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Design und KlangDie Schönheit der Hi-Fi-Geräte

Design in der Hi-Fi-Branche: Elegant geschwungene Lautsprecher, Verstärker mit Chromfronten und futuristische Netzwerk-Player sollen Sehnsüchte wecken und Käufer locken. Was hinter dem Trend steckt.Mehmet Toprak 20.02.2016 - 15:00 Uhr
Foto: Pressebild, Montage

Ein Mann und eine Frau betreten ein Hi-Fi-Geschäft. Sie wollen Lautsprecher kaufen. Er hat den Testbericht einer Fachzeitschrift in der Hand und mustert das Anschlussterminal eines mannshohen Lautsprechers. Ihr missfällt die Riesenkiste, sie findet eher Gefallen an einem weiß lackierten Lautsprecher mit Aluminium-Fuß und geschwungenen Seitenteilen. Am Ende kauft das Paar den Design-Lautsprecher.

Zugegeben, die Szene klingt nach muffigen Rollenklischees. Sie scheint aber der Realität beim Kauf von Hi-Fi-Gerätschaften nahe zu kommen. Das glaubt etwa Frank Hagemann, Geschäftsführer des renommierten Lautsprecherherstellers Dali. Er sagt: "Heute müssen gute Lautsprecher auch gut aussehen, denn obwohl der Mann den Lautsprecher will, fällt die Frau im Haus die letzte Entscheidung."

Das Phänomen wird von männlichen Hi-Fi-Liebhabern schmunzelnd als WAF bezeichnet. Das steht für "Woman Acceptance Faktor". Für die Produktmanager bei den Herstellern der Unterhaltungselektronik stehen deshalb gutes Aussehen und Wohnzimmer-Tauglichkeit im Pflichtenheft.

Bowers & Wilkins Zeppelin Wireless

Der Aktivlautsprecher B&W Zeppelin ist seit dem Marktstart vor acht Jahren fast eine Ikone des Hi-Fi-Designs geworden. Seinen Erfolg hat der Zeppelin aber nicht nur seinem Design, sondern vor allem der Tatsache zu verdanken, dass er als elegante Dockingstation Apples iPod oder iPhone dient.

Heute ist die vierte Generation des Geräts auf dem Markt. Der neue Zeppelin ist als "systemoffener Streaming-Lautsprecher konzipiert, der mit vielen unterschiedlichen Musikstandards und Zuspielern versteht. Er beherrscht auch drahtloses  Musikstreaming über Bluetooth, den Musikdienst Spotify oder Apples AirPlay.

Auch für den Klang haben die Entwickler etwas getan. Laut Hersteller wurde die Vorderfront des Geräts mit Glasfaser verstärkt, um bei höheren Lautstärken unschöne Gehäusevibrationen zu unterbinden. Der Zeppelin Wireless kostet 699 Euro.

Foto: PR

Dali Fazon F5

Die Fazon F5 des dänischen Lautsprecherspezialisten Dali gehört zu den Schallwandlern, bei denen anspruchsvolles Design sich mit durchdachter Konstruktion verbindet. Das Gehäuse ist aus Aluminium, das soll die vor allem im Bassbereich und bei höheren Lautstärken nötige Steifheit garantieren. Die Kabel lassen sich über den Fuß in die Anschlussterminals legen, und bleiben so weitgehend unsichtbar. Die F5 ist in Schwarz, Rot und Weiß, jeweils hochglänzend erhältlich. Der Stückpreis liegt bei 1.500 Euro.

Foto: PR

Dali Epicon 6

Die Epicon 6 ist das Flaggschiff aus Dalis Epicon-Serie. Die Standbox ist in Schwarz, Weiß, Walnuss oder Ruby Makassar erhältlich. Das hochglänzende Gehäusefinish und das relativ schmale geschwungene Gehäuseform lassen vergessen, dass es sich hier um einen Highend-Lautsprecher für audiophile Musikliebhaber handelt - die allerdings 9.000 Euro pro Paar in der Brieftasche haben sollten. Wen der Preis nicht schreckt, sollte sich die Epicon 8 ansehen, die ist genauso schön und klingt nach Meinung der Fachpresse noch besser – für 14.000 Euro.

