteller gibt, die Zutaten aus Gen-Pflanzen direkt verarbeiten. Nicht ganz so erfreulich schaut es hingegen bei tierischen Artikeln wie Fleisch, Eiern und Milch aus, denn 80 Prozent der Gen-Pflanzen landen am Ende im Tierfutter.

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Die Umweltorganisation Greenpeace präsentiert in ihrer neuen Broschüre „Essen ohne Gentechnik“ die Ergebnisse einer spannenden Untersuchung. Die Experten haben getestet, ob Markenhersteller bei tierischen Produkten Gen-Pflanzen im Tierfutter einsetzen und zeigen, welche Supermarktketten auf Produkte ohne Gentechnik setzen.

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Platz 1: Alnatura

Der südhessische Bio-Händler Alnatura schneidet am besten ab. Hier werden nur Produkte aus biologischer Produktion verkauft, die frei von Gentechnik sind. Die Naturkostkette vertreibt auch Bio-Lebensmittel unter einer eigenen Marke, die auch in Partnerschaft mit anderen Händlern wie dm, Tegut und Budni verkauft werden.

In der ökologischen Landwirtschaft sind Gentechnik in Lebensmitteln oder im Tierfutter sowie chemisch-synthetische Spritzmittel tabu. Auch die Tierhaltung erfolgt nach strengeren Kriterien und Kontrollen.

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Platz 1: Dennree

Der Bio-Großhändler Dennree, der seinen Hauptsitz im Nordbayrischen Töpen hat, teilt sich den ersten Platz mit Alnatura und setzt ebenfalls keine Gen-Pflanzen ein; auch in der Tierfütterung nicht. Mit einem Umsatz von 420 Millionen Euro hat Dennree im vergangenen Jahr ein zweistelliges Wachstum von 12,8 Prozent erreicht. Das 1974 gegründete Unternehmen gilt als Bio-Pionierunternehmen und startete damals mit vier Bio-Milchprodukten in den Handel. Inzwischen sind täglich gut 200 firmeneigene Lkws unterwegs, um über 1.300 Naturkostfachgeschäfte in Deutschland, Österreich, Luxemburg und Südtirol/Italien mit inzwischen über 11.000 Artikeln zu beliefern.

(Foto: Dennree GmbH)

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Platz 2: Tegut

Die deutsche Supermarktkette Tegut legt viel Wert auf Bio-Ware und Produkte ohne Gentechnik. Kunden, die in einem Tegut-Markt einkaufen, erkennen das an dem Logo auf den Produkten. Die Firma hat als erste Kette ihre Eigenmarken bei Milch, Sahne, Schmand und Joghurt mit dem „Ohne Gentechnik“-Siegel ausgezeichnet und betreibt sogar eine eigene Fleischerei für Schweineprodukte. Unter der Eigenmarke „LandPrimus“ garantiert Tegut eine gentechnikfreie Fütterung.

Andere Eigenmarken, bei deren Herstellung auf Gentechnik verzichtet wird, sind „tegut...Bio“, „Herzberger Bäckerei“ und „Rhöngut“. Außerdem alle Eiermarken.

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Platz 3: Aldi Nord

Bio-Lebensmittel vom Discounter sind beliebt und müssen nicht mehr teuer sein. Inzwischen gibt es auch bei Aldi eine Menge Natur-Lebensmittel. Im Greenpeace-Ranking landet Aldi Nord auf dem dritten Platz, weil der Konzern seit zehn Jahren bei der Geflügelfütterung auf Gentechnik verzichtet. Nur bei Schweine- und Rindfleisch könnte das Engagement wohl noch etwas mehr sein.

Mit „Gut Bio“ bietet Aldi Nord eine Eigenmarke an, bei deren Herstellung auf den Einsatz von Gentechnik verzichtet wird - das gilt auch für alle Eiermarken. Bei Hähnchen- und Putenfleisch sind es die Marken „Bauernglück“ und „Farmfreude“.

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Platz 4: Aldi Süd

Identisch sieht es bei dem Discounter Aldi Süd aus, der ebenfalls mit zusätzlichen Bio-Produkten mehr Kunden in seine Filialen locken will. Vor zehn Jahren hat sich das Unternehmen bei der Geflügelfütterung von Gentechnik verabschiedet. Nachholbedarf besteht jedoch noch bei Schweine- und Rindfleisch.

Aldi Süd hat mit der Eigenmarke „bio“ ein garantiert gentechnikfreies Produkt im Regal. Außerdem sind alle Eiermarken gentechnikfrei.

Foto: dpa

Platz 4: Kaufland

Der Handelskonzern Kaufland „liegt beim Verzicht auf Gentechnik im besseren Bereich“, schreiben die Greenpeace-Experten. Der Grund: Er verkauft bereits einige gekennzeichnete Produkte und befindet sich damit, ebenso wie die Discounter, auf dem "richtigen Weg". Vor allem bei der Eigenmarke „Kaufland Bio“, im Auftrag der Kette hergestellt, wird auf den Einsatz von Gentechnik ganz verzichtet. Das gilt auch für alle Eiermarken und beim Hähnchenfleisch für die Marke „K-Klassic“

Geziert wird sich noch bei der Kennzeichnung der Produkte mit dem „Ohne Gentechnik“-Siegel, das im Mai 2008 eingeführt wurde. Damit können Hersteller tierische Produkte wie Fleisch, Eier und Milch in Deutschland kennzeichnen.

Foto: dpa

Platz 5: Lidl

Auch der Lebensmitteldiscounter Lidl kann inzwischen in fast jeder Warengruppe ein Bio-Produkt anbieten. Beim Verzicht auf Gentechnik liegt das Unternehmen „im besseren Bereich“. Lidl hat außerdem mit „Biotrend“ eine regionale gentechnikfrei hergestellte Marke im Angebot. Auch alle Eiermarken sind gentechnikfrei, beim Hähnchen- und Putenfleisch gilt dies für die Marke „Landjunker“, bei Milch und Molkereiprodukten wie Butter, Quark, Rahmjoghurt und Rahmkäse für „Ein gutes Stück Heimat“.

Foto: AP

Platz 6: Penny

Der Lebensmittel-Discounter Penny, der zum zweitgrößten deutschen Handelskonzern Rewe gehört, startet mit einer Umstellung auf gentechnikfreie Futtermittel aus Europa. Schon jetzt wird bei der eigenen Marke „Columbus“ ganz auf den Einsatz von Gentechnik verzichtet, bei Milch ist es die Marke „Penny/Pro Planet“.

Nachholbedarf hat der viertgrößte Discounter nach Aldi, Lidl und Netto noch bei der Auszeichnung der Produkte mit dem „Ohne Gentechnik“-Siegel.

Foto: dpa

Platz 6: Rewe

Auch der Mutterkonzern und Handelsriese Rewe will in Zukunft auf europäische Futtermittel setzen, die Gentechnik ausschließen. Mit regionalen Marken ist die Umsetzung bereits in vollem Gange und mit der Eigenmarke „Rewe Bio“ hat die Kette bereits ein Produkt im Regal, bei dem völlig auf den Einsatz von Gentechnik verzichtet wird. Die Umstellung auf gentechnikfreie Futtermittel mit Milchprodukten der Marke Pro Planet startet derzeit in Mittel und Westdeutschland.

Bei Eiern sind die „ja!“- und „Rewe“-Marken gentechnikfrei, bei Hähnchen- und Putenfleisch die Marken „Brandenburg“ und „Juwel“, bei Milch „ja!/Pro Planet“

Foto: dpa

Platz 7: Norma

Auch der Supermarkt Norma befindet sich wie seine Kollegen von Aldi, Kaufland, Lidl, Rewe und Penny bereits auf dem richtigen Weg und verkauft gekennzeichneten Käse („Leckerrom Genussländer“, „St. Alpine“). Es gibt auch eine Eigenmarke, bei der ganz auf Gentechnik verzichtet wird: „Bio Sonne“. Das gilt auch beim Hähnchen- und Geflügelfleisch für die Marke „Gut Langenhof“.

