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Smart-Chefin Annette WinklerNächste Station: Daimler-Vorstand

Annette Winkler hat die Kleinwagenmarke nach vielen Jahren in den roten Zahlen profitabel gemacht. Nun gilt die Smart-Chefin als Aspirantin für den Vorstand des Daimler-Konzerns. Wie schafft die Frau das nur?Franz W. Rother 18.08.2015 - 06:00 Uhr

Die Smart-Chefin Annette Winkler hat die Kleinwagen-Marke profitabel gemacht, jetzt winkt ihr vielleicht der Daimler-Vorstand.

Foto: dpa Picture-Alliance

Mit dem rechten Fuß einen Wiegeschritt nach vorn, mit dem linken einen schnellen Seitwärtsschritt nach links. Die Knie beugen sich leicht, der Oberkörper senkt sich erst nach vorn, um sich dann nach links zu drehen. Annette Winkler tanzt vor einem giftgrünen Smart Fortwo in Brabus-Ausführung, den sie kurz zuvor mit quietschenden Reifen auf die Bühne gefahren hat. Der Zweisitzer soll, so wirbt Smart, für Agilität, Lebensfreude, Cleverness stehen.

Alles Eigenschaften, die auch für die Smart-Chefin gelten. Nur zwei Minuten dauert ihr Auftritt im April auf der Shanghai Motor-Show, mit dem die 55-Jährige das junge chinesische Großstadtpublikum für den putzigen Kleinwagen zu gewinnen sucht – mit Händen und Füßen und einer Rede, bei der sie die Worte ohne Punkt und Komma aneinanderreiht und den Teleprompter ignoriert.

Der Smart musste anfangs viel Spott ertragen: Mal wurde er „motorisierter Einkaufswagen“ oder schlicht „Bobbycar“ genannt. Doch selbst die über Jahre eingefahrenen Verluste haben Daimler nicht von dem Kleinstwagenkonzept abgebracht. 16 Jahre nach der Premiere des ersten Smart fortwo haben die Stuttgarter jetzt die dritte Generation ihres Winzlings vorgestellt.

Foto: REUTERS

Am Konzept des Stadtflitzers hat sich wenig geändert, bei Design und Technik schon: Wie der Vorgänger ist er exakt 2,69 Meter lang, die Dreizylindermotoren sitzen nach wie vor im Heck, auch die zweifarbige Lackierung bleibt erhalten. Doch sonst ist alles neu: Die Optik ist eigenständiger geworden, aber dennoch typisch Smart geblieben. Die Motoren stammen von Renault, der Kleinstwagen wurde zusammen mit den Franzosen entwickelt.

Foto: REUTERS

Neben dem „Klassiker“ fortwo feierte auch gleich sein viersitziger Ableger Premiere: der forfour. Unter diesem Namen gab es von 2004 bis 2006 bereits einen Viersitzer von Smart, damals auf der Plattform eines Mitsubishi Colt. Der Wagen floppte am Markt. Der neue forfour teilt sich zwar wieder die Plattform mit einem Konkurrenten, dem Renault Twingo. Trotzdem soll alles besser – und vor allem eigenständiger – werden. So sind laut Smart nur zehn Prozent der Karosserieteile mit dem Twingo identisch, Gemeinsamkeiten gibt es nur unter dem Blech.

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Zur Premiere der „jungen“ und „hippen“ Smart-Modelle gibt sich sogar Daimler-Chef Dieter Zetsche (im Bild mit Smart-Chefin Annette Winkler) in Jeans und Ledersneaker ungewohnt leger – sogar auf eine Krawatte hat er verzichtet.

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Dank der Kooperation mit dem französisch-japanischen Autobauer Renault-Nissan könne Daimler den neuen Smart günstiger produzieren, bestätigte auch Konzernchef Dieter Zetsche zur Premiere in Berlin. „Mit dem Kooperationspartner Renault-Nissan zeigen wir auch, dass wir den Business Case deutlich verbessern können“, sagte er.

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Gegenüber der zweiten Generation ist der fortwo zwar keinen Millimeter länger, aber zehn Zentimeter breiter geworden. Das soll nicht nur etwas mehr Platz im Innenraum bringen, sondern auch das Fahrverhalten stabiler machen. Die neuen Smarts sollen im November in den Handel kommen. Der Zweisitzer steht mit mindestens 10.300 Euro in der Preisliste, dafür gibt es einen 1,0-Liter-Saugmotor mit 60 PS. Für den forfour mit diesem Triebwerk werden 600 Euro mehr fällig. Dafür gibt es dann 80 Zentimeter mehr Länge, zwei Türen und zwei Sitzplätze mehr sowie mehr Platz für das Gepäck.

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Die 60-PS-Version wird zum Marktstart allerdings noch nicht verfügbar sein, so lange bildet die 71 PS starke Variante des Dreizylinders die Einstiegsmotorisierung. Die kostet dann 10.895 Euro für den fortwo und 11.495 Euro für den forfour. Ein 0,9-Liter-Turbobenziner mit 90 PS rundet vorerst das Angebot nach oben ab, eine stärkere Brabus-Version wird später das obere Ende der Motorenpalette beschließen. Der 0,8-Liter-Diesel ist bereits bei den letzten Fahrzeugen der zweiten Generation aus dem Programm geflogen. Der Smart electric drive wird übrigens noch zwei Jahre auf Basis des alten Smarts weitergebaut, erst dann folgt der Umstieg auf die aktuelle Generation.

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Der Zweisitzer wird wie seine Vorgänger weiter im französischen Smart-Werk in Hambach gefertigt. Die Motoren liefert Renault in seinem Fall nur zu.

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Anders ist die Lage beim forfour: Er läuft gemeinsam mit seinem Schwestermodell Twingo im slowenischen Renault-Werk in Novo Mesto vom Band.

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Maßstäbe setzen wollen beide Modelle nicht nur wieder bei der Farbvielfalt, sondern auch in Sachen Konnektivität. Hier verspricht Smart eine einfache Koppelung mit dem Smartphone und eine leichte Bedienung. Im Gegensatz zum Twingo soll der forfour auch mit einem hochauflösenden Display im Tachometer punkten – ganz ein Auto des Jahrgangs 2014 eben.

Foto: Presse

In insgesamt 16 Jahren Bauzeit hat das Kleinstwagen-Projekt von Daimler bereits viele Höhen und Tiefen erlebt. 1998 erblickte der Smart in seiner Ursprungsform das Licht der Welt. Als die erste Generation (links im Bild) auf den Markt kam, trug das damals einzige Modell von Smart noch den Namen „City-Coupé“. Erst mit der Modellpflege im Jahr 2003 (rechts) kam die heutige Bezeichnung „fortwo“ auf den Kofferraumdeckel. Der Grund: Der viersitzige „forfour“ stand bereits in den Startlöchern und kam 2004 auf den Markt.

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Der gerade einmal 2,50 Meter lange Zweisitzer war ein Novum in der deutschen Autoindustrie. Wo andere Autos nur längs parken konnten, passte der praktische Stadtflitzer auch quer in sonst viel zu kleine Lücken. Diese nahezu unschlagbaren Vorteile im Stadtverkehr ließ sich der DaimlerChrysler-Konzern gut bezahlen, der Smart war stets teurer als geräumigere Modelle der Konkurrenz. Das zieht sich bis heute durch: Gebrauchtwagen der bis 2007 gebauten ersten Generation fallen nur langsam unter die Marke von 1.000 Euro.