Foto: PR

Bang & Olufsen Beolab 90

Das 1925 gegründete dänische Unternehmen Bang & Olufsen ist nicht unbedingt ein Liebling der Musikliebhaber. Viele argwöhnen, bei Bang & Olufsen sei das Design wichtiger als der Klang. Zu Unrecht, wie der Hersteller meint.

Der Beolab 90 ist das Spitzenmodell der Dänen und vereint avantgardistisches Design mit Hightech. Der Aktivlautsprecher arbeitet mit einer Technologie namens Active Room Compensation, die Einflüsse des Raums und der Möbel kompensieren soll. Außerdem kann man die Schallabstrahlung via Fernbedienung auf eine bestimmte Hörposition ausrichten und das Abstrahlverhalten an unterschiedliche Hörsituationen anpassen. Bewerkstelligt wird das über zwei DSP (DSP, digitaler Signalprozessor). Im Inneren des Beolab 90 arbeiten insgesamt 18 Lautsprechereinheiten und ebenso viele Verstärkermodule. Der Preis liegt bei 35.000 Euro pro Stück.

Foto: PR

Bang & Olufsen Beolab 5

Der Beolab 5 sieht filigran aus, aber mit einer Verstärkerleistung von 2500 Watt hat er ausreichend Reserven, um auch die Dynamik eines Symphonie-Orchesters wiederzugeben. Das Abstrahlverhalten wird dabei abhängig von den Reflexionen im Raum geregelt. Außerdem lässt sich Beolab 5 in ein Multiroom-System integrieren. Das avantgardistisch designte System ist in verschiedenen Farben erhältlich.

Foto: PR

Bang & Olufsen Beolab 14

Beolab 14 ist als Surround-Anlage (5.1) für den AV-Receiver oder Fernseher gedacht und in verschiedenen Farben erhältlich. Das extravagante Design ist für die üblichen Action-Blockbuster mit Surround-Sound eigentlich viel zu schade. Die kleinen Satelliten sind jeweils mit einem 140-Watt-Verstärker ausgestattet, der Subwoofer arbeitet mit einem 280-Watt-Verstärker.

Foto: PR

Heco Direkt

Viele Lautsprecherhersteller setzen auf besonders schlanke Gehäuse. Die schmale Gehäusefront verhindert Reflexionen und wirkt im Wohnzimmer nicht so wuchtig. Die Heco Direkt geht den umgekehrten Weg. Der Zweiwege-Lautsprecher des deutschen Traditionsherstellers protzt mit einer extra-breiten Gehäusefront im Stile alter Boxen-Klassiker. Der Paarpreis liegt bei 3.000 Euro

Foto: PR

Tannoy Westminster Royal Gold

Die Lautsprecher von Tannoy würden auch gut in die Kulissen der TV-Serie "Downton Abbey" passen. Im altmodischen Gehäuse steckt allerdings moderne Audiotechnik. Die Kingdom Royal ist das Flaggschiff von Tannoy. Die Box arbeitet wie alle Spitzenmodelle des britischen Traditionsherstellers mit dem "Dual Concentric"-Lautsprecher. Der ist als Punktschallquelle konstruiert, da Hoch- und Tieftöner in einem Chassis integriert sind. Das soll eine besonders präzise Abbildungsqualität ermöglichent. Die Westminster kostet etwa 38.000 Euro.

Foto: PR

Tannoy Canterbury

Der britische Audiospezialist Tannoy gibt seinen Lautsprechern gern klangvolle Namen wie Westminster Royal, Kensington oder Turnberry. Hinter der altmodischen Aufmachung steckt aktuelle und hochwertige Audiotechnik. Die Tannoys sind bei Highend-Fans begehrt, technisches Highlight ist der "Dual Concentric"-Lautsprecher. Dabei ist der Hochtöner im Tieftöner integriert. Das System wirkt so als Punktschallquelle, was eine besonders präzise Abbildungsqualität ermöglicht. Die hier abgebildete Canterbury kostet etwa 22.000 Euro.