Foto: WirtschaftsWoche

Platz 8: Coop

Der größte Schweizer Handelskonzern - nach Umsatz und Mitarbeiterzahl - versteht sich als regionale Kette und forciert die Nähe zu Produzenten und Kunden. Ganz auf Gentechnik verzichtet der Konzern bei der Eigenmarke „Unser Norden Bio“. Bei Eiern bei den Marken „Unser Norden Freiland“, „Bodenhaltung Landeier“, „Bodenhaltung Korn“ und „Freiland lose L-XL“.

Foto: PR

Platz 9: Edeka

Die größte deutsche Lebensmittelkette kommt laut Greenpeace nicht gut weg und schneidet in dem Ranking besonders schlecht ab. Zwar will das Unternehmen künftig auf Gentechnik verzichten, jedoch nur in der Sojafütterung. Außerdem, so Greenpeace, mangelt es derzeit noch an konkreten Umsetzungsplänen. Während andere Supermärkte wenigstens bei frischem Hähnchen und Putenfleisch gentechnikfreie Fütterung bei ihren Eigenmarken zusichern, habe Edeka selbst dabei noch Probleme. Immerhin wird bei der Eigenmarke „Edeka Bio Wertkost“, allen Eier-Eigenmarken und bei der Molkereimarke „Unsere Heimat“ auf den Einsatz von Gentechnik verzichtet.

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Platz 9: Netto

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm: Auch die Edeka-Tochter Netto rangiert auf einem der letzten Plätze, denn, so Greenpeace, „noch weiß der Kunde hier nicht, wie die Gentechnik zukünftig vermieten werden soll.“ Bislang gibt es die Eigenmarke „NettoBio“, bei der - wie bei allen Eiermarken - ganz auf Gentechnik verzichtet wird.

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Platz 10: Tengelmann

Mit ihrem Klimamarkt in Mülheim an der Ruhr verbraucht die Tengelmann-Gruppe zwar 50 Prozent weniger Energie als vergleichbare Märkte. Geht es allerdings um den Verzicht auf Gentechnik, liegt der Konzern im schlechteren Bereich und belegt im Greenpeace-Ranking den vorletzten Platz. Zwar sei man mit Produzenten in Diskussion, der Verzicht ist aber noch nicht überall schriftlich festgehalten. Als gentechnikfreie Eigenmarke hat Tengelmann „Naturkind“ im Regal.

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Platz 11: Real

Der Handelskonzern Metro, zu dem die Supermarktkette Real gehört, hat einiges aufzuholen, um den Wunsch nach Fütterung ohne Gentechnik nachzukommen. Das Urteil von Greenpeace fällt entsprechend hart aus: „Hier stecken die Bemühungen um gentechnikfreie Ware noch in den Kinderschuhen oder werden nur halbherzig ohne konkrete Zeitpläne vorangetrieben.“ Mit „real Bio“ hat der Händler aber eine Eigenmarke im Programm, bei der ganz auf Gentechnik verzichtet wird.

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So wurde bewertet

Die Greenpeace-Bewertung basiert auf firmeneigenen Auskünften. Es wurden Fragebögen an 16 Supermarktketten verschickt, die gebeten wurden, detaillierte Fragen zu Gentechnik im Essen und Tierfutter zu beantworten. Zu folgenden Themen konnten die Konzerne Stellung nehmen:

1. Fütterung heute: Kann bei der Produktion von Milch, Eiern, Fleisch eine Fütterung ohne Gentechnik zugsichert werden? Welche Produkte wurden bereits umgestellt?

2. Fütterung bis 2014: Wird in den nächsten drei Jahren eine Fütterung ohne Gentechnik angestrebt? Wenn ja: für welche Produktsparten und Eigenmarken?

3. Transparenz: Wie kann der Verbraucher bei den Eigenmarken erkennen, ob tierische Produkte ohne gentechnisch veränderte Pflanzen im Tierfutter hergestellt wurden?

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Im grünen Bereich

Bei der Beantwortung konnten maximal 818 Punkte erreicht werden, die in Prozentpunkte umgerechnet wurde. Bei 100 Prozent garantiert ein Unternehmen, auf Gen-Pflanzen in der Produktion zu verzichten und liegt damit im obersten grünen Bereich.

Je geringer die Prozentzahl, desto unklarer ist laut Greenpeace, wie der Supermarkt mit Gentechnik und Verbrauchertransparenz umgeht. Dabei bedeutet die Prozentzahl jedoch nicht, dass dieser Anteil der Produkte gentechnikfrei ist.

Alnatura: 99,4 %

Dennree: 99,4 %

Tegut: 76 %

Aldi Nord: 55,4 %

Aldi Süd: 55,4 %

Kaufland: 54,6 %

Lidl: 54,5 %

Penny: 52,4 %

Rewe: 52,4 %

Norma: 50,4 %

Coop: 38,6 %

Edeka: 37,7 %

Netto: 37,7 %

Kaiser`s/Tengelmann: 37,3 %

Real: 34,4 %

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Platz 30

Tunesien belegt mit 50,68 Prozent den 30. Platz von insgesamt 61 Ländern, die auf den Einfluss des Internets auf die Gesellschaft untersucht wurden.

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Platz 29

Da es sich nicht um eine Rangliste handelt, in der es nur um die Freiheit des Internets und dessen Nutzung geht, landet China mit mit 51,72 an 29. Stelle. Wenig überraschend fällt vor allem der Einfluss des Internets auf die Politik mit 32,27 gering aus.

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Platz 28

Kasachstan schafft es mit immerhin 53,46 Prozent auf Platz 28.

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Platz 27

... geht an die Türkei mit einem Wert von 53,7. Besonders gering ist hier der Einfluss des Internets auf die Wirtschaft (45,98).

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Platz 26

In Kolumbien liegt der Wert bei 53,86.

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Platz 25

Die Polen belegen mit 54,84 Prozent Platz 25. Bei unseren europäischen Nachbarn ist vor allem der Einfluss auf die Politik durch das Internet mit einem Wert von 37,55 eher schlecht ausgeprägt.

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Platz 24

Brasilien liegt mit einem Wert von 56,3 auf Platz 24.

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Platz 23

Italien belegt mit 56,45 Prozent den 23. Platz.

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Platz 22

In Mexiko liegt der Durchschnittswert für den Einfluss des Internets auf die Gesellschaft bei 57,68 Prozent. Mit 70,25 Prozent ist der Wert für den Einfluss auf die Politik relativ hoch.

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Platz 21

60,75 ist der Durchschnittswert für Katar.

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Platz 20

Platz 20 geht an Japan. Hier liegt der Wert für den Einfluss des Internets bei 68,56 Prozent. Besonders intensiv nutzen die Japaner das www als Kommunikationsmedium. Der Wert liegt hier bei 80,19.

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Platz 19

Chile liegt mit 69,55 an 19. Stelle.

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Platz 18

Spanien belegt mit einem Wert von 72,12 Platz 18.

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Platz 17

Für Portugal ergab der Web Index einen Wert von 72,33.

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Platz 16

Die Deutschen liegen mit 74,87 im Mittelfeld. Geht es nur um netzpolitische Faktoren wie politische Partizipation via Internet, liegt Deutschland sogar nur auf Rang 23 – direkt hinter Russland.

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Platz 15

Israel liegt mit 78,53 auf Platz 15. Besonders ausgeprägt ist hier der Einfluss auf die Politik mit 80,17.

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Platz 14

Bei den Franzosen liegt der Wert bei 78,93. Auch in Frankreich wird das Medium Internet vor allem zur Kommunikation genutzt.

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Platz13

Koreas Wert liegt bei 81,06, wobei das Medium in allen Lebensbereichen relativ gleichmäßig Einfluss übt.