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Dafür gehört der Kleinstwagen dank seines niedrigen Gewichts und seinen kleinen Motoren zu den sparsamsten Gebrauchtwagen. Der ab 2000 angebotene Diesel mit 0,8 Litern Hubraum und 41 PS verbraucht in der Norm nur 3,4 Liter, die Benziner (45-80 PS) können da nicht mithalten.

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Um aus Smart einen Hersteller mit mehr als nur einem Modell zu machen, entschieden sich die Verantwortlichen in Stuttgart, die Modellpalette um zwei emotionalere Fahrzeuge zu erweitern. Heraus kam dabei der Smart Roadster und das Roadster-Coupé (im Bild). Das Konzept der sportlichen Zweisitzer sollte an die puristischen Roadster der 1950er und 1960er Jahre erinnern. Da die Roadster-Modelle allerdings die 0,7-Liter-Benziner (61 oder 82 PS) und das nur mit langen Pausen schaltende Getriebe des Stadtflitzers fortwo übernehmen mussten, floppten sie am Markt – für einen sportlichen Zweisitzer war das einfach nicht sportlich genug. Nach nur zwei Jahren Bauzeit wurden sie 2005 eingestellt.

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2004 brachte Smart den „forfour“ auf den Markt, der erste Viersitzer der Marke – auf Wunsch war auch ein fünfter Sitzplatz erhältlich. Der forfour basierte auf der Plattform des Mitsubishi Colt und wurde zusammen mit diesem im niederländischen Mitsubishi-Werk Born gebaut. Auch die Technik teilte er sich mit dem Colt, die Motoren – allesamt Vierzylinder – hatten also nichts mit den Dreizylindern aus fortwo und Roadster gemeinsam.

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Doch der forfour blieb weit hinter den Erwartungen zurück. Lediglich im ersten Jahr übertraf er die Absatzziele, 2005 konnte Smart nur noch rund die Hälfte der angepeilten 80.000 forfour verkaufen. Er war für das besonders preissensible Kleinwagensegment schlicht zu teuer. Aus diesem Grund wurde die Produktion Mitte 2006 wieder eingestellt. So blieb mit dem Produktionsstopp des Roadsters ein Jahr zuvor nur noch der fortwo übrig. Smart fuhr zu dieser Zeit hohe Verluste ein und sollte sich fortan nur auf ein Modell konzentrieren, umd die defizitäre Marke in die schwarzen Zahlen zu führen.

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Um den Absatz wieder anzukurbeln, kam 2007 die stark überarbeitete zweite Generation des fortwo zu den Händlern. Etwa 90 Prozent aller Teile waren neu, einschließlich der Motoren und des stark kritiserten automatisierten Schaltgetriebes. Um den Smart auch auf anderen Märkten, etwa den USA, anbieten zu können, musste der Fußgängerschutz verbessert werden. Aus diesem Grund – und natürlich auch optischen Vorlieben – wuchs der zweite fortwo insgesamt 19,5 Zentimeter in die Länge. Mit dem nun 2,69 Meter langen Kleinstwagen war das anfangs beworbene Querparken nicht mehr möglich.

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Im Herbst 2011 folgte eine dezente Modellpflege. Erstmals gab es etwa einen mattgrünen Lack, zudem wurde vorne eine neue Stoßstange mit LED-Tagfahrlichtern verbaut. Das Cabrio erhielt neue Stoffe für das Verdeck. Die Leistung der Motoren bleib unangetastet, der Verbrauch wurde aber durch die Bank gesenkt. Der Dieselmotor stand mit nur noch 3,3 Litern in der Liste.

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Bereits 2009 liefen die ersten 100 Elektro-Smarts vom Band. Wer einen Smart electric drive fahren wollte, konnte diesen aber nicht kaufen. Die Fahrzeuge wurden nur an Kunden in Berlin verleast, die an dem Projekt „e-mobility Berlin“ teilnahmen. Das Projekt wurde gemeinsam von Daimler-Chef Dieter Zetsche und dem damaligen RWE-Vorsitzenden Jürgen Grossmann geleitet. Dabei wollten sowohl der Autobauer als auch der Energieversorger die Alltagstauglichkeit von Eletroautos in einem Flottenversuch testen.

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Erst drei Jahre später kam die Serienversion des Smart electric drive (erkennbar an der metallicgrünen Sicherheitszelle) auf den Markt. Im Jahr 2013 wurden von dem mindestens 18.910 Euro teuren Elektro-Smart in Deutschland 1.900 Fahrzeuge privat zugelassen, womit der hierzulande die E-Auto-Statistik anführt. Der Preis bezieht sich allerdings auf eine Option mit Batterie-Leasing, was nochmals 65 Euro pro Monat kostet. Ein Smart electric drive mit Batterie kostet 23.680 Euro, die besser ausgestattete und etwas stärkere Brabus-Variante (82 statt 75 PS) mindestens 29.990 Euro.

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Auf der Internationalen Automobil-Ausstellung im September 2013 für Daimler das Smart-Konzeptauto „forjoy“ vor. Optisch soll die Studie einen Ausblick auf die 2014er Smart-Generation geben. Was von dem Design im endgültigen Fahrzeug übrig bleibt, ist – wie bei einer Studie typisch – unklar. Nur soviel ist sicher: Das Serienmodell wird über ganz gewöhnliche Türen verfügen.

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Nichts davon wirkt einstudiert, nicht einmal die Sätze in Chinesisch, die ihre Referenten eingebaut haben. „Das, was die einnimmt, hätte ich auch gerne“, raunt ein mitgereister Mercedes-Manager seinem Kollegen zu, als Winkler nach ihrem Auftritt unter Applaus auf die Ehrentribüne strebt, wo man ihr zwischen Konzernchef Dieter Zetsche und China-Vorstand Hubertus Troska einen Platz reserviert hat.

Winkler könnte zweite Frau im Daimler-Vorstand werden

Voller Einsatz mit ganzer Kraft und allen Sinnen, notfalls rund um die Uhr, und wenn es notwendig ist, auch schon mal sieben Tage in der Woche: Winkler hat es damit weit gebracht in der deutschen Autoindustrie. Genau genommen auf die Hierarchiestufe E1 des Daimler-Konzerns – darüber rangieren nur noch die Vorstände. Und für Insider des Konzerns gibt es keine Zweifel: Sollte es Winkler schaffen, aus Smart ein stabiles Profitcenter zu machen, ist ihr ein Platz im Vorstand nicht mehr zu verwehren. Im achtköpfigen Führungsgremium des Autokonzerns ist mit Christine Hohmann-Dennhardt – zuständig für Integrität und Recht – bislang nur eine einzige Frau vertreten. Und der langjährige Verlustbringer Smart wurde 2006 im Geschäftsfeld Mercedes-Benz Cars versteckt. Winkler könnte hier wie da die Wende einleiten.