Foto: PR

Ruark Audio R7

Hinter dem altmodischen Nussbaum-Furnier des R7 steckt eine Menge aktueller Home-Entertainment-Technik. Herzstück des Hi-Fi-Musikschranks ist ein Tuner, der neben UKW auch DAB und DAB+ sowie Webradio empfängt. Der CD-Player gibt auch MP3 wieder. Über die Schnittstellen Bluetooth sowie DLNA-Wifi kann man auch drahtlos Musik auf das Gerät streamen. Die langen Füße kann man gegen Gummifüße austauschen und den R7 dann ins Regal oder auf eine Kommode stellen. Die Fernbedienung arbeitet mit Funk und ist deshalb nicht auf Sichtkontakt mit dem Gerät angewiesen. Über eine USB-Buchse auf der Rückseite kann man beispielsweise ein Smartphone aufladen. Der Audio R7 kostet 2.900 Euro. Ruark Audio ist ein britisches Unternehmen mit Sitz in Essex.

Foto: PR

Technics Premium Class C700

Schöne Musikanlagen müssen nicht immer auf Retrocharme gestylt oder extravagant futuristisch daherkommen. Die Technics Premium Class C700 gefällt durch ihre elegante Nüchternheit ohne Schnörkel. Nur die Pegelanzeige im Verstärker und die Kippschalter bieten Retro-Anklänge. Die Anlage besteht aus Vollverstärker, CD-Player, Netzwerk-Audioplayer (mit integriertem Radio) und Lautsprechern. Der Preis für das komplette Set liegt bei 4.400 Euro.

Foto: PR

Burmester CD-Player 069

Die Geräte von Burmester gehören zu denen, die jeder Highend-Fan auf Anhieb erkennt. Im Laufe der Jahrzehnte sind die massiven Metallgehäuse und verchromten Fronten zum Markenzeichen des Nobelherstellers aus Berlin geworden. Auch teure Automarken wie Porsche, Mercedes oder Bugatti bauen Burmester-Audiotechnik in ihre Autos ein. Das Foto zeigt den CD-Player 069. Das CD-Laufwerk wird wie ein klassischer Plattenspieler von einem Riemen getrieben. Das Gerät auf der rechten Seite ist das Netzteil. Die Elektronik ist in massiven Metallblöcken untergebracht, um Vibrationen und Resonanzen jeder Art auszuschalten. Dementsprechend bringen CD-Laufwerk und Netzteil jeweils 25 Kilo auf die Waage. Der Preis beträgt 41.460 Euro.

Foto: PR

NAD D3020

Der D3020 zeigt schon durch seine Form, dass er mit klassischem Hi-Fi nicht viel zu tun hat. Er ist ganz auf die digitale Welt eingestellt und dient als Verstärker für eine Vielzahl von Quellen, darunter Blu-ray-Player, TV-Gerät oder auch Spielekonsole. Natürlich lässt sich auch ein gewöhnlicher CD-Spieler anschließen.

Foto: PR

Luxman L-590-AXII

Wer sich nicht für Hi-Fi interessiert, wird den L-590AX vielleicht nicht gerade für eine klassische Schönheit halten. Doch echte Hi-Fi Fans halten nicht nur große Stücke auf die Marke Luxman, sondern finden den L-590AX auch wunderschön. Ähnlich wie bei Accuphase hat sich die äußere Gestaltung der Luxmann-Geräte in den letzten Jahrzehnten kaum geändert. Luxman ist ein japanisches Unternehmen. Es wurde 1925 gegründet. Der L-590AX kostet circa 9.000 Euro.

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Nagra CDC

Die Schweizer Marke Nagra ist vor allem Tonbandfreunden ein Begriff. Die kleinen Nagra-Tonbänder gehören mit Hasselblad und Omega zum exklusiven Club der Geräte, die mit den Apollo-Missionen auf dem Mond waren.

Der CD-Spieler CDC sieht eher nach Messgerät oder Kontroll-Armatur aus als nach Musikspieler. Das Design demonstriert, was alle Nagras auszeichnet, nämlich ein massive Metallgehäuse und ultrapäzise Verarbeitung. Das tut offensichtlich auch dem Klang gut, in der Fachpresse werden die Geräte regelmäßig mit Lobeshymnen überhäuft. Für Highend-Fans ist der Nagra-CDC jedenfalls ein Traumgerät. Angesichts des Preises von deutlich mehr als 13.000 Euro dürfte es meistens beim Traum bleiben.