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Platz 12

Island spielt wie alle skandinavischen Ländern relativ weit vorne mit. Bei 86,1 liegt der Wert. Hundert Prozent war hier das Ergebnis für die Aufgeschlossenheit unter den Isländern für das Internet und die Kommunikation über das www.

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Platz 11

Singapur liegt mit 86,14 auf Platz 11. Die Werte für den Einfluss auf die Politik, Aufgeschlossenheit gegenüber dem Internet und Kommunikation sind mit weit über 90 Prozent besonders hoch.

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Platz 10

Irland belegt mit 87,42 den zehnten Platz. Der Wert für den Einfluss auf die Wirtschaft liegt hier bei 100 Prozent.

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Platz 9

Norwegen belegt mit 87,76 Prozent den neunten Platz.

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Platz 8

Australien belegt mit einem Ergebnis von 88,44 Prozent den achten Platz.

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Platz 7

Die Neuseeländer gehören mit einem Wert von 89,15 zu den Spitzenreitern des Rankings.

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Platz 6

Weit vorne spielt auch die Schweiz mit einem Wert von 90,49.

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Platz 5

Die Finnen liegen mit 91,88 auf Platz fünf.

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Platz 4

Die Kanadier sind mit 93,42 nur knapp an einem der Medaillenplätze vorbeigeschrammt, und offensichtlich besonders gesellig im Netz. Der Wert für den Einfluss auf das soziale Miteinander liegt hier bei 100 Prozent.

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Platz 3

Großbritannien belegt mit 93,83 Platz 3.

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Platz 2

Kaum einer hat im Wahlkampf so auf das Internet gesetzt wie US-Präsident Barack Obama. Wie stark das Internet die amerikanische Gesellschaft beeinflusst, zeigt der Web Index mit einem Wert von 97,31.

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Platz 1

Der schwedischen Gesellschaft bringt laut Studie das Internet am meisten Nutzen. Der Einfluss auf die Gesellschaft liegt hier bei einem Wert von 100.

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Die Tiefkühlpizza der Zukunft könnte glatt als Gesundheitsprodukt durchgehen: Obwohl sie ausgezeichnet schmeckt, appetitlich aussieht und im Eins-Fix-Drei zubereitet ist, enthält sie kaum noch Salz, ist kalorienreduziert und quasi fettfrei. Das schont Herz und Nieren der Verbraucher und verhindert, dass die Menschheit allmählich verfettet. Genau hier tickt aktuell eine Zeitbombe: Schon heute sind zwei Drittel aller Bewohner der westlichen Welt stark übergewichtig.

Verantwortlich dafür ist nach Meinung der Experten der weltweite Trend zu Fast Food und Fertigprodukten sowie klebrig-süßen Getränken, die fast ausnahmslos ungesunde Kalorienbomben sind.

Dass sich etwas ändern muss, haben Lebensmittelkonzerne wie Danone und Nestlé inzwischen erkannt. Zulieferer wie der Aromaspezialist Symrise aus dem niedersächsischen Holzminden sehen darin eine Chance: "Moderne Lebensmittel mit optimalem Ernährungsprofil und gutem Aroma und Geschmack werden 2025 eine wichtige Rolle beim Erhalt der Gesundheit spielen", glaubt Symrise-Forschungsleiter Gerhard Krammer.

Um dieses Ziel zu erreichen, sind Lebensmittelhersteller zunehmend auf Biotechniker angewiesen: Die suchen hoch-effektiv mit molekularen Sensoren nach neuen, bioaktiven Wirkstoffen, die das Geschmacksempfinden verstärken und die Geschmacksrezeptoren des Körpers quasi foppen. Das Ziel: Die Limo soll süß und die Käseecke würzig und cremig schmecken, obwohl nur noch Spuren von Zucker, Salz oder Fett in den Produkten enthalten sind.

Beim Biotech-Unternehmen Brain aus dem hessischen Zwingenberg hat Michael Krohn mit seinen Forschern schon eine ganze Reihe solcher Substanzen im hauseigenen Fundus aus über 20.000 Mikroben aus aller Welt entdeckt. Krohn ist überzeugt, dass solche Biomoleküle bald in jedem Fertiglebensmittel stecken werden.

Platz 4: E-Plus, BASE, Simyo

E-Plus hat auch im jüngsten Test der „Chip“ abermals das mit Abstand schlechteste Netz – daran hat bislang auch die „umfassendste Netzausbauinitiative der Unternehmensgeschichte“ nichts geändert, die E-Plus nach dem Desaster des Netz-Tests von 2011 versprochen hatte. Beim Telefonieren schnitt das E-Plus-Netz dagegen nicht ganz so schlecht ab – immerhin Platz drei.

Düster sieht es jedoch bei der Datennetzqualität aus. E-Plus erreicht im Chip-Test 42,3 – das ist die Note 4,7 und damit klar mangelhaft. Auch die Gesamtwertung für Internet und Sprachqualität fällt mit 53,8 Punkten und der Note 3,9 nicht besser aus. E-Plus bleibt das mit großem Abstand schlechteste Netz Deutschlands.

Um das herauszufinden waren die Tester mehrere Wochen lang zu Fuß, im öffentlichen Nahverkehr, mit dem Auto und im Zug unterwegs, um möglichst realistische Ergebnisse zu erhalten. Noch nicht berücksichtigt wurde das LTE-Netz, bei dem der Aufbau noch andauert.

Neben E-Plus selbst nutzen unter anderem die Marken BASE, Simyo, Blau, Aldi Talk, Ay Yildiz und n-tv Go in Deutschland das E-Plus-Netz.

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Platz 3: Telefónica O2

O2 gibt im Test der „Chip“ ein gemischtes Bild ab: Während sich die Münchener bei der Sprachqualität verbessern konnten, schnitten sie bei der Qualität der Internet-Verbindung mehr als zehn Punkte schlechter ab als 2011 – Smartphone-Boom sei Dank. Allerdings wurden auch die Testkriterien für das mobile Internet verschärft.

Beim Telefonieren erreicht O2 mit 73,2 Punkten Platz zwei und die Note 2,6. Beim mobilen Internet erreicht O2 nur 52,6 Punkte und damit Note 3,9. Der Abstand zu Deutscher Telekom und Vodafone ist damit in der Gesamtwertung gewachsen. Den dritten Platz erreicht O2 mit einer Gesamtwertung von 62,1 Punkten. O2 ist dabei vor allem in Regionen außerhalb der Innenstädte schwach. In dünn besiedelten Gebieten gelang es den Testern im Schnitt nur in der Hälfte der Fälle, eine normale Website unter 40 Sekunden aufzurufen.

Die deutlich verschlechterte Datenqualität bei O2 hat auch schon Nutzer-Proteste provoziert. Unter http://wir-sind-einzelfall.de haben sich bereits mehrere Tausend Nutzer über die schlechte Datenqualität beschwert.

Neben O2 nutzen auch die Marken Fonic, Klarmobil, Lidl Mobile, Tchibo, Simply, Türk Telekom und bestimmte Tarife von DiscoTel und DiscoPlus das O2-Netz.

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Platz 2: Vodafone

Vodafone spielt bei der Internet-Netzqualität in Deutschlands Premium-Liga mit – das Gesamtergebnis ist mit weitem Abstand besser als bei E-Plus und O2. Während der drittplatzierte O2 im Vergleich zum Netztest von 2011 zurückgefallen ist, konnte Vodafone sich verbessern. In der Gesamtwertung erreicht Vodafone 71,9 Punkte und damit die Note 2,7.

Allerdings zeigt sich bei Vodafone ein sehr gemischtes Bild: Bei keinem anderen Netzanbieter schlugen so viele Anrufversuche im Testzeitraum fehl, was mit Netzproblemen in der Stuttgarter Fußgängerzone während des Tests zusammenhängt. Auch wenn diese nicht in die Wertung eingeflossen wären, hätte Vodafone bei der Telefon-Netz-Qualität von allen Anbietern am schlechtesten abgeschnitten. Vodafone fiel vor allem durch besonders viele Aussetzer bei der Sprachqualität von Telefonaten auf.