Seit bald 22 Jahren steht die gebürtige Wiesbadenerin in den Diensten des Daimler-Konzerns. Und seit bald vier Jahren führt sie die Kleinstwagenmarke, die in den Siebzigerjahren von Mercedes-Ingenieuren als „Teil eines neu konzipierten optimalen Verkehrssystems“ erdacht wurde. Das war zwar technisch gesehen sehr visionär, betriebswirtschaftlich allerdings keine so eine gute Idee: Zehn Milliarden Euro hat der Autozwerg den Konzern angeblich bis heute gekostet.

Was Renault und Smart in die Kleinwagen-Kooperation einbringen
Der Smart Fortwo wird wie bisher in Hambach montiert. Den viertürigen Smart und den Twingo baut Renault.
Smart und Twingo haben ABS und ESP als Standard. Gegen Aufpreis gibt es auch ein Notbremssystem.
Heckantrieb ist typisch Smart. Nun kriegt ihn auch der Twingo. Die Drei-Zylinder-Motoren baut Renault.

Dieses Problem verschaffte Winkler im Jahr 2010 den Job. Sie war Zetsche da schon länger als bekennender Smart-Fan bekannt. „Smart war für mich immer mehr als ein Produkt. Ich habe vor allem die Idee dahinter gesehen“, sagt sie. Als Zetsche die Kleinwagensparte 2010 wieder zu einem eigenständigen Produktbereich machte, übergab er deren Führung an Winkler.

Sie war gewissermaßen das letzte Aufgebot. Inzwischen aber hat sich das Blatt gewendet: Unter Winklers Führung ist Smart zu einer Zugmaschine von Mercedes Benz Cars geworden. Im ersten Halbjahr kletterte der weltweite Verkauf der Marke um knapp 33 Prozent auf über 62.000 Fahrzeuge – die neuen Modelle und der Winkler-Faktor zeigen Wirkung.

Das unheimliche Energiebündel

Es ist früher Abend nach einem anstrengenden Messetag, der gefüllt war mit Sitzungen und Besprechungen, Gesprächen mit Händlern und Entwicklungspartnern sowie einer Reihe Interviews. Mancher wäre jetzt erschöpft, würde sich jetzt eine Verschnaufpause gönnen, für ein paar Minuten abschalten. Bei Winkler jedoch gibt es keine Anzeichen dafür. Das Kostüm sitzt so akkurat wie die Frisur. Und die Diskussion mit ihr über die Entwicklung der Marke zeigt: Sie ist immer noch hellwach.

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So ist sie, sagen Freunde und Wegbegleiter. „Sie ist ein unheimliches Energiebündel. In ihrer Gegenwart kann man kaum einmal durchatmen“, stöhnt ein Manager, der sie seit vielen Jahren begleitet. „Sie ist eine ungeheuer ehrgeizige Frau, die für ihre Sache brennt und ihre Anliegen mit ungeheurer Energie durchzusetzen versteht“, erzählt ein anderer, der sie noch aus der Zeit kennt, als sie zwischen 1997 und 1999 die Mercedes-Niederlassung in Braunschweig auf Vordermann brachte.

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Der Standort im Heimatland von MAN-Büssing erwirtschaftete dank der Sparsamkeit ihres Vorgängers und eines prosperierenden Nutzfahrzeuggeschäfts zwar Gewinne, stagnierte jedoch in der Geschäftsentwicklung und galt als wenig kundenorientiert. Als Frau hatte Winkler in dieser Männerwelt für Mercedes anfangs einen schweren Stand: „Ein Kollege“, erzählt sie, „wies mich einmal darauf hin, dass Zwillingsreifen beim Lkw hinten sind.“ Sie ließ das nicht auf sich sitzen. Um auch in technischen Fragen mitreden zu können und sich Respekt zu verschaffen, machte die promovierte Betriebswirtin in der Rekordzeit von neun Tagen den Lastwagenführerschein. „Anstatt beleidigt zu reagieren, sollte man sich den Herausforderungen stellen“, sagt sie.

Da blitzt die Frau durch, die früh praktisch Verantwortung trug.

Die Baustellen des Daimler-Konzerns
Lange hechelte Daimler den Rivalen Audi und BMW hinterher. Langsam scheint sich das Blatt zu wenden. Zuletzt legten die Stuttgarter in dem wichtigen Markt um 38,5 Prozent zu, während die Konkurrenz im Vergleich dazu schwächelte. Ein Grund: Die Einführung neuer Modelle und der Ausbau des Händlernetzes. Die Frage ist, ob Daimlers Sonderkonjunktur auch angesichts weniger rosiger Prognosen für den Markt und des jüngsten Kursrutsches an den Börsen anhält: „Daimler profitiert noch von einem gewissen Neuigkeitswert“, sagt Stefan Bratzel von der Fachhochschule der Wirtschaft Bergisch Gladbach: Die Stuttgarter müssten möglicherweise angesichts drohender Überkapazitäten ihre Planung anpassen. Der Scheitelpunkt der höchsten Gewinne pro Fahrzeug sei überschritten. „China ist nicht mehr „die“ Goldgrube“, sagt Bratzel. Jetzt dürften keine Fehler gemacht werden, warnt auch Jürgen Pieper vom Bankhaus Metzler. Allerdings sei das Management mit Hubert Troska gut aufgestellt.
Daimlers Absatz beflügelt seit Monaten eine Flut neuer Modelle. „Daimler muss die hohe Geschwindigkeit seiner Modellerneuerung beibehalten“, sagt der Direktor des Instituts für Automobilwirtschaft in Geislingen, Willi Diez. Bei der C-Klasse sei beispielsweise das T-Modell nachgeschoben worden. „Dieser Zyklus ist richtig.“ Denn auch die Konkurrenz legt demnächst nach. BMW bringt in diesem Jahr seinen neuen 7er auf den Markt. „Das wird ein harter Kampf, die Position der S-Klasse zu verteidigen“, warnt Diez.
Die alten Sparprogramme in Pkw und Lkw-Sparte sollen in diesem Jahr volle Wirkung zeigen. Ein neues großangelegtes Programm ist bislang nicht geplant, wohl aber will Zetsche an der Effizienz schrauben. „Alleine das Ergebnis deutet darauf hin, dass Daimler auf dem richtigen Weg ist“, sagt Diez. „Die Standorte in Deutschland sind langfristig wichtig, denn die Produktionsstruktur sollte in etwa der Absatzverteilung entsprechen.“ Daimler habe zuletzt überraschend hohe Produktivitätsgewinne vorgelegt, sagt Metzler-Analyst Pieper. „Jetzt geht es nicht mehr ums Eingemachte, sondern um Luxusfragen.“. So könnten Investoren, wenn das Profitabilitätsziel von 10 Prozent erreicht ist, auch langfristig zweistellige Gewinnmargen erwarten.
Mit dem Wechsel an der Betriebsratsspitze im vergangenen ist Zetsches hartnäckiger Gegenspieler Erich Klemm Geschichte, der neue Betriebsratschef heißt Michael Brecht. Das Gesprächsklima in Verhandlungen soll sich seitdem deutlich verbessert haben. Für fast alle Standorte in Deutschland wurden inzwischen Investitionsprogramme und sogenannte „Zukunftsbilder“ verhandelt, die Investitionen, aber auch Einsparungen beinhalten. Ein großer Brocken wartet aber noch auf Zetsche: Der Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen in Deutschland läuft 2016 aus. Die Zusage dürfte Brecht kaum kampflos aufgeben. Auch das Thema Werkverträge dürfte den Konzern weiter beschäftigen.
Daimler setzt beim Thema Alternative Antriebe wie andere Hersteller stark auf Plug-In-Hybrid-Motoren, die sowohl Strom als auch Benzin tanken. Bislang lässt der Durchbruch der reinen E-Autos bekanntermaßen auf sich warten. Entsprechend stehen die Autohersteller in Lauerstellung „Mit der nächsten Batteriegeneration werden die Karten neu gemischt“, sagt Bratzel.