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Scheu Classic Line

Der Classic Line kommt vom Berliner Audiospezialisten Scheu Analog und gilt als Einstiegsmodell für anspruchsvolle Musikliebhaber. Der Motor des Riemenläufers ist außerhalb der Zarge platziert, um Vibrationen zu mindern. Der Plattenspieler ist in verschiedenen Varianten erhältlich, darunter auch mit einer Zarge, die Holz und Schiefer kombiniert. Die Preise beginnen je nach Ausführung bei etwa 1.250 Euro.

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Aura Note 2

Das Design des Aura Note stammt vom britischen Designer Kenneth Grange. Das schmucke Gerät ist eine Kompaktanlage mit Verstärker, Tuner und CD-Spieler. Letzterer ist als Toplader konzipiert. Statt der üblichen CD-Schublade muss man einen Glasdeckel heben, die CD einlegen und mit einem Magnetpuck stabilisieren. Weitere Geräte lassen sich über die AUX-Eingänge anschließen.

Das Aura Note beherrscht auch hochauflösende Musik bis zu 24 Bit/192 KHz und ist für digitale Zuspieler wie iPod oder USB-Sticks gerüstet. Über die drahtlose Bluetooth-Schnittstelle kann man Musik vom Smartphone oder Tablet streamen. Das Gerät kostet etwa 2.800 Euro.

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Thorens TD 295 MK4

Bei Plattenspielern braucht es nicht viel Design, um sie schön aussehen zu lassen. Die Zarge des Thorens TD 295 MK4 ist aus hochglänzendem Mahagoni. Wie es sich für einen klassischen Vinyl-Dreher gehört, wird der Plattenteller über einen Riemen angetrieben. Den Thorens gibt es auch in Silber oder Schwarz. Der Preis hängt vom verwendeten Tonabnehmer ab, in der Basisversion kostet der Plattenspieler etwa 680 Euro.

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Sony PS-HX500

Auch Sony will beim Vinyl-Boom mitmischen. Der PS-HX500 bietet einen integrierten DSD-Wandler und eine USB-Buchse. So kann der Nutzer die Musik beim Abspielen auf den PC übertragen und dort digitalisieren lassen, eine entsprechende Software gibt es als Download. Der Plattenspieler unterstützt sogar High-Resolution-Audio-Qualität. Ob der Plattenspieler mit dem serienmäßig eingebauten Magnetsystem tatsächlich die Klangqualität liefert, die man von High-Res-Musik erwartet, ist allerdings fraglich. Denn schließlich besteht audiophile Klangqualität nicht nur aus hoher Auflösung. Vom Design her dürfte der PS-HX500 jedenfalls anerkennende Blicke auf sich ziehen. Ein Phono-Vorverstärker zum Anschluss an die Stereoanlage ist ebenfalls vorhanden und auch die Abdeckhaube ist im Lieferumfang. Der PS-HX500 ist ab Mai 2016 erhältlich und kostet 499 Euro. 

Foto: PR

Pioneer A-50DA

Pioneers neuer Stereo-Vollverstärker besticht nicht durch futuristische Formgebung. So oder so ähnlich haben Hi-Fi-Komponenten auch schon vor 30 Jahren ausgesehen. Doch Hi-Fi-Fans, die alles schön finden, was Knöpfe und Regler hat, gefällt das klare, nüchterne Design der Aluminiumfront mit den dezenten Retro-Anklängen. Technisch gesehen ist der Pioneer mit USB-Anschluss und integriertem D/A-Wandler auf der Höhe der Zeit, der Klang dürfte im Zusammenspiel mit passenden Boxen auch feinsinnige Ohren zufriedenstellen. In Silber oder Schwarz erhältlich. Der A-50DA kostet 999 Euro.