Beim mobilen Internet glänzt Vodafone dagegen. Trotz verschärfter Testkriterien konnte sich Vodafone hier um fünf Punkte verbessern – und rückt damit in die Nähe der Telekom. In ganzen 96 Prozent der Fälle gelang es, eine Website innerhalb von 40 Sekunden vollständig zu lohnen – über alle Regionen in Deutschland verteilt.

Das Vodafone-Netz gibt es unter anderem auch unter den Marken DiscoTel (nur bestimmte Tarife), Edeka Mobil, Fyve, Tui, Bildmobil und Otelo.

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Platz 1: Deutsche Telekom/Congstar

Wie bereits im Vorjahr kennt der Netztest der „Chip“ einen klaren Sieger: Die Telekom erreicht bei Internet- wie Sprachqualität den Spitzenplatz. Satte 80,2 Punkte erreicht die Telekom in der Gesamtwertung, das reicht für die Gesamtnote 2,2.

In der Stadt wie auf dem Land waren Sprachqualität und Empfang für das Telefonieren gleichermaßen überzeugend. Nur in der Härtedisziplin Zugfahren sahen die Messergebnisse deutlich schlechter aus – allerdings immer noch deutlich besser als bei allen Konkurrenten.

Auch beim mobilen Internet konnte sich die Telekom gegenüber dem guten Vorjahreswert nochmals etwas verbessern. Nur beim Upload ist Vodafone in Innenstädten etwas schneller. In allen anderen getesteten Regionen kann die Telekom Vodafone aber nach wie vor ausstechen. „Die Telekom führt das Feld in fast allen Einzelwertungen an und zeigt über alle Messungen hinweg eine bessere Erfolgsquote als die Konkurrenten“, schreibt die „Chip“. Die Nutzung des Telekom-Netzes muss übrigens nicht teuer sein: Die Telekom-Tochter Congstar nutzt ebenfalls das Telekom-Mobilfunknetz wie unter anderem die Discounter billiger.de, Callmobile, Ja Mobil, PennyMobil und Turkcell.

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Schwachstelle Zug

Fazit des Tests über alle Anbieter hinweg: Der Boom bei Smartphones und Tablet-Computern macht den Mobilfunknetzen zu schaffen. „Die Netze werden immer voller, die Zuverlässigkeit sinkt“, berichtete die Zeitschrift. Im mobilen Internet sind mehr Verbindungsabbrüche festgestellt worden als im Vorjahr.

Zudem gibt es dem Test zufolge immer noch Regionen, die nur schlecht an die Mobilfunknetze sind. Das spüren besonders die Fahrgäste der Bahn und die Bewohner von vergleichsweise gering besiedelter Regionen. Hier gibt es die Hoffnung, dass die neuen Mobilfunknetze mit dem schnellen LTE-Standard für Verbesserungen sorgen.

Bei allen Netzbetreibern hat es im Vergleich zum Vorjahr mehr Probleme beim Telefonieren im Zug gegeben. „Gerade in Regionalbahnen gleichen Telefongespräche oftmals einem Glücksspiel“, schreiben die Tester. Alle Details des Tests finden Sie auf chip.de.

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Roboter Domo, am Massachusetts Institute of Technology (MIT) entwickelt, hat spezielle Krafterkennungssensoren mit denen er seinen Händedruck genau steuert. Berührt man ihn allzu unsanft, sagt er "autsch".

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Der Spaceclimber des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) findet seinen Weg durch Geröllhaufen und durchkrabbelt problemlos Mondkrater.

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Dieser elektronische Butler wird von acht Antriebsmotoren fortbewegt. Drei Laserscanner tasten die Umgebung nach Hindernissen ab und drei Computer im Rumpf der Maschnine koordinieren die Systemfunktionen. Durch eine eingebaute 3-D-Kamera und einen Entfernungsmesser kann der Roboter räumlich sehen. Über den Tablet-PC können Menschen die erwünschte Aktion auswählen. So kann der flexible Greifarm zum Beispiel bis zu vier Kilogramm heben.

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Obwohl hochsensibel, verträgt der Greifer des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) Schläge mit dem Hammer.

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Der Fabrikroboter Frida des Unternehmens ABB soll demnächst neben Menschen Handys und Computer zusammenbauen.

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Maschinenwesen wie Hondas Asimo lernen, ihre Umwelt zu verstehen und selbstständig zu handeln.

 

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Scooba, die Boden-Wischmaschine von iRobot putzt Böden in privaten Haushalten.

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Mit dem PR2 will die kalifornische Roboterschmiede Willow Garage die Entwicklung künstlicher Intelligenz nach dem Open-Source-Prinzip vorantreiben. Dafür stellt sie Wissenschaftlern weltweit elf der 400.000 Euro teuren Geräte zur Verfügung. Die Bedingung: Alle tauschen ihre Ergebnisse aus, um die Forschung zu beschleunigen. An der Universität Freiburg etwa lernt PR2 putzen, in Berkeley dagegen faltet er Handtücher.

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Bisher sind Konsumenten in Europa wenig begeistert von gentechnisch veränderten Pflanzen und dem daraus hergestellten Genfood. Denn die Veränderungen sind nur für Landwirte von Interesse. Das soll bei neuen Gentech-Pflanzen, die in 10 bis 15 Jahren auf den Markt kommen, völlig anders werden: Sie sollen nachhaltig und damit für alle Menschen hilfreich sein – indem sie beispielsweise neue Produktionswege für knappe Ressourcen erschließen.

Beispiel Gentech-Raps: Das neuartige Gewächs produziert eine Art Lebertran und wirkt damit der Überfischung der Meere entgegen. BASF aus Ludwigshafen und der US-Konzern Cargill haben eine solche Rapspflanze geschaffen, die in ihrem Öl Omega-3-Fettsäuren herstellt. Diese steigern die Hirnleistung und beugen Herzinfarkten vor, sind aber bisher nur aus den Lebern von Fischen zu gewinnen.

Ein Umstand kam den Forschern zu Hilfe: Das Fisch-Gen für die Omega-3-Produktion stammt ursprünglich aus Meeresalgen, die mit Pflanzen sehr viel näher verwandt sind als mit Fischen. So transferierten die Forscher das Gen direkt von der Alge in den Raps – und hatten Erfolg.

Ein weiteres Zukunftsprojekt ist Weizen, der fit ist für den Klimawandel. "Mithilfe eines genetischen Tricks wollen wir diese für die Welternährung wichtige Kulturpflanze so robust machen, dass sie Trockenperioden besser übersteht und trotzdem höchste Erträge bringt", sagt Marcus Weidler, der bei Bayer CropScience für das Weizensaatgutgeschäft zuständig ist. Dazu haben Forscher des israelischen Kooperationspartners Evogene ein Gen aus der Tomate in den Weizen eingepflanzt. Denn die Tomate kann etwas, was Weizen bisher nicht schafft: Sie aktiviert bei Trockenheit ein Gen, das Eiweiße baut, die Aquaporine. Diese öffnen den Wasserspeicher, den jede Zelle – auch die Weizenzelle – besitzt. Sie kann ihn ohne diesen genetischen Wasserhahn nur bisher nicht anzapfen.

Magische Lampe

So verschlungene Ornamente wie an dieser Lampe lassen sich nur räumlich drucken.

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Fliessende Formen

Beim Hybridauto Urbee sind Karosserie und Fenster aus Kunststoff gedruckt.

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Kistenproduktion

3-D-Drucker für zu Hause, wie von MarkerBot, kosten bereits weniger als 1000 Euro.

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Spielmobil

Teile des futuristischen Interieurs von Hyundays Concept Car Qarmaq hat das auf 3-D-Fertigung spezialisierte Designbüro Freedom Of Creation per Kunststoffdruck hergestellt.