Weil ihre beiden Brüder kein Interesse am Baugewerbe haben, übertrug ihr der Vater mit 27 Jahren die Leitung des 1824 gegründeten Familienunternehmens, der A. Winkler Sohn GmbH & Co KG in Wiesbaden. Dass sie „nicht den blassen Schimmer“ hatte, „wie man ein Haus baut“, machte ihr ebenso wenig Angst wie die schlechte Baukonjunktur und der desolate Zustand des Unternehmens: Trotz eines Umsatzes von 3,8 Millionen Mark machte die Baufirma keinen Gewinn, stand kurz vor der Pleite.

„Frau Doktor“ warf sich mit Verve auf die Aufgabe, das Unternehmen zu sanieren. Sie analysierte die Zahlen, führte eine EDV-gestützte Kalkulation ein, spezialisierte den Familienbetrieb auf die Modernisierung und Sanierung von Gebäuden und machte ihre Entscheidungen in Gesprächen mit Polieren und Bauleitern transparent. Den hohen Krankenstand senkte sie durch Anwesenheitsprämien, mit Betriebsfesten und Weiterbildungsmaßnahmen band sie Fachkräfte. Die Jung-Chefin schaffte eine neue Unternehmenskultur, gab aber auch harte Ziele vor: eine Wachstumsrate über dem des Sozialprodukts, Gewinne über dem Branchendurchschnitt.

Platz 15: Mazda

Dass Mazda auf dem deutschen Gebrauchtwagenmarkt nicht die besten Restwerte hat, stand zu erwarten. Alleine schon das Markenimage des japanischen Herstellers reicht nicht aus, um die Wiederverkaufswerte von deutschen Premiummarken zu erreichen. Dennoch sind die 83,3 Prozent in der aktuellen Schwacke-Liste ein ordentliches Ergebnis: Mazda liegt damit vor Marken wie Volvo, Hyundai, Kia und Ford – und nur knapp hinter einem deutschen Autobauer.

Foto: WirtschaftsWoche

Platz 14: Nissan

Zwischen Mazda und den besagten deutschen Autobauer hat sich noch Nissan geschoben. Für Platz 14 reichen dafür 84,7 Prozent. Auf diese Prozentangaben kommen die Restwertexperten von Schwacke nach einer Auswertung von Gebrauchtwagen mit einem Alter von drei Jahren und einer Laufleistung von 60.000 Kilometern. Die beste Marke wird als Benchmark mit 100 Prozent bewertet, alle anderen Marken beziehen sich auf diese Referenzgröße.

Foto: Nissan

Platz 13: Mercedes-Benz

Nicht in die Top Ten geschafft hat es Mercedes-Benz. Die Stuttgarter kommen auf 84,7 Prozent. Die Modelloffensive bei den Kompaktwagen, Rabatte und Tageszulassungen kurbeln zwar den Neuwagenabsatz an, auf die Restwerte der Gebrauchtwagen wirkt sich das aber negativ aus. Der Daimler-Tochter Smart ergeht es noch schlechter: Sie liegt mit 74,3 Prozent nur auf Platz 28 von 30.

Foto: Daimler

Platz 12: Toyota

Global gehört Toyota zu den stärksten Marken, in Deutschland haben es die Japaner aber deutlich schwerer. So reicht es im Schwacke-Ranking der wertstabilsten Marken für Toyota mit 84,9 Prozent nur zu Platz 12. Einziger Trost: Der Dauerrivale Volkswagen...

Foto: Toyota

Platz 11: Volkswagen

... liegt nur einen Platz vor Toyota auf Rang 11. Auch die Wolfsburger bekommen mit ihren 84,9 Prozent zu spüren, dass aufwändige Rabattaktionen und künstlich billige Tageszulassungen die Gebrauchtwagenpreise torpedieren.

Foto: Volkswagen

Platz 10: Subaru

So kommt es, dass in der Liste der wertstabilsten Marken auch Autobauer vor Volkswagen liegen, die bei allen anderen Kennzahlen gewöhnlich nicht einmal in die Nähe der Wolfsburger kommen. Mit einer gesunden Preispolitik kann zum Beispiel Subaru die Zahl der Gebrauchtwagen auf den Höfen seiner Händler stabil halten – was gut für deren Preise ist. Für die Japaner bedeuten 85,4 Prozent Rang 10.

Foto: PR

Platz 9: Suzuki

Ähnliches gilt für Suzuki: Wer nicht viel Wert auf die Marke legt, sondern seinen Wagen mit möglichst wenig Verlusten nach wenigen Jahren wieder verkaufen will, könnte einen Blick auf die Autos der Japaner werfen. Mit 86,3 Prozent liegt Suzuki nur knapp hinter...

Foto: Suzuki

Platz 8: Skoda

... der tschechischen VW-Tochter Skoda. Mit 86,5 Prozent liegt die Marke, die einst für den preisbewussten Einstieg in die VW-Welt gedacht war, in Sachen Restwerte nur einen Platz hinter...

Foto: Skoda

Platz 7: Audi

... der Premium-Marke des VW-Konzerns, Audi. Mit 87,1 Prozent können die Ingolstädter den Premium-Rivalen aus Stuttgart zwar deutlich hinter sich lassen, für den Wettbewerber aus München reicht es aber nicht ganz.

Foto: Audi

Platz 6: BMW

Denn BMW hat noch 0,8 Prozentpunkte mehr auf dem Konto und kommt so auf 87,9 Prozent. Nur die Kernmarke BMW wohlgemerkt, was im späteren Verlauf der Liste noch wichtig wird. Nein, Rolls-Royce gehört nicht zu den Schwacke-Restwert-Riesen: Um in die Liste zu kommen, mussten die Autobauer im Juli 2012, als die dreijährigen Gebrauchten auf den Markt kamen, einen Anteil von 0,2 Prozent an den Neuzulassungen haben – also rund 6.000 Stück alleine in Deutschland. Rolls-Royce stellt aber insgesamt nur 4.000 Autos pro Jahr her.

Foto: BMW

Platz 5: Jeep

SUV sind derzeit gefragt. Das zeigt sich nicht nur bei den Neuzulassungen, wo Jeep zu den am stärksten wachsenden Marken zählt. Auch bei den Gebrauchtwagen sind die Autokäufer momentan bereit, für einen Jeep mehr zu zahlen – was die Preise auf einem hohen Niveau hält. Stolze 91,5 Prozent bedeuten Rang 5.