Foto: PR

Naim CDX 2

Es soll Menschen geben, die allergisch auf das Wort "Design" reagieren. Die wollen keine schönen Geräte bewundern, sondern nur Musik hören und zwar in bester Qualität. Für diese Musikliebhaber ist Naim Audio ein heißer Tipp. Die Verstärker, D/A-Wandler, Tuner oder Netzwerk-Player des britischen Herstellers sehen sich alle zum Verwechseln ähnlich und bieten alle exzellente Klangqualität. Das Foto zeigt den CD-Player CDX 2. Die CD-Lade wird von Hand herausgeklappt, die CD mit einem Puck stabilisiert. In Sachen Klangqualität spielt der etwa 4.5000 Euro teure CDX 2 in der Spitzenklasse. Noch besser wird er, wenn man ihn mit dem externen Netzteil verbindet. Das sieht genauso aus wie der CD-Player und gibt dem Klang den Extra-Kick. Das Netzteil gibt es für knapp 5.500 Euro. Die Naim-Geräte gewinnen keinen Design-Preis, haben aber wegen der durchdachten Konstruktion und der hervorragenden Klangqualität eine treue Fangemeinde.

Foto: PR

WE Audiosystems PE 4040

Im Rahmen des Vinyl-Booms feiert auch der legendäre Plattenspieler Perpetuum Ebner sein Comeback. Der 15 Kilo schwere PE 4040 besticht auch optisch durch das zweigeteilte Chassis. Der knapp 4.000 Euro teure Dreher gefällt nicht nur Design-Fans, die Fachpresse ist auch vom Klang sehr angetan.

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Piega Classic 5.0

Eine gefühlte Ewigkeit lang dominierten Boxen mit Klavierlack-Finish die Wohnzimmer. Jetzt sind die holzfurnierten Lautsprecher wieder zurück. Die hier abgebildete Standlautsprecher Classic 5.0 des Schweizer Herstellers Piega in der Ausführung Makassar ist auch in Pianolack Weiß oder Pianolack Schwarz erhältlich. Ganz tot zu kriegen ist der Klavierlack eben doch nicht. Der Preis liegt bei 2.000 Euro pro Stück.

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Accuphase E600

Bei Highend-Fans gehört Accuphase seit Jahrzehnten zu den Traummarken. Das japanische Unternehmen wurde 1972 gegründet, das Design mit der champagnerfarbenen Gehäusefront ist seit den 70er Jahren fast unverändert geblieben. Der hier abgebildete Vollverstärker E600 kam 2014 in den Handel. Er bietet neben üppiger Ausstattung und extrem sauberem Klang auch hervorragende Verarbeitung. Der Preis liegt bei circa 9.500 Euro.

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Pathos Aurium

Ein Kopfhörerverstärker der Spitzenklasse. Verbindet die bei Highend-Fans so beliebten Röhren mit aktueller Transistortechnik. An den Aurium sind vier Kopfhörer anschließbar. Das edle Design mit dem Aluminiumgehäuse und den keck hervorlugenden Röhren ist ein echter Blickfang. Pathos ist ein italienisches Unternehmen, das sich ganz auf audiophile Hi-Fi-Geräte konzentriert. Die Geräte gibt es auch in Deutschland zu kaufen. Der Aurium kostet etwa 1.200 Euro.

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In-Akustik Referenz NF-1603

Im Highend-Kabel NF-1603 von In-Akustik sollen lackisolierte Drähte sowie eine "mit Luftspalt aufgebrachte, aluminiumbeschichteten Folie" für Abschirmung sorgen und "störende Wirbelströme" verhindern. Die Gewebe-Außenschicht verhilft dem Hightech-Kabel zu seinem edlen optischen Auftritt. Merke: Auch Kabel müssen schön sein.

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Dass WAF kein Hirngespinst technikverliebter Altherren-Runden ist, meint auch Branko Glisovic. Der muss es eigentlich wissen. Glisovic hat "50 Jahre Hi-Fi auf dem Buckel". Er war Hi-Fi-Händler und ist Mitgründer und Geschäftsführer der High End Society, dem Interessenverband für hochwertige Unterhaltungselektronik.

Hersteller wie Burmester haben es geschafft, sich durch eine konsequente Design-Philosophie auch optisch von der Massenware abzuheben. Hi-Fi-Liebhaber erkennen Burmester-Geräte sofort an den verchromten Gehäusefronten und den massiven Metallgehäusen.

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"Den Woman-Acceptance-Faktor, den gibt es definitiv. Im Geschäft entscheidet letztlich die Frau, was gekauft wird. Es geht dabei aber nicht nur um das schöne Aussehen der Geräte. Männer sind sehr stark auf die technischen Daten fixiert. Die Frauen hingegen interessieren sich möglicherweise weniger für die Technik, hören aber genau hin, welche Anlage am besten klingt."

