Skandal bei Fast-Food-Kette: Kurswechsel bei Burger King lässt Fragen offen

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KommentarSkandal bei Fast-Food-Kette: Kurswechsel bei Burger King lässt Fragen offen

von Oliver Voß

Burger King reagiert endlich auf die skandalösen Zustände in vielen Filialen und setzt den Geschäftsführer Ergün Yildiz ab. Trotzdem bleiben viele Fragen offen. Will das Unternehmen nur den Imageschaden begrenzen?

Plötzlich geht alles ganz schnell. Nach dem RTL-Bericht von „Team Wallraff“ räumt Burger King kräftig auf. Alle 90 Restaurants, die der Konzern vor einem Jahr an die Yi-Ko-Holding verkauft hat, werden derzeit genau geprüft. Nach Angaben des Unternehmens wurden bereits sechs Filialen vorübergehend geschlossen. Zudem wurde der umstrittene Yi-Ko-Geschäftsführer Ergün Yildiz abgesetzt.

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Diese Schritte sind wichtig und richtig. Es ist gut, dass Burger King nun endlich Konsequenzen aus den skandalösen Zuständen in vielen seiner Restaurants zieht. Trotzdem bleiben viele Fragen offen.

Zum einen muss Burger King erklären, warum das Unternehmen nicht schon viel früher gehandelt hat. Die Schikanen gegen Mitarbeiter begannen direkt nach der Übernahme durch Yi-Ko, seit Monaten berichten die WirtschaftsWoche und andere Medien immer wieder über die Missstände bei Burger King. Auch, dass auf Kosten der Qualität und somit der Kunden gespart wird, ist kein neuer Vorwurf. Bereits im vergangenen Sommer berichteten Mitarbeiter, dass sie aufgrund neuer Vorschriften Burger verkaufen müssen, die eigentlich in den Müll gehören.

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Ohne die TV-Sendung und die Empörung der Kunden wäre diese Praxis wohl ewig weitergegangen. Denn über Monate ignorierte der Konzern solche Berichte und hat diese Praktiken somit stillschweigend akzeptiert. Mehr als „intensive Gespräche“ mit Yildiz gab es nicht. Das erweckt den Eindruck, dass der Burger King seinen Sparkurs insgeheim als Mittel zur Gewinnsteigerung in einem umkämpften Markt gebilligt hat.

Ob sich beim größten deutschen Franchisenehmer nun tatsächlich grundlegend etwas ändert, muss Burger King daher noch beweisen.

Dabei stellt sich auch die Frage, welche Rolle Yildiz künftig spielt. Denn er bleibt Gesellschafter und Namensgeber der Yi-Ko. Wäre es nicht konsequenter, Yi-Ko ganz die Lizenz zu entziehen? So erging es schließlich anderen Franchisenehmern wegen viel geringerer Vergehen.

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