Foto: Fiat

Platz 4: Mini

Minis sind wertstabiler als ein BMW. Die Münchner haben es bei der Wiederbelebung von Mini geschafft, einen Hype um den kultigen Kleinwagen zu erzeugen und diesen bis heute am Leben zu erhalten. Damit kann Mini nicht nur hohe Neuwagenpreise verlangen, sondern ist auch gebraucht noch viel wert. 92,9 Prozent weisen die Schwacke-Experten in ihrer Liste für Mini aus.

Foto: Mini

Platz 3: Dacia

Während es bei Marken wie Audi, BMW, Jeep, Mini und den beiden erstplatzierten Autobauern um Begehrlichkeiten geht, welche den Käufern den ein oder anderen Euro mehr aus der Tasche ziehen, ist die Lage bei Dacia anders. Die Autos aus Rumänien sind von Anfang an auf einen guten Preis kalkuliert, Rabatte oder günstige Tageszulassungen gibt es kaum. Somit fangen die Preise für Dacias zwar auf einem überschaubaren Niveau an, bleiben dann aber auch auf diesem – 93,2 Prozent.

Foto: WirtschaftsWoche

Platz 2: Porsche

Die Sportwagen aus Stuttgart-Zuffenhausen gelten seit jeher als besonders wertstabil. Ein junger Gebrauchter erzielt zwar nicht die Wertzuwächse so mancher legendärer Porsche-Sportwagen, sie gehören aber zu den Besten in Sachen Restwerte. Der Trend zu den SUV, den Porsche mit Cayenne und Macan bedient, tut das Seine dazu. Jetzt kommt das große Aber: Porsche hat die Schwacke-Liste lange Zeit angeführt. In dieser Ausgabe reicht es aber nur für den zweiten Platz – mit 99,9 Prozent.

Foto: Porsche

Platz 1: Land Rover

Die 100 Prozent gehen aber auf die Insel. Land Rover hat Porsche bei der Schwacke-Restwertanalyse überholt. Qualitätsprobleme bei den Briten gehören der Vergangenheit an, gebrauchte Fahrzeuge von Land Rover und Range Rover sind gefragt. Wie sich aber die 2012 begonnene Öffnung der Marke nach unten mit dem kompakteren Verkaufsschlager Evoque auf die Restwerte auswirken wird, müssen künftige Auswertungen zeigen. Die Tendenz geht aber dahin, dass sich auch mit einem Evoque gute Gebrauchtwagenpreise erzielen lassen. In dem engen Rennen mit Porsche zählt aber jeder Euro. Es bleibt spannend.

Foto: Range Rover

Im ersten Jahr stieg der Umsatz um fast 37 Prozent. Im zweiten Jahr wurde die Kurzarbeit beendet und eine Umsatzrendite von zwölf Prozent erzielt. Die Winkler GmbH florierte bald so gut, dass sie 1991 eine sanierungsbedürftige Baufirma in Gießen übernahm und die überregionale Presse das „Wiesbadener Modell“ in höchsten Tönen pries. Mit dem Ergebnis, dass das Champagnerhaus Veuve Cliquot sie zur „Unternehmerin des Jahres 1991“ kürte. Die Vorzeige-„Frau vom Bau“ hielt fortan landauf, landab Vorträge über den Wertewandel in den Führungsetagen und gute Mitarbeiterführung, sie wurde in Talkshows eingeladen und übernahm nebenbei auch noch an der Fachhochschule Wiesbaden eine Professur für Unternehmensführung und Personalmanagement.

Der Stern geht auf

Und dann geht eines Tages in ihrem Leben der Stern auf. Dieter Zetsche, damals Entwicklungschef von Mercedes, bittet Frau Professor Dr. Winkler, in Sindelfingen seinen 1500 Spitzenleuten die Augen zu öffnen für die Veränderungen in der Welt. Sie lässt sich nicht zweimal bitten, fährt mit ihrem roten BMW in die Mercedes-Fabrik und macht den Managern des behäbig gewordenen Großkonzerns klar, dass das Selbstbewusstsein eines Menschen nicht abhängen sollte von der Größe eines Dienstwagens, der ihm nur leihweise überlassen sei. Die Zuhörer sind von ihrem frechen Vortrag begeistert. „Wie bringen wir Sie nur zur richtigen Marke?“, fragt Zetsche die Referentin und bekommt zur Antwort: „Alles ist Verhandlungssache.“

Toyota – 1. Halbjahr 2016

Der japanische Branchenprimus, zu dem auch der Kleinwagenbauer Daihatsu Motor und der Nutzwagenhersteller Hino Motors gehören, verkaufte zwischen Januar und Juni global 4,99 Millionen Autos. Das ist ein Rückgang zum Vorjahreszeitraum von 0,6 Prozent. Die ganze Halbjahres-Bilanz auch mit Umsatz- und Gewinnkennzahlen legt der japanische Konkurrent am 4. August vor.

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Volkswagen (Konzern) – 1. Halbjahr 2016

Krise? Welche Krise? Die Abgas-Affäre scheint die Auslieferungen bei Volkswagen nicht zu bremsen. Pünktlich zum Halbjahr setzt sogar die schwächelnde Kernmarke zur Wende an. Mit 2,925 Millionen verkauften Volkswagen blieb die Marke zwar knapp unter dem Vorjahresergebnis, die Tendenz im Juni zeigte aber um fast fünf Prozent nach oben.

Mit dem starken Juni stehen nach sechs Monaten die Zeichen bei den Verkäufen klarer als zuvor auf Zuwachs: 5,12 Millionen Fahrzeuge – vom VW-Up bis zum schweren Scania-Lkw – sind 1,5 Prozent Verbesserung im Vergleich zum ersten Halbjahr 2015. Trotz Diesel-Krise steuert der Konzern damit 2016 bisher auf ein Auslieferungsplus zu. Nach fünf Monaten Ende Mai hatte der Zuwachs lediglich bei 0,8 Prozent gelegen. Zumindest als Momentaufnahme scheint der Autobauer damit zehn Monate nach dem Ausbruch der Diesel-Krise eine Durststrecke zu verlassen.

Foto: dpa

BMW – 1. Halbjahr 2016

Zwischen Januar und Juni diesen Jahres wurden weltweit 986.557 BMW verkauft. Damit konnten die Münchner im Vergleich zum Vorjahr um 5,8 Prozent zulegen. Allein im Juni stieg der Absatz um 9,7 Prozent auf 189.097 – mit den Marken Mini und Rolls-Royce kommt der Konzern sogar auf 227.849 Autos (+9,1 Prozent). Für das Plus sorgte demnach vor allem die hohe Nachfrage in Europa und Asien. In den USA dagegen schrumpfte der Absatz. Mit den knapp 190.000 Fahrzeugen im Juli lag BMW vor den beiden Dauer-Konkurrenten Audi (169.000 Autos) und Mercedes (188.444 Fahrzeuge). Doch wie sieht es im gesamten ersten Halbjahr aus?