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Opulenter Auftritt

Diese Nylon-High-Heel von Pauline van Dongen hat ein Laserstrahl Schicht um Schicht aus Kunststoffpulver aufgebaut.

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Lesehilfe

Mit dem Erlös der ersten - per 3-D-Druck gefertigten - Serie ihres iPhonehalters Glif haben die Designer die Massenproduktion finanziert.

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Flotte Flöte

Der israelische Entwickler Amit Zoran hat eine Querflöte am PC entworfen aus verschiedenen Kunststoffen gedruckt.

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Aus Sand gebaut

Ein ganzes Gartenhaus aus einem Guss hat der italienische Bauingenieur Enrico Dini mit seinem raumhohen 3-D-Drucker D-Shape aufgebaut

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Kunst am Bauch

N12, wie der Nylontyp, aus dem er besteht, heißt dieser von Mary Huang und Jenna Fizel entworfene Bikini.

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Modellflieger

Wissenschaftler der University of Southampton haben dieses Elektroflugzeug entworfen, das aus fünf aus Kunststoff gedruckten Bauteilen besteht.

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Spritzgebäck

Räumliche Drucker können nicht nur Plastik in Schichten verarbeiten, sondern auch Teig.

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Plastik-Bausatz

Architekten und professionelle Prototypenbauer, wie etwa das renommierte Büro Ogle in London, ersetzen beim Bau ihrer Modelle Schere, Säge und Klebstoff immer öfter durch Konstruktionen aus dem Drucker.

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Lichtgedicht

Den Text für den Teelichthalter "Light Poems" gibt der Käufer im Webshop ein, die persönliche Lampe schickt der Druckdienstleister dann per Post.

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Kettenhemd

Tausende ineinander verschlungen gedruckte Ringe fügen sich zu diesem Kleid des Designers Janne Kyttanen.

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Cybervelo

Das Airbike des Luft- und Raumfahrtriesen EADS besteht - vom Sattel bis zur Radachse - aus mit 3-D-Technik verschmolzenem Nylon.

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Raumgestalter

Der iFab-Drucker von Festo verarbeitet neben Kunststoff und Silikon auch Schokolade.

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Glanzstück

Auch zu Pulver gemahlenes Silber lässt sich Schicht für Schicht mit Spezialdruckern zu Schmuck aufbauen - wie bei diesem Ring.

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Druckauftrag

Nach Kundenentwurf fertigen 3-D-Druckdienste Gegenstände wie diesen Roboter.

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Fahrwerk

Modelle wie dieser Spielzeug-Strandbuggy mit Elektroantrieb finden sich zu Tausenden auf der 3-D-Design-Plattform Thingiverse im Internet.

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Handlanger

Per Kunststoffdruck hergestellter Robotergreifer - flexibler, leichter und stabiler als traditionelle Technik.

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Biss aus Bytes

Computergesteuerte Laserblitze lassen beim Dentalspezialisten Bego Kobaltchrompulver zu Zahnersatz verschmelzen.

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Um die Weltbevölkerung von bald neun Milliarden Menschen zu ernähren, muss der Fleischkonsum sinken. Denn Fleisch zu produzieren ist alles andere als nachhaltig: Damit ein Huhn, Schwein oder Rind je ein Kilogramm Gewicht zulegt, muss der Landwirt drei bis zehn Kilogramm pflanzliches Futter wie etwa Mais in den Trog schütten.

Doch Menschen in der westlichen Welt essen gerne Fleisch. Und in den sich entwickelnden Staaten gilt es geradezu als Statussymbol, sich Fleisch leisten zu können.

Labberig fade Sojatofu-Burger konnten die meisten Fleischfans bisher nicht überzeugen. Inzwischen haben Forscher jedoch Fleischersatz aus Pflanzen wie Weizen, Erbsen oder Lupinen entwickelt, der schmeckt und sich beim Zubeißen auch so anfühlt wie ein Schnitzel oder Steak.

Zum Beispiel die Forscher des EU-Projekts LikeMeat, zu dem auch Florian Wild vom Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung in Freising bei München gehört. Seine Erbs-Schnitzel werden als formbare Meterware aus Pflanzenproteinen gekocht und unterscheiden sich kaum von echtem Fleisch. Ganz in der Nähe in Mindelheim verkauft Metzgermeister Josef Pointner schon schmackhafte Würste, die er ebenfalls aus Pflanzenproteinen kocht. Weil viele Menschen solche umweltverträglichen Produkte nachfragen, ist Wild überzeugt: "Bis zum Jahr 2025 hat Fleischersatz aus Pflanzen zehn Prozent des westlichen Marktes erobert."

Blick aus der Röhre

Viele Bergfans wollen am liebsten im Einklang mit der Natur wandern. Wenn es aber im Hochgebirge abends kalt wird, benötigen sie nicht nur Schutz, sondern sie verbrauchen oft auch Kerosin, Gas oder Batterien für ihre Kocher. Eine überlebenssichernde und umweltfreundliche Übernachtungsmöglichkeit bietet jetzt die italienische Designfirma Leap-Factory. Ihre röhrenartige, schnee- und sturmsichere Mini-Lodge ist im Schnitt 3,5 Meter breit, acht Meter lang und 2,80 Meter hoch. In ihr sind Tische, Stühle, Toiletten und Waschbecken installiert. Nach Bedarf gibt es Kojenplatz für zwei bis zwölf Personen. Dafür dass es bei traumhafter Aussicht auf Himmel und Berge warm bleibt, sorgt die Fotovoltaikanlage auf dem Dach. Das Handicap: Mindestens 200 000 Euro kostet die 2500 Kilogramm schwere und mehrmodulige Schlafkapsel. Damit sich der Aufwand rechnet, bleibt das Biwak mehrere Wochen auf dem Berg und kann von verschiedenen Wanderern benutzt werden.

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Sonnengrill statt Feuerstelle

Studenten des Massachusetts Institute of Technology (MIT) in den USA wollen den ultimativen Traum aller grünen Barbecue-Fans Realität werden lassen: Sie entwickeln einen Grill, der Hitze mithilfe von Sonnenenergie erzeugt, Wärme speichern kann und dadurch sogar nachts funktioniert. Ihr Prototyp baut auf einer Technologie von MIT-Professor David Wilson auf: eine spezielle, besonders leichte Linse bündelt das Sonnenlicht, das in Lithiumnitrat-Zellen gespeichert wird. Mit der Hitze der Wärmespeicher lassen sich dann Steak und Wurst grillen. Vor allem aber ist der „Cooker“ laut Wilson als umweltfreundliche und energiesparende Alternative zu den offenen Holzfeuern gedacht, die die Menschen in Entwicklungsländern als Kochstelle nutzen. Jeden Tag verbrennen weltweit mehr als drei Millionen Tonnen Feuerholz unter Töpfen und Pfannen. Vor allem in afrikanischen Regionen wird das Holz knapp. Wilsons Grill speichert Sonnenenergie für 25 Stunden und heizt auf über 230 Grad hoch. Solargrills mit derartiger Kapazität gab es zuvor nicht.

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Wirbel-Säule

Frischer Wind aus Bayern: Das Unternehmen MRT Wind hat eine neues Minikraftwerk für den Zuhause-Gebrauch entwickelt. Das Besondere: Das 2,50 Meter hohe Windrad dreht sich nicht wie die üblichen Propeller-Systeme um die Horizontalachse, sondern um die Vertikalachse. „Dadurch kann man unabhängig von der Windrichtung Strom erzeugen“, erklärt Geschäftsführer Neil Cook. Ab einer Windgeschwindigkeit von 1,5 Metern pro Sekunde gewinne die Anlage Energie. Die Miniwindräder sind nach Herstellerangaben lautlos und lassen sich genehmigungsfrei installieren. Die ersten Testgeräte sind in Betrieb. Preis: ab 7000 Euro pro Stück.

