Mydays: Das Geschäft mit dem Kick

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Meister der Synergien: Mydays-Co-Chef Trouvain leitet zugleich ProSieben Travel und soll nun Querverbindungen zu weg.de oder ferien.de schaffen.

Screenshot: www.mydays.de

von Rebecca Eisert

Das Erlebnisgeschenke-Portal Mydays testet eigene Läden und will mehr Firmenkunden gewinnen. Ob das reicht, um Marktführer Jochen Schweizer einzuholen?

Fabian Stich verkauft Erinnerungen an Abenteuer, Adrenalin, Luxus. Er macht aus Buchhaltern Bungee-Jumper und aus braven Hausfrauen lüsterne Mordkomplizinnen. Action gegen Bares ist das Geschäftsmodell von Eventvermittler mydays.de. 106 Meter Brücken-Bungee am Vorarlberg: 99 Euro, Krimidinner für zwei im Hamburger Restaurant Alster Au: 59 Euro.

Derweil sind Mydays-Geschäftsführer Stich selbst und sein neuer Kompagnon, der ProSieben-Manager Jörg Trouvain, auf einem Adrenalintrip der besonderen Art: der Jagd auf Marktführer Jochen Schweizer.

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Penetranter Verkäufer

Das Duo greift mit einem millionenschweren TV-Werbebudget an, wirbt mit ersten eigenen Läden um Laufkundschaft und grätscht beim stark wachsenden Geschäft mit Firmenkunden rein. Doch reicht das, um Schweizer im rund 500 Millionen Euro schweren Markt für Erlebnisgeschenke in Deutschland zu entthronen? Die Drohkulisse ist gewaltig. Seit 2013 ist das 2003 gegründete Unternehmen Mydays Teil der ProSiebenSat.1-Gruppe. Daher flimmert seit Oktober gefühlt jede Viertelstunde der Mydays-Kundenberater über den Bildschirm.

Er mimt hysterisches Giggeln über freudiges Glucksen bis hin zur bebenden Unterlippe, bis der Kunde ruft „Das will ich!“ und der Verkäufer einen Erlebnisgutschein überreicht, der beim Beschenkten zu solch überschäumender Dankbarkeit führen soll. Stichs Wachstumsstrategie ist simpel: Er will all das, was Schweizer längst hat.

Erstens: stationäre Shops. Schweizer hat bereits 39. Ob die sich alle rechnen, zweifeln Brancheninsider an, doch seine Bekanntheit haben die Läden enorm gesteigert. Mydays experimentiert derzeit mit einem temporären Pop-up-Store in Berlin. Eigene stationäre Shops könnten folgen.

Zweitens: Firmenkunden. Bei Jochen Schweizer hat die Sparte Corporate Solutions gerade eine neue Büroetage bezogen. Das Geschäft boomt. Trouvain und Stich wollen Arbeitgebern daher ebenfalls Mitarbeitermotivation mittels „außergewöhnlicher Erlebnisse“, etwa Betriebsausflügen, anbieten. Co-Geschäftsführer Trouvain zielt dabei auf Synergien innerhalb der Pro-Sieben Travel-Sparte ab.

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