Foto: dpa

Audi – 1. Halbjahr 2016

Zumindest Audi konnte BMW hinter sich lassen. Die Ingolstädter konnten zwar zulegen, mit 5,6 Prozent fiel das Wachstum aber geringer aus als bei der Konkurrenz aus München – genauso die absolute Zahl an Auslieferungen von 953.200 Fahrzeugen. Dennoch ist die Bilanz für Audi positiv. Man habe den Absatz in allen Weltregionen steigern können, sagte Vertriebsvorstadn Dietmar Voggenreiter. Spaß-Modelle wie das TT Cabrio im Bild tragen traditionell wenig zum Volumen bei. Zu den größten Treibern gehörten die Baureihen A4 mit einem Plus von 12,3 Prozent und das Oberklasse-SUV Q7, das es nach dem Modellwechsel im Vorjahr auf ein Plus von satten 73,6 Prozent bringt. Auch für das zweite Halbjahr ist Voggenreiter optimistisch: Dann stehen die Premieren des überarbeiteten A3 und der komplett neuen Baureihen A5 und Q2 an.

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Daimler – 1. Halbjahr 2016

BMW und Audi waren gut, Mercedes war besser. So lässt sich das erste Halbjahr zusammenfassen – sowohl beim Wachstum als auch beim Absatz konnte die Marke mit dem Stern die Konkurrenten abhängen. In den ersten sechs Monaten gingen 1.006.619 Mercedes-Benz an die Kunden – das entspricht eine Zuwachs von 12,1 Prozent. Ganz nebenbei der 40. Rekordmonat in Folge für die Marke. Dabei profitiert Mercedes vor allem von den SUV-Modellen, die inzwischen ein Drittel des weltweiten Absatzes ausmachen. „Das zeigt, dass sich unsere Produktoffensive auszahlt und unser rundum erneuertes SUV-Portfolio hervorragend bei den Kunden ankommt“, sagt Vorstandsmitglied Ola Källenius. Zusammen mit den 73.510 verkauften Smart kommt die Pkw-Sparte des Daimler-Konzerns so auf 1,08 Millionen Fahrzeuge.

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Porsche – 1. Halbjahr 2016

Drei Prozent Wachstum auf 117.963 Fahrzeuge. Das sind die Eckdaten des ersten Halbjahres bei Porsche. Der Sportwagenbauer zeigt sich damit zufrieden und spricht von einer „Stabilisierung auf hohem Niveau“. Viele Modelle wie die Baureihen Cayman, Boxster, Macan und der 911er konnten zwar zweistellig wachsen, bei der Limousine Panamera hielten sich die Kunden wegen des anstehenden Modellwechsels aber spürbar zurück. „Die durchweg positive Resonanz auf die Weltpremiere des neuen Panamera Ende Juni stimmt uns sehr optimistisch. Wir erwarten uns davon einen deutlichen Schub“, sagt Marketing- und Vertriebsvorstand Detlev von Platen. Der neue Panamera kann seit dem 28. Juni bestellt werden und steht in Europa ab November beim Händler. In den USA und im chinesischen Markt ist das Auto ab Januar 2017 verfügbar.

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Toyota – Gesamtjahr 2015

Der japanische Autokonzern Toyota hat seine Stellung als weltgrößter Fahrzeughersteller im vierten Jahr nacheinander behauptet und den durch den Abgasskandal gebeutelten Konkurrenten VW auf Distanz gehalten. 2015 verkaufte das Unternehmen 10,15 Millionen Autos, wie Toyota am Mittwoch mitteilte. VW kam im vergangenen Jahr auf 9,93 Millionen verkaufte Autos, General Motors auf 9,8 Millionen. 2016 rechnet Toyota mit einem Absatz von 10,11 Autos. Im vergangenen Jahr lag die Prognose bei 10,1 Millionen Fahrzeugen für 2015 und wurde durch die Realität übertroffen. VW hatte Toyota bei den Verkaufszahlen im ersten Halbjahr 2015 überholt, war dann aber infolge des Abgasskandals wieder zurückgefallen.

Die Autoverkäufe auf den großen Märkten in den USA und Japan haben sich verlangsamt. Darüber hinaus hat sich auch das in den vergangenen Jahren stetige Wachstum auf aufstrebenden Märkten abgeschwächt. Das schlägt sich auch in den Toyota-Zahlen nieder: 2014 hatten die Japaner noch 10,23 Millionen Autos verkauft.

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Volkswagen (Konzern) – Gesamtjahr 2015

Der Autoriese muss 2015 im Jahr des Abgas-Skandals einen Rückgang bei den Autoverkäufen verkraften. Die Verkäufe von Europas größtem Autobauer sanken um zwei Prozent auf 9,93 Millionen Fahrzeuge. Allein im Monat Dezember musste der Konzern noch einmal ein Absatzminus von 5,2 Prozent hinnehmen. Damit fallen die Verkaufszahlen wieder unter die Marke von zehn Millionen. Gleichzeitig schrammte der Konzern an seinem Ziel vorbei, 2015 so viele Autos zu verkaufen wie im Jahr zuvor, als die VW-Marken zusammen noch knapp 10,14 Millionen Fahrzeuge losschlagen konnten.

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Volkswagen (Marke) – Gesamtjahr 2015

Die Delle geht vor allem auf das Konto der Kernmarke VW. Der Absatz sackte im Dezember um 7,9 Prozent ab. Unterm Strich ist VW im vergangenen Jahr mit 5,82 Millionen Einheiten 4,8 Prozent weniger Autos losgeworden als ein Jahr zuvor.
Vor allem in China, dem wichtigsten Absatzmarkt des VW-Konzerns, mussten die Wolfsburger ein schmerzhaftes Minus beim Verkauf einstecken: Auf Jahressicht ging es bei den Verkaufszahlen im Konzern um 3,4 Prozent abwärts. In Europa und Nordamerika, wo VW in den vergangenen Monaten die Auswirkungen des Diesel-Skandals am heftigsten zu spüren bekam, stieg der Absatz dagegen auf Jahressicht. In Deutschland konnte Volkswagen zumindest verteidigen: Der Golf bleibt das mit Abstand beliebteste Auto, auch auf den Rängen zwei und drei liegen VW-Modelle.

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Skoda – Gesamtjahr 2015

Besser lief es bei der tschechischen Tochter Skoda. Trotz des VW-Abgasskandals konnte Skoda im vorigen Jahr die neue Rekordzahl von 1,06 Millionen Fahrzeugen ausliefern. Das sind 1,8 Prozent mehr als im Vorjahr. In Deutschland stieg der Absatz demnach um 6,2 Prozent auf 158.700 Autos. Auf dem Heimatmarkt Tschechien fiel der Anstieg mit plus 21,1 Prozent auf 85.000 Fahrzeuge besonders stark aus. In China blieb der Absatz stabil. Skoda profitiert unter anderem von dem 2015 eingeführten Flaggschiff Superb (im Bild), dessen dritte Generation sich sehr gut verkauft. Derzeit arbeitet die VW-Tochter an einem eigenen SUV.

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Porsche – Gesamtjahr 2015

Gute Zahlen hatte auch der neue Porsche-Chef Oliver Blume bei seinem ersten Messe-Auftritt in Detroit im Gepäck. Der Sportwagenbauer hat im vergangenen Jahr mit 225.121 ausgelieferten Fahrzeugen und einem Plus von 19 Prozent einen neuen Rekord aufgestellt. Auf das gesamte Jahr gesehen war China stärkster Einzelmarkt für den Sportwagenbauer. Dort kletterten die Auslieferungen um 24 Prozent. Auf dem China-Erfolg sollte sich Blume aber nicht ausruhen, denn die Flaute auf dem chinesischen Automarkt hat sich zum Jahresende in den Auslieferungen von Porsche bemerkbar gemacht. Im Dezember ging die Zahl der an Kunden übergebenen Fahrzeuge in dem Land gegenüber dem Vorjahr um 42 Prozent auf 3707 zurück.