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Leselicht in Hülle und Fülle

Der US-Hersteller SolarFocus bringt Licht ins Dunkle des E-Readers von Amazon: Mit einer leuchtenden Hülle namens Solar Kindle Lighted Cover. Sie schützt das Gerät nicht nur vor Kratzern, sondern bietet dem E-Reader auch eine netzunabhängige Notstromversorgung sowie eine LED-Leselampe. Damit lässt sich der Kindle nun auch in absoluter Dunkelheit nutzen. Gespeist wird das Licht aus einem eingebauten Akku, der über die Solarzellen auf der Außenseite der Hülle geladen wird. Auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas, eine der weltweit größten Messen für Unterhaltungselektronik, ist die Hülle als eine der besten Innovationen 2012 in der Kategorie nachhaltige Technologien ausgezeichnet worden. Schon nach acht Stunden Sonnenlicht, so verspricht der Hersteller, habe die Batterie genug Saft, um dem Kindle drei Tage Strom zu liefern. Kosten: rund 80 Dollar.

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Insel-Lösung in der Südsee

Es könnte ein Entwurf des US-Verpackungskünstlers Christo sein. Tatsächlich haben sich japanische Architekten der Shimizu Corporation diese überdimensionale Seerosenstadt ausgedacht – mit kompletter Infrastruktur und üppiger Vegetation. In der Südsee auf der Höhe des Äquators soll die klimafreundliche, selbstversorgende Trauminsel schwimmen. Dort gibt es viel Sonne und kaum Taifune. Das Fundament soll aus wabenförmigen, mit Wasser und Luft gefüllten Betonröhren bestehen, um so der Insel Auftrieb und Stabilität zu verschaffen. Die Technik haben die Japaner bereits bei schwimmenden Bohrinseln erprobt. Jede ihrer sogenannten grünen Flossen hat einen Durchmesser von drei Kilometern und einen Hauptwohnbezirk mit einem kelchartigen, 1000 Meter hohen Wohn- und Arbeitsturm, in und um den herum 40.000 Menschen wohnen sollen. 350 Hektar Nutzfläche bleiben den Bewohner, um ihre Lebensmittel zu produzieren. Baubeginn soll 2050 sein.

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Stadt-Tomaten

Weil es Kosten und Energie spart, erobert die Landwirtschaft die Innenstädte. In Deutschland soll nun „inFarming“ beginnen, ein Erntesystem fürs Büro, in dem Pflanzen vom gereinigten Abwasser und der Abwärme der Gebäude gedeihen. „Wir wollen Dächer für den Anbau von Gemüse nutzen“, sagt Volkmar Keuter, der verantwortliche Leiter am Oberhausener Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheit- und Energietechnik. Die Idee: Nach dem Job erntet der Angestellte noch im Gewächshaus auf dem Bürodach sein Gemüse. Auf einem Viertel der 1200 Millionen Quadratmeter deutschen Büroflachdächer könnten die Pflanzen gedeihen, rechnet Keuter vor. Sie würden in Städten jährlich rund 28 Millionen Tonnen CO2 binden. Das entspreche 80 Prozent der CO2-Emissionen von industriellen Betrieben in Deutschland. Erste Versuche laufen derzeit im Fraunhofer-Testhaus für neue Gebäudesysteme in Duisburg.

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Superunkräuter und Powerwanzen

Gentechnisch veränderte Pflanzen schaden Bauern mehr als sie nutzen. Das ist das Fazit einer Studie von 20 führenden Umwelt- und Verbraucherschutzvereinigungen aus aller Welt, die auch Regierungen beraten. Dabei waren die Verheißungen groß: schmackhaftere Erdbeeren, weniger Unkrautvernichtungsmittel und höhere Erträge für Raps, Mais, Soja und Baumwolle. Sogar Welthunger, Klima- wandel und Bodenerosion sollten die Pflanzen zurückdrängen, deren Erbgut Biologen im Labor gezielt verändert haben. „Doch keines der Versprechen, das die Hersteller vor 20 Jahren zur Einführung der vermeintlichen Wunderpflanzen gaben, haben sie erfüllt“, heißt es in der Studie.

Stattdessen leiden Bauern unter negativen Auswirkungen: In Brasilien und Argentinien setzen sie auf ihren Feldern heute doppelt so viel Unkrautvernichtungsmittel ein wie auf konventionellen Feldern; auf Indiens Baumwollfeldern ist der Einsatz von Pestiziden sogar um das 13-Fache gestiegen. In China hat sich durch den Anbau von gentechnisch veränderter Baumwolle eine an sich harmlose Population von Wanzen verzwölffacht und bedroht jetzt die Pflanzen. In den USA, wo die meisten genmanipulierten Pflanzen wachsen, fördert ihr Anbau die Ausbreitung von Superun-kräutern, die Unkrautvernichtungsmitteln widerstehen.

Die drei großen Saatgutunternehmen Monsanto, Dupont und Syngenta kontrollieren heute mehr als zwei Drittel der weltweiten Saatgutverkäufe. Monsanto hat zudem 95 Prozent des indischen Saatgutmarktes für Baumwolle im Griff. Die Folge: Die Preise steigen stetig.

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Erneuerbare Energien

11 Milliarden Euro haben die Deutschen beim Import von Brennstoffen wie Öl und Gas durch erneuerbare Energien 2011 eingespart. Ihr Anteil an der Stromversorgung lag im Jahr 2011 bei rund 20 Prozent. Das ergab eine Studie des Bundesverbandes Erneuerbare Energie.

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Platz 10: MabThera

Der Wirkstoff nennt sich Rituximab. Das Medikament wird für die Behandlung von Lymphomen eingesetzt. In der EU vertreibt Roche es unter dem Handelsnamen MabThera, in den USA heißt es Rituxan. 2013 brachte es rund 6,26 Milliarden Dollar ein. Das waren 5,7 Prozent mehr als im Vorjahr.

Bild: Roche Pharma AG

Datenquelle: IMS Health

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Platz 9: Cymbalta

Der Wirkstoff dieses Medikaments heißt Duloxetin. Dabei handelt es sich um ein Mittel, das bei Depressionen und Angststörungen eingesetzt wird. Vermarktet wird es von Eli Lilly; der Firma spülte es im Jahr 2013 6,46 Milliarden Dollar in die Kassen - eine Steigerung um 13,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Bild: Lilly Deutschland GmbH

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Platz 8: Remicade

Remicade ist der Handelsname von Infliximab. Dabei handelt es sich um einen Antikörper, der das Immunsystem vielfach beeinflusst. Eingesetzt wird das Medikament vor allem gegen Rheuma-Erkrankungen. In Deutschland wird es von MSD vertrieben. 2013 erzielte es einen Umsatz von rund 7,68 Milliarden Dollar - 7,8 Prozent mehr als im Vorjahr.

Bild: MSD Sharp & Dohme GmbH

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Platz 7: Abilify

Otsuka Pharmaceuticals vertreibt das Arzneimittel Aripiprazol unter dem Namen Abilify. Es wird zur Behandlung von Schizophrenie eingesetzt. Mit 7,83 Milliarden Dollar in 2013 landet es auf Rang sieben. Das entspricht einem um 14,6 Prozent höherer Umsatz als noch im Vorjahr.

Foto: "Abilify bottle" by Eric Gingras, via Wikipedia

Foto: Creative Commons

Platz 6: Nexium

Das Magenmittel von AstraZeneca mit dem Wirkstoff Esomeprazol liegt im Mittelfeld bei den Top-Ten-Präparaten. Der Umsatz 2013 lag bei 7,86 Milliarden Dollar - ein Plus von 7,0 Prozent.

Bild: AstraZeneca

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Platz 5: Lantus

Lantus wird von Sanofi-Aventis hergestellt. Es enthält "Insulin glargin" und wird zur Behandlung von Diabetes eingesetzt. Mit einem Zuwachs von 23,3 Prozent legte es die stärkste Steigerung innerhalb der Top Ten hin. Umsatz 2013: 7,94 Milliarden Dollar.