Dass die Hersteller auf das Design ihrer Geräte achten, ist aber nicht allein dem weiblichen Einfluss geschuldet.

Design und Wiedererkennung

Die Produzenten nutzen die Optik ihrer Verstärker, Netzwerk-Player oder Lautsprecher, um sich ein Alleinstellungsmerkmal zu schaffen. Hi-Fi-Fans erkennen die Geräte von Burmester am massiven Metallgehäuse und der verchromten Front. Robert Horbach, Head of Design beim Berliner Highend-Spezialisten sagt: "Unumstrittener Faktor ist, dass das charakteristische Design der Burmester-Komponenten ein deutliches Unterscheidungsmerkmal zu Mitbewerbern bietet."

Nach dem Prinzip Wiedererkennung durch Design arbeiten viele Hersteller. Jeder Hi-Fi-Liebhaber erkennt Marken wie Accuphase, Bowers & Wilkins oder Naim auf Anhieb. Dabei geht es gar nicht um Schönheit allein. Die Geräte von Naim sehen mit ihren mattschwarzen Gehäusen ein bisschen aus wie Kohlebriketts.

Bang & Olufsen Beolab 5

Der Beolab 5 sieht filigran aus, aber mit einer Verstärkerleistung von 2500 Watt hat er ausreichend Reserven, um auch die Dynamik eines Symphonie-Orchesters wiederzugeben. Das Abstrahlverhalten wird dabei abhängig von den Reflexionen im Raum geregelt. Außerdem lässt sich Beolab 5 in ein Multiroom-System integrieren. Das avantgardistisch designte System ist in verschiedenen Farben erhältlich.

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Das dänische Unternehmen Bang & Olufsen hat die optische Extravaganz auf die Spitze getrieben. "Design ist ein Teil unserer DNA und wer ein Produkt kauft, entscheidet sich genau dafür, nämlich unsere DNA", meint Marie Kristine Schmidt, Vice President für Brand, Design and Marketing.

Nicht alle Hi-Fi-Liebhaber sind Fans der Marke, doch dass hier Hightech, guter Klang und extravagante Gestaltung zu einem (sündteuren) Vergnügen verschmelzen, bestreitet niemand. Über Jahrzehnte sind die Geräte von Bang & Olufsen so zu Ikonen der Design-Geschichte geworden.

Angeblich besonders bei Frauen beliebt: Weiße Lautsprecher, die unauffällig mit einer weißen Wand verschmelzen.

Foto: PR

Zu den bekannten Namen beim Thema Industriedesign gehört auch Dieter Rams. Mit seinen betont reduzierten, nüchternen Entwürfen steht er für eine radikale Abkehr von den Stereoanlagen der 60er Jahre, die alle noch aussehen wollten wie Wohnzimmermöbel mit Holzfurnier.

Seine Entwürfe für die Hi-Fi-Komponenten von Braun aus den 60er- und 70er-Jahren sind legendär. "Gutes Design ist so wenig Design wie möglich", lautet eines der Grundprinzipien von Dieter Rams. Rams ist einer der wenigen, bei denen die sonst so inflationär benutzten Begriffe wie "Design-Philosophie" oder "Formensprache" ihre Berechtigung haben.

Tannoy Westminster Royal Gold

Die Lautsprecher von Tannoy würden auch gut in die Kulissen der TV-Serie "Downton Abbey" passen. Im altmodischen Gehäuse steckt allerdings moderne Audiotechnik. Die Kingdom Royal ist das Flaggschiff von Tannoy. Die Box arbeitet wie alle Spitzenmodelle des britischen Traditionsherstellers mit dem "Dual Concentric"-Lautsprecher. Der ist als Punktschallquelle konstruiert, da Hoch- und Tieftöner in einem Chassis integriert sind. Das soll eine besonders präzise Abbildungsqualität ermöglichent. Die Westminster kostet etwa 38.000 Euro.