Der Absatz als Erfolgsmaßstab sei für Porsche allerdings zweitrangig, sagte Blume. „Viel wichtiger sind für uns Kundenbegeisterung, Rendite und sichere Beschäftigung.“

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Audi – Gesamtjahr 2015

Audi hat im vergangenen Jahr zum ersten Mal mehr als 1,8 Millionen Autos verkauft. Die deutlich höhere Nachfrage in Europa und den USA machte den geringeren Absatz in China mehr als wett. Dennoch konnte Audi nicht die Delle ausgleichen, welche die Marke Volkswagen in der Konzernbilanz hinterlassen hat. „2015 hat gezeigt, dass Audi wetterfest aufgestellt ist“, sagte Audi-Chef Rupert Stadler. Mit dem Verkaufsstart des neuen Modells des meistverkauften Audi A4 und des großen Q7-Geländewagens hofft Audi jetzt auf einen stärkeren Wachstumsschub.

Im vergangenen Jahr legte der Audi-Absatz um 3,6 Prozent auf 1,803 Millionen Autos zu. In Europa stieg der Verkauf um 4,8 Prozent auf rund 800.000 Autos. Nach dem Start des neuen A4 in Europa schnellte der Absatz hier im Dezember um 17,5 Prozent hoch. In den USA, wo Audi im Vergleich zu BMW und Mercedes noch eher schwach unterwegs ist, legten die Auslieferungen im vergangenen Jahr um 11 Prozent auf 202.000 Auto zu. Im größten Automarkt China dagegen, wo Audi Marktführer in seinem Segment ist, sank die Nachfrage um 1,4 Prozent auf rund 571.000 Fahrzeuge.

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Daimler – Gesamtjahr 2015

Deutlich selbstbewusster kann sich Daimler-Chef Dieter Zetsche zeigen. Mit 1,99 Millionen verkauften Autos stellte der Stuttgarter Konzern 2015 einen neuen Verkaufsrekord auf – ein Plus von 14,4 Prozent. Wichtig für den Vergleich mit den anderen beiden deutschen Premium-Autobauern sind jedoch nicht die Absatzzahlen des Konzerns (mit Smart und Mercedes-Benz Vans), sondern die der Pkw-Sparte Mercedes-Benz Cars. Hier kommen die Stuttgarter auf 1.871.511 ausgelieferte Fahrzeuge – und schiebt sich damit wieder an Audi vorbei.

China hatte die USA im Laufe des vergangenen Jahres als größter Einzelmarkt mit 373.459 verkauften Autos der Marke Mercedes-Benz abgelöst. Daimler verbuchte dort ein Plus von 32,6 Prozent und wuchs damit weitaus stärker als der schwächelnde chinesische Automarkt. Daimler war allerdings deutlich später auf den wichtigsten Automarkt der Welt gekommen und reicht beim Absatz in dem Land noch nicht an die Rivalen Audi und BMW heran.

Daimlers Verkaufsschlager war die kompakte C-Klasse mit 443.909 verkauften Autos – ein Plus von 40,1 Prozent. Den Absatz seiner sportlichen Geländewagen (SUV) steigerte Daimler um 26,6 Prozent auf 525.866 Fahrzeuge. Die neue E-Klasse, ein besonders wichtiges Modell für Mercedes, soll den Absatz auch 2016 hoch halten.

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BMW – Gesamtjahr 2015

Dank guter Geschäfte in Europa hat BMW 2015 einen weiteren Rekordabsatz eingefahren und den Spitzenplatz im Dauer-Dreikampf mit Mercedes und Audi verteidigt. Die Verkäufe der drei Marken BMW, Mini und Rolls-Royce stiegen um sechs Prozent auf insgesamt knapp 2,25 Millionen Fahrzeuge. Die Kernmarke BMW legte um fünf Prozent auf knapp 1,91 Millionen Fahrzeuge zu. Mit einem Vorsprung von rund 33.700 Fahrzeugen hielten sich die Münchner auf Platz 1 im Oberklasse-Segment, wo sie seit 2005 führend sind. Eigentlich wollte Audi schon längst ansetzen, BMW als größten Oberklasse-Hersteller zu überholen, doch stattdessen fiel die Marke mit den vier Ringen hinter Mercedes zurück. Audi hatte sich 2011 an den Stuttgartern vorbei auf Platz 2 geschoben und in den vergangenen Jahren kräftig vom Marktwachstum in China profitiert. Daimlers Oberklasse-Marke holte dort 2015 deutlich auf – die Volksrepublik ist jetzt für alle drei Premium-Hersteller der größte Einzelmarkt.

Die BMW-Kleinwagenmarke Mini steigerte den Absatz im vergangenen Jahr um zwölf Prozent auf rund 338.500 Fahrzeuge. Bei der Superluxusmarke Rolls-Royce sackten die Verkaufszahlen dagegen um fast sieben Prozent auf 3785 Wagen ab, vor allem weil die Kunden in China sich zurückhielten.

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Opel – Gesamtjahr 2015

Opel hat trotz des Rückzugs aus dem russischen Markt im abgelaufenen Jahr europaweit so viele Autos verkauft wie seit vier Jahren nicht mehr. 2015 seien mehr als 1,1 Millionen Fahrzeuge vom Band zu den Kunden gerollt, 3,3 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Damit sind Opel und die britische Schwester Vauxhall etwas stärker gewachsen als der europäische Gesamtmarkt, der Marktanteil liegt bei 5,8 Prozent. Dieser habe in zehn Ländern zugelegt. Besonders gut verkauften sich der Mokka und der Corsa. Auch der Nutzfahrzeugverkauf legte zu, um 24 Prozent auf mehr als 100.000 Stück.

2011 hatte Opel nach jahrelanger Krise die Wende eingeleitet. Die Rüsselsheimer legten mit einem Sparprogramm die Grundlage für massive Investitionen der US-Mutter in neue Modelle der Europa-Tochter. Die Modelloffensive habe sich ausgezahlt, resümierte Opel-Vertriebschef Peter Christian Küspert. Die Rüsselsheimer seien zuversichtlich, den Erfolg 2016 fortschreiben zu können. "Ein Grund für unseren Optimismus ist der neue Opel Astra." Obwohl das Modell in den meisten europäischen Märkten erst seit November verkauft werde, gebe es bereits mehr als 80.000 Bestellungen.

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Renault – Gesamtjahr 2015

2015 hat Renault dank neuer Fahrzeugmodelle 2,8 Millionen Autos und Transporter ausgeliefert – so viel wie niemals zuvor. Damit wuchs der französische Autobauer mehr als doppelt so stark wie der weltweite Automarkt, der ein Plus von 1,6 Prozent verzeichnete. Die Franzosen bauten ihren Marktanteil in Europa aus und verteidigten ihre Position in den Schwellenländern. In Deutschland konnte Renault über 110.000 Autos verkaufen. Nach dem Rekordjahr setzen sich die Franzosen auch neue Ziele: "Unser Wachstum wird sich 2016 beschleunigen und wir werden unsere Position in all unseren Regionen verbessern", so Vertriebschef Thierry Koskas.