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Platz 4: Enbrel

7,95 Milliarden Dollar Umsatz (plus 8,7 Prozent) machte dieses Medikament von Pfizer. Der Wirkstoff Etanercept wird zur Behandlung von Rheuma und der entzündlichen Hautkrankheit Psoriasis eingesetzt.

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Platz 3: Crestor
Als Cholesterinsenker aus der Gruppe der Statine machte AstraZenecas Medikament Crestor im Jahr 2013 einen Umsatz von 8,15 Milliarden Dollar. Das entspricht einem Plus von 1,5 Prozent. Der Wirkstoff heißt Rosuvastatin.

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Platz 2: Seretide

GlaxoSmithKline machte mit der Arznei Salmeterol unter dem Namen Seretide 2013 9,21 Milliarden Dollar Umsatz - ein Zuwachs von 4,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Es erweitert die Bronchien und wird zur Behandlung von Asthma eingesetzt.

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Platz 1: Humira

Der Wirkstoff Adalimumab wird von AbbVie als "Humira" vertrieben. Dabei handelt es sich um einen sogenannten TNF-Blocker, der etwa zur Behandlung von rheumatoider Arthritis oder Morbus Crohn eingesetzt wird. Es gilt als eines der teuersten Medikamente in Deutschland. 2013 brachte es weltweit 9,85 Milliarden Dollar ein. Das entspricht einem Plus von 18,5 Prozent.

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Dass Kühlschränke dereinst selbst Milch bestellen, erzählen Zukunftsforscher schon so lange, dass die intelligente Kühlbox mittlerweile mehr als Beispiel für unerfüllte Weissagungen der Futurologen herhalten muss. Sehr zu Unrecht allerdings. Nicht nur, weil vernetzte Kühlschränke längst zu kaufen sind.

Weitgehend unbemerkt hat die Vernetzung mehr Lebensbereiche erfasst, als vielen bewusst ist: Mobilfunkmodule in Serienautos sorgen dafür, dass der Wagen selbsttätig Polizei und Rettungsdienste alarmiert, wenn der Fahrer nach dem Crash ohnmächtig ist. Smarte Steckdosen melden via Internet, wenn sich im Wohnzimmer etwas regt, obwohl der Wohnungsinhaber auf der Arbeit ist. Die Heizung regelt sich autonom, weil der Brenner die Wettervorhersage aus dem Netz abfragt. Und digitale Kameras und Sensoren – in Dragees verpackt – diagnostizieren beim Weg durch den Körper Erkrankungen.

All das ist erst der Anfang eines noch weit radikaleren Wandels, für den Zukunftsforscher wie Dave Evans, Chef-Futurologe beim Netzwerkgiganten Cisco, den Begriff "Internet of Everything" geprägt haben – das Internet aller Dinge. Genau das entsteht jetzt. Noch sind mehr als 99 Prozent aller Alltagsgegenstände nicht mit dem Internet verbunden. Doch glaubt man den Prognosen von Forschern, werden bereits 2020 rund 37 Milliarden digitale Geräte, Sensoren und Motoren online sein.

Und nicht nur das. Sie werden zum allergrößten Teil nicht mit uns Menschen kommunizieren, sondern untereinander. Der Trend, der die digitale Welt elektrisiert, heißt Machine-to-Machine-Communication – kurz M2M.

Was der Technik zum Durchbruch verhilft, ist, dass schnelle Mobilfunkmodule heute nur noch ein paar Euro kosten und in drei bis fünf Jahren für bessere Cent-Beträge verschleudert werden. Dazu kommt, dass eine der wichtigsten Grundlagen für den Siegeszug der kommunikativen Maschinen derzeit geschaffen wird: Das Internet Protokoll Version 6 – im Online-Jargon IPv6 genannt – wird mehr als ein Jahrzehnt nach seiner Verabschiedung nun tatsächlich von den Netzbetreibern eingeführt.

Es definiert so etwas wie das Hausnummernsystem im Internet und erweitert die Zahl vernetzbarer Systeme – von Smartphones über Steckdosen und Autos bis zu Gewächshauspflanzen, die die Beregnung steuern – von bisher rund 4,3 Milliarden auf unvorstellbare 340 Sextillionen Adressen. IPv6 mache es möglich, jedem Bakterium auf der Erde eigene Internet-Adressen zuzuweisen, so die Entwickler.

So weit wird es nicht kommen. Andere Szenarien aber werden dank der neuen Technik nicht nur denkbar, sondern spätestens in einem Jahrzehnt Realität sein: "Wenn Alltagsgegenstände miteinander reden, verrät der Wecker dem Navigationssystem im Auto, dass sein Besitzer verschlafen hat, damit der Wagen heute nicht die sparsame, sondern die schnelle Route wählt", skizziert Cisco-Vordenker Evans.

Sensoren in Turbinenschaufeln werten den Verschleiß von Flugzeugtriebwerken automatisch aus und melden die Maschinen autonom zur Wartung an, ohne dass noch ein Techniker einen Kontrollblick auf die Motoren werfen müsste. Und der Einkaufswagen im Supermarkt schlägt eine Beilage fürs Abendessen vor, passend zu den Zutaten, die daheim im – dann natürlich vernetzten – Kühlschrank liegen.

Medikamente, Impfstoffe und Co.

Was das Pflaster der Zukunft alles kann

von Susanne Kutter

Nur mal angenommen, die Fahrt von München nach Hamburg dauerte nur noch knapp vier Minuten – statt sieben Stunden. Wer sich den Leistungsschub der Mobilfunk-Datenübertragung im vergangenen Jahrzehnt vorstellen will, der braucht solche Vergleiche.

In den Labors der Mobilfunkausrüster feilen Entwickler längst an den Übertragungstechniken für die nächste Dekade, die ähnliche Temposprünge ermöglichen. Die kommende, fünfte Netze-Generation wird Datenraten bis zu einem Gigabit pro Sekunde liefern – und Festnetz und Mobilfunktechniken verschmelzen.

Das wird nicht nur 100 Mal schneller sein, als die heutigen Netze von Telekom, Vodafone & Co. Es entstehen auch ganz neue Nutzerszenarien: Statt etwa noch via Satellit oder Kabel lineares Fernsehen zu sehen, werden Menschen ihr individuelles TV-Programm in HD-Auflösung (auf Wunsch in 3-D) über Breitbandfunk aus dem Netz laden.

Und an die Stelle klassischer Navigationssysteme in Autos, bei denen die Straßenverläufe bloß als einfache Kartengrafiken im Gerät gespeichert sind, tritt Echtzeitnavigation aus dem Web. Dort weisen realitätsnahe 3-D-Bilder von Straßen und Kreuzungen den Weg, die via Mobilfunk nach Bedarf und fortlaufend aktualisiert ins Auto übertragen werden.

Eines aber ändert auch der Breitband-Turbo nicht: Die Autofahrt München-Hamburg klappt selbst mit High Tech kaum schneller als in sieben Stunden.

Gelegentlich lassen Computer selbst Genies alt aussehen. Das ist klar seit der IBM-Computer Deep Blue 1997 erstmals Weltmeister Garri Kasparow im Schach besiegt hat. Nun aber schicken sich Maschinenhirne an, nicht nur programmierte Befehle schneller abzuarbeiten, als Menschen denken können. Sie bringen sich das nötige Wissen selbst bei. Diese lernenden Systeme sind einer der wichtigsten Softwaretrends der nächsten Dekade.

Was schon möglich ist, hat der IT-Riese IBM vergangenes Jahr demonstriert: Beim US-Fernsehquiz Jeopardy besiegte der Supercomputer Watson die beiden besten menschlichen Kandidaten, indem er zu vorgegebenen Antworten die passenden Fragen erriet. Denn Watson hatte sich sein Wissen durch die Analyse von 200 Millionen Seiten digitaler Dokumente und unstrukturierten Texts selbst erarbeitet.