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Diese Design-Philosophie wirkt bis heute nach. So hat angeblich Apple-Designer Sir Jonathan Ive, sich vom puristischen Design Rams` inspirieren lassen. Auch bei den Komponenten des Herforder Nobelherstellers T+A oder den Verstärkern und Receivern von NAD wirkt das Rams-Design nach.

Extravagant und futuristisch

Doch die puristischen Formen à la Rams sind nicht jedermanns Sache. Viele Hersteller bevorzugen futuristische oder extravagante Formen. Vor allem kleineren Herstellern und Newcomern der Unterhaltungselektronik-Branche bleibt oft gar nichts anders übrig, als mit ausgefallenen Formen auf ihre Produkte aufmerksam zu machen.

Hier haben oftmals auch italienische oder französische Marken die Nase vorn. Zu nennen wäre hier beispielsweise die italienische Highend-Schmiede Pathos aus Vicenza oder der französische Hersteller Devialet aus Paris. Anders ausgedrückt: Das Ding muss nicht nur gut klingen, es muss auch so aussehen, als ob es gut klingt.

Klang und Design

Aber klingen die Designer-Stücke auch wirklich so gut? In der Regel ja, denn fast immer verbauen die Hersteller hochwertige Elektronik und nutzen das Know-how ambitionierter Konstrukteure, um höchste Klangqualität zu erzielen. Dass Spitzenklang und edle Optik in den meisten Fällen Hand in Hand gehen, hat seinen Grund. Die Branche hat gelernt, dass es keine gute Idee ist, billige Elektronik mit edlem Design aufzuhübschen. Solche Tricks können nämlich den Ruf bei Highend-Liebhabern, die ein langes Gedächtnis haben, auf lange Zeit gründlich ruinieren.

Wer als Musikliebhaber weder zur Puristen-Fraktion gehört noch die gewagte Formensprache liebt, sondern einfach nur eine schöne Anlage haben möchte, wird ebenfalls fündig. Und zwar bei den modernen Klassikern wie Pioneer, Onkyo, Marantz, Technics, Denon, Yamaha oder auch bei teuren Highend-Marken wie Luxman und Accuphase. Deren Komponenten zählen mit Kippschaltern, geheimnisvoll leuchtenden Anzeigeinstrumenten oder champagnerfarbenen Gehäusefronten zu den klassischen Schönheiten der Highend-Branche. Die genannten Hersteller sind allesamt seit Jahrzehnten im Geschäft, das Aussehen ihrer Vollverstärker, CD-Player oder Tuner hat sich über die Jahrzehnte nur wenig verändert.

Dazu passt ein Trend aus dem Lautsprecherbau. Während bis vor einigen Jahren noch Boxen im Klavierlack-Finish den Markt dominierten, stehen nun die Boxen mit klassischen Holzfurnier wieder hoch im Kurs. Lautsprecher mit Walnuss- oder Mahagoni-Furnier sehen edel aus und klingen in der Regel auch edel.

Nicht vergessen sollte man schließlich die Hersteller, die seit Jahrzehnten ihr eigenes Ding machen. So etwa der britische Audiopionier Tannoy mit seinen herrlich verschrobenen Lautsprecherkisten, die allesamt aussehen, als stünden sie in einem alten englischen Herrenhaus. Oder die exklusiven Komponenten des US-amerikanischen Herstellers Macintosh mit ihren blau leuchtenden VU-Metern. Oder die ultrapräzisen Hi-Fi-Maschinen des Schweizer Herstellers Nagra. Einen Schönheitspreis gewinnen die Nagra-Geräte nicht, doch die zumeist männlichen Highend-Freunde finden bekanntlich alles schön, was Schalter, Drehregler und Knöpfe hat.

Wer sich einen Überblick verschaffen will, was die Highend-Branche an raffinierter Elektronik und schicken Design-Ideen zu bieten hat, sollte die Highend 2016 Anfang Mai in München besuchen. Dort trifft man Branko Glisovic, den umtriebigen Geschäftsführer der Highend Society. Der wünscht sich übrigens, dass mehr Frauen die Messe besuchen. Meistens sind es aber doch nur die Männer, die hier Technik und Traumgeräte bewundern. Sollen sie ihren Spaß haben. Die Kaufentscheidung im Hi-Fi-Laden treffen dann am Ende eh´ die Frauen.

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