Gleichzeitig sieht sich Renault aber auch mit einem Problem noch unbekannten Ausmaßes konfrontiert. In der vergangenen Woche war bekanntgeworden, dass es bei Renault im Zusammenhang mit dem Abgasskandal bei Volkswagen zu Durchsuchungen kam. Die Aktien verloren zeitweise knapp 23 Prozent an Wert. Welche Folgen – etwa Rückrufe, Schadenersatz- oder Strafzahlungen – daraus resultieren, ist noch unklar.

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Dann geht alles schnell. Kurz darauf wird sie Mercedes-Chef Helmut Werner vorgestellt, der sie nach nur einem Abendessen und obwohl sie keinerlei Medienerfahrung hat, zur Kommunikationschefin macht.

Die neue Aufgabe verändert ihr Leben radikal. Denn Halbheiten mag sie nicht: „Was ich mache, mache ich richtig und mit Begeisterung.“ Die Baugeschäfte gibt sie in die Hände von zwei Geschäftsführern – die das Unternehmen zu ihrem Entsetzen in kurzer Zeit in den Konkurs führen. Die Lehrtätigkeit beendet sie, ihre 1993 geschlossene zweite Ehe wird zur Wochenendbeziehung: Das Autogeschäft bestimmt von nun an ihr Leben. Oder zumindest große Teile davon: „Ich arbeite von Sonntagabend bis Freitagabend für das Unternehmen. Samstag und 90 Prozent des Sonntags gehören meinem Mann und mir.“

So entwickelte sich Mercedes-Benz 2014
Größter Absatzmarkt waren erneut die USA mit 330.391 verkauften Autos (plus 5,7 Prozent). Wegen der hohen Nachfrage nach SUV hat Daimler den Ausbau seines Werks in Tuscaloosa angekündigt.
Erstmals vor Deutschland, war China 2014 für Daimler der zweitwichtigste Markt weltweit mit insgesamt 281.588 Autos - ein Plus von 29,1 Prozent.
In Europa steigerte Mercedes den Absatz 2014 um 9,4 Prozent auf 723.000 Fahrzeuge - und liegt damit deutlich über dem allgemeinen Marktwachstum. In Deutschland setzten die Schwaben 261.000 Modelle ab - ein Plus von 2,3 Prozent.
Die Kleinwagen verkauften sich 2014 dem Modelwechsel geschuldet schlechter. Der Absatz brach um 10,9 Prozent auf 89.844 Fahrzeuge ein. Der neue Fortwo und der Forfour sollen in diesem Jahr den Absatz deutlich steigern.

Als bekennende Querdenkerin („Ich hasse Erklärungen, die mit ,Das geht nicht‘ beginnen“) brauchte einige Zeit, um sich im Großunternehmen zurechtzufinden. Wie sie sich an den Konzern gewöhnt, muss der Konzern sich auch an sie gewöhnen. In Mitarbeiterkreisen berüchtigt sind von Beginn ihrer Daimler-Zeit an die E-Mails, die Winkler vom frühmorgendlichen Jogging per Blackberry verschickt – kurz vor 7 Uhr morgens. Dutzende Ideen, die „der Chefin“ beim Trab durch die Landschaft gekommen sind, werden dann zur Diskussion gestellt oder Anweisungen erteilt, die, wie ein Insider lästert, möglichst bis acht Uhr umgesetzt sein sollten: „Sonst kann es schon mal ungemütlich werden.“

„Ich will, dass wir alle begeistert sind. Dass wir dafür brennen, nicht nur Autos zu bauen, sondern auch unseren Kunden mehr Lebensqualität in der Stadt zu verschaffen und die Städte schöner zu machen“, doziert Winkler zu später Stunde nach einem langen Messetag. Womit wir wieder bei Smart wären.

Als Winkler dort Chefin wird, besteht das Produktprogramm nur noch aus einem einzigen Auto. Die Marathon-Rennradlerin, die in ihrer Zeit als Statthalterin von Daimler in Belgien bis zu einem schweren Unfall Tagesetappen von bis zu 250 Kilometern bewältigte, lässt in aller Eile ein Elektrobike entwickeln, um den Smart-Händlern ein kleines Zubrot zu verschaffen. Zudem hilft der Aufbau des Carsharing-Systems Car2Go, die Produktion in Hambach zu stabilisieren und das Unternehmen über Wasser zu halten.

Steigerung der Unternehmenskultur

Aber erst die strategische Kooperation mit Renault-Nissan und die Entwicklung einer gemeinsamen, heckgetriebenen Plattform für Smart und Renault Twingo (Codename Edison) sorgen für neuen Schwung. Winkler trägt viel dazu bei, um die unterschiedlichen Firmenkulturen zusammenzuführen und die Zwistigkeiten, die während der Fahrzeugentwicklung immer wieder zwischen den Ingenieuren von Daimler und Renault ausbrachen, zu beenden – durch klare Worte und versöhnliche Gesten, auch durch Kochevents, zu denen sie ihre deutschen und französischen Kollegen einlädt. Winkler und Renault-Chefentwickler Ali Kassei sind darüber zu Freunden geworden.

Seit Februar ist die neue Modellgeneration nun auf dem Markt, sind mit Zwei- und Viertürer sogar zwei Autos im Angebot, nicht nur in Europa, sondern auch in China. Zusammen mit Bodo Buschmann, dem Besitzer des Mercedes-Veredlers Brabus, feilt sie an stylischen Sondermodellen. Oft bis spät in die Nacht, denn auch um die Farben und Materialien der neuen Reihe Tailor Made, die in Kürze auf den Markt kommt, kümmert sich die Smart-Chefin persönlich. „Es ist nicht immer leicht mit ihr“, sagt der Unternehmer. „Aber es imponiert mir, mit wie viel Einsatz sie für das kleinste Auto im Großkonzern kämpft.“

Und der Einsatz zeigt Wirkung: Das ursprüngliche Verkaufsziel von 200.000 Autos pro Jahr erscheint Analysten erstmals ebenso realistisch wie ein ordentlicher Betriebsgewinn. Friedrich Maier, Geschäftsführer des Smart Centers in Esslingen und Sprecher des deutschen Smart-Händlerverbandes, ist guten Mutes. „Die Durststrecke ist endlich zu Ende.“

Zumal der Ausbau der Modellpalette zügig weitergeht. Im Herbst kommt das Cabrio, die Version mit Elektroantrieb im kommenden Frühjahr. Und hartnäckig halten sich Gerüchte, dass auf Basis des Nissan Juke ein Smart-SUV entsteht – die Produktionsentscheidung für den Smart Formore könnte bald fallen.

Winklers Ideen sind damit noch lange nicht ausgeschöpft. Kostprobe? Smart-Fahrer sollen in Parkhäusern Rabatt kriegen und bargeldlos bezahlen können, sie sollen Facelifts downloaden können, Teil einer weltumspannenden Community werden. „Es gibt für uns Chancen ohne Ende.“

Und das gilt sicher nicht nur für die Marke, sondern auch für deren Chefin.

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