Nun erobert das Konzept die Geschäftswelt: Die US-Großbank Citigroup kündigte an, mit Watson-Technologie Konjunktur-, Finanz- sowie Nutzerdaten für digitale Bankangebote zusammenzuführen. Auch der Schweizer Stromnetzbetreiber Swissgrid setzt auf selbstlernende Software. Das vom Siemens-Ableger Corporate Technology entwickelte System wertet immense Datenbestände aus und sagt nun die Leistung erneuerbarer Energiequellen 72 Stunden vorab zu 90 Prozent richtig voraus.

Auch PC-Nutzer dürften bald vom Trend profitieren. Wissenschaftler der Uni Göttingen etwa haben eine Schutzsoftware entworfen, die Computerviren und Hacker-Attacken maschinell auswertet. Aus den Angriffsmustern leitet das Programm nicht nur Strategien zur Absicherung ab. Es kann auch anhand selbstentwickelter Kriterien künftige Cyberangriffe abwehren.

Fragt man Martin Wegner, wie der Brief oder das Paket der Zukunft aussieht, schwärmt er von Druckern. Genauer gesagt von Maschinen, die dreidimensionale Objekte wie Schuhe, Möbel oder Ersatzteile aus Materialien wie Kunststoff bauen. Verschickt werden die Bestellungen in Zukunft nicht als Paket, sondern als Datei. Wegner ist als Leiter der Abteilung Forschung und Entwicklung so etwas wie die hauptamtliche Kristallkugel der Deutschen Post. Mit seinem Team macht er sich Gedanken, wie Logistik und Versand künftig aussehen werden.

Im Jahr 2025 wahrscheinlich so: Es gibt Verpackungen für Pakete, die sich der Ware anpassen und über sogenannte RFID-Chips mit Computern kommunizieren. "So könnten wir jederzeit bei Transporten von Lebensmitteln oder Medikamenten die Temperatur oder Feuchtigkeit erfassen und eingreifen", sagt Wegner.

Nebenbei könnte die Deutsche Post auch Warenströme in Wohn- und Arbeitshochhäusern der weltweiten Megacitys managen. In den Riesenkomplexen müssten Zusteller dann täglich Tonnen von Ware an Tausende Kunden liefern. "Vertikale Logistik", nennen Post-Experten die Arbeit im Ameisenhaufen. Bis 2050 leben laut UN sechs Milliarden Menschen in Städten.

Am meisten aber begeistern Wegner die 3-D-Drucker und digitalen Lagerhallen der Zukunft. "Sie werden unsere Welt und die Logistik verändern", sagt er. Statt zum Beispiel einen Lampenschirm per Paket von München nach Hamburg zu verschicken, geht eine Mail samt einer Datei mit dem Bauplan durchs Netz. Den Schirm sprüht ein Drucker mit Kunststoff in der Hamburger Postfiliale dann nach. Dort holt ihn der Kunde ab.

Was wie Science-Fiction klingt, ist schon in Ansätzen möglich: So entsteht Zahnersatz im 3-D-Drucker, und Architekten drucken damit Bau-Modelle. "Auch das ganz normale Paket wird es 2025 noch geben", sagt Wegner. Komplexere Produkte aus verschiedenen Bauteilen und Materialien sind auch künftig nicht druckbar. Der neue Laptop kommt dann noch per Post.

Auf den ersten Blick erinnert das Einfamilienhaus am Hafen von Tokyo an die Architektursprache des Bauhauses. Doch die Designanleihe im vorigen Jahrhundert täuscht: Das Musterhaus, das der japanische Technologiekonzern Panasonic errichtet hat, ist so etwas wie die Blaupause fürs umweltverträgliche Wohnen der Zukunft. Der 140-Quadratmeter-Bau vereint – von der Solaranlage auf dem Dach über den Batteriepuffer im Haus bis zur Brennstoffzelle im Garten – jede Menge High Tech. "Wir wollen den CO2-Ausstoß des Hauses ohne Komforteinbußen auf nahe null senken", sagt Panasonic-Europa-Chef Laurent Abadie. Zwei Drittel des Sparprojekts sind schon geschafft.

Vernetzt, intelligent, energieautark – so sollen Häuser künftig sein. Für dieses Ziel lassen sich Unternehmen und Forscher weltweit einiges einfallen. Zu den anspruchsvollsten Vorhaben gehört die Integration druckbarer Solarzellen aus Farbstoffen in Fenster und Fassaden, wo sie Strom produzieren. Das Dresdner Solar-Startup Heliatek und der US-Glashersteller Pilkington wollen solche Plastikzellen schon bald im großen Stil anbieten.

Wissenschaftler der Uni Bayreuth wiederum treiben ein EU-Projekt voran, das Mehrfachverglasungen ersetzen soll. Eine Einfachscheibe aus Kunststoff-Glas-Verbundmaterial soll ebenso gut isolieren. Zugleich soll sie einfallendes Sonnenlicht im Winter völlig absorbieren und so Räume wärmen. Im Sommer dagegen reflektiert sie das Licht und hält die Hitze draußen.

Die Innovationen enden nicht bei der Gebäudehülle. Der US-Glasspezialist Corning integriert Displays in Spiegel und Küchen-Arbeitsplatten. Die Bewohner können darüber ins Internet gehen oder die Rollos steuern. Haustechnikhersteller wie Bosch, Siemens und Miele arbeiten an Softwareprogrammen, die es ermöglichen, via Smartphone zu prüfen, ob der Herd ausgeschaltet ist, oder sich Live-Bilder vom Kühlschrankinhalt anzeigen zu lassen.

Dem US-Architekten Mitchell Joachim ist das alles nicht radikal genug. Seine Idee: ein Haus aus Bäumen und Pflanzen, die zu einem Gebäude verwachsen. Die Innenwände will er mit Lehm und Stroh verputzen. Es wäre das erste wahre Ökohaus.

Bisher gleicht die Arbeit von Krebsärzten oft einem Sisyphos-Job: Ganz gleich, ob sie Tumore aus dem Körper schneiden oder ihnen mit Strahlen und Medikamenten zu Leibe rücken – die tödlichen Wucherungen wachsen meist nach oder sprießen an neuen Stellen im Körper.

Den Grund dafür haben Forscher wie Andreas Trumpp vom Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg vor wenigen Jahren entdeckt: es sind sogenannte Krebsstammzellen. Sie überdauern – zum Teil gut geschützt in eigenen Höhlensystemen – alle medizinischen Attacken in einer Art biologischem Tiefschlaf. Sobald die Krebsmedikamente abgesetzt und die Strahlentherapien beendet sind, erwachen sie und lassen neue Tumore wachsen.

Unternehmen wie Trumpps Gründung Hi-Stem und mehrere Pharmakonzerne forschen deshalb nach Medikamenten, die Krebsstammzellen ausmerzen – oder wenigstens in Schach halten können.

So leitet Michael Wolf beim Darmstädter Pharmaunternehmen Merck ein zwölfköpfiges Forscherteam, das solche Therapien entwickelt. Er schätzt: "Im Jahr 2025 werden Medikamente gegen Krebsstammzellen zumindest eine von mehreren Behandlungsoptionen darstellen." Einige Wirkstoffkandidaten, die das körpereigene Abwehrsystem auf Krebsstammzellen hetzt, hat seine Gruppe schon gefunden. Zumindest bei Mäusen verhinderten die Substanzen, dass Tumore sich neu bildeten.

Noch weiter in der Entwicklung ist der Pharmakonzern Bayer. Das Unternehmen testet mit dem US-Konzern Oncomed Pharmaceuticals eine andere Wirkstoffgruppe gegen Krebsstammzellen an Menschen. Bertolt Kreft, Immuntherapie-Chef der in Berlin ansässigen Bayer-Onkologie-Forschung, ist überzeugt, dass dieser Weg, wenn er beim Menschen ebenfalls funktioniert, ganz neue Chancen für die Krebsheilung bietet: "Wir könnten die Krankheit endlich bei der Wurzel packen."

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