Bild: dpaPlatz 5: Asus
Der Konzern aus Taiwan konnte um 11,8 Prozent im Vergleich zum dritten Quartal 2011 zulegen. Der Marktanteil lag im dritten Quartal 2012 mit 7,3 Prozent aber trotzdem am Schluss des Rankings des Marktforschungsunternehmens Gartner.
Apple ist im PC-Geschäft immer noch nicht groß genug, um unter die Top 5 Anbieter zu kommen.
Bild: REUTERSPlatz 4: Acer
Mit 9,9 Prozent Marktanteil im dritten Quartal 2012 landet die ebenfalls taiwanische Konkurrenz Acer Group auf dem vierten Platz. Der Konzern musste starke Verluste einstecken. Im Vergleich zum dritten Quartal 2011 verkaufte Acer 10,2 Prozent weniger PCs. Die Computer-Verkäufe insgesamt, unabhängig vom betrachteten Hersteller, sanken den Marktforschern zufolge in allen Regionen der Welt.
Bild: APPlatz 3: Dell
Mit 10,5 Prozent Marktanteil liegt Dell ein ganzes Stück weit hinter den beiden Erstplatzierten. Die weltweiten PC-Verkäufe gingen im Vergleich zum Vorjahresquartal um 13,7 Prozent zurück. Ein herber Schlag für den ehemaligen Branchenprimus aus Texas.
Bild: REUTERSPlatz 2: HP
Hewlett Packard hat seinen Spitzenplatz verloren. Der langjährige Marktführer musste sich der Konkurrenz aus China geschlagen geben. Der Marktanteil lag im dritten Quartal 2012 bei 15,5 Prozent. Die Marktforschungsfirma Gartner stellte bei dem US-Konzern allerdings einen drastischen Absatzeinbruch von 16,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal fest.
Bild: REUTERSPlatz 1: Lenovo
Der Marktanteil im dritten Quartal 2012 lag bei 15,7 Prozent. In der aktuellen Studie von Gartner liegt Lenovo damit um Haaresbreite vor HP. Der chinesische Konzern dürfte auf Dauer der größte PC-Hersteller der Welt werden: Lenovo steigerte die Verkäufe im Vergleich zum Vorjahresquartal um rund zehn Prozent. Vor rund sieben Jahren die hatte das Unternehmen die PC-Sparte des Computerriesen IBM gekauft.
Platz 5: Asus
Der Konzern aus Taiwan konnte um 11,8 Prozent im Vergleich zum dritten Quartal 2011 zulegen. Der Marktanteil lag im dritten Quartal 2012 mit 7,3 Prozent aber trotzdem am Schluss des Rankings des Marktforschungsunternehmens Gartner.
Apple ist im PC-Geschäft immer noch nicht groß genug, um unter die Top 5 Anbieter zu kommen.
Mit der Übernahme sämtlicher Geschäftsanteile der Gravis-Computervertriebsgesellschaft rückt Freenet ganz nah an die Kultfirma Apple heran. „Die gezielte Ausweitung unseres Angebots hochwertiger Apple-Lifestyle-Produkte rund um den Mobilfunk und mobiles Internet über alle Vertriebskanäle ist eine ideale Ergänzung unserer strategischen Entwicklung zum echten Digital-Lifestyle-Anbieter“, sagt der Vorstandsvorsitzende der in Hamburg ansässigen Freenet AG. Gravis hat mit dem Verkauf von Apple-Produkten einen Jahresumsatz von rund 160 Millionen Euro erzielt.
Für Vilanek hat die Übernahme auch persönliche Konsequenzen. Er übernimmt künftig auch die Rolle von Gravis-Gründer und -Geschäftsführer Archibald Horlitz, der als erster Apple-Händler in Deutschland alle Höhen und Tiefen der Computerfirma aus Cupertino in den vergangenen 25 Jahren erlebt hat. Horlitz wird sich aus dem operativen Geschäft zurückziehen. Ob er in den Aufsichtsrat von Freenet einzieht, ist noch offen. Das Kartellamt muss der Übernahme noch zustimmen, mit einer Entscheidung wird Anfang 2013 gerechnet.
Für die Freenet-Kunden wird es künftig einfacher, Apple-Geräte mit Verträgen aller vier in Deutschland aktiven Mobilfunkbetreiber zu kombinieren. Denn im Kern bedeutet die Übernahme, dass Freenet viel stärker in den 28 vor allen in Großstädten angesiedelten Gravis-Länden Flagge zeigt und dort auch Mobilfunkverträge verkauft. Im Gegenzug bekommt Gravis eine eigene Verkaufstheke in den 550 von Freenet betriebenen mobilcom-debitel-Shops. Apple weitet dadurch seine Vertriebsaktivitäten mit einem Schlag auf ganz Deutschland und stärkt damit seine bis dato eher schwache Präsenz in eher ländlich geprägten Regionen.
Bild: REUTERSWie macht Apple das nur?
Schon länger ist der Apple das wertvollste Unternehmen der Welt. Spätestens mit den jüngsten Quartalszahlen vom Januar allerdings ist der iPhone-Konzern abermals in neue Sphären vorgedrungen. Der Cashflow des jüngsten Quartals ist mit 17,6 Milliarden Dollar höher als der von Oracle (gut fünf Milliarden), Google (vier Milliarden) und Microsoft (5,8 Milliarden) zusammen. Zehn Gründe, warum das Unternehmen so viel besser ist als jeder Konkurrent.
Bild: dpa1. Der Netzwerkeffekt
Die IT-Welt funktioniert nach anderen Regeln als der Rest der Wirtschaft. Eine besondere Rolle spielt der sogenannte Netzwerkeffekt. Beispiel Microsoft: In der Ära des PCs hatte der Konzern ein Quasi-Monopol im Bereich der Desktop-Betriebssysteme und der Office-Software. Der Grund: Sobald MS-DOS und später Windows gegenüber damals konkurrierenden Systemen wie CP/M nur einen hauchdünnen Vorsprung hatte, entwickelten Softwareentwickler vornehmlich für das Microsoft-System, um möglichst viele potentielle Kunden zu erreichen. Andererseits wurde die Microsoft-Plattform mit der verfügbaren Software auch für die Kunden immer attraktiver.
Die große Verbreitung von Office in der PC-Ära machte auch diese Software zum Quasi-Standard: Wer die Dokumente von Freunden, Kollegen und Geschäftspartnern lesen und bearbeiten wollte, musste zur Microsoft-Software greifen. …
Bild: REUTERS1. Der Netzwerkeffekt
… Im mobilen Markt hat nun Apple die Nase vorn. Kein Smartphone wird häufiger verkauft als das iPhone, kein Tablet findet mehr Absatz als das iPad. Zwar werden in absoluten Zahlen im Smartphone-Markt mehr Geräte mit Android-System verkauft – doch Android-Nutzer sind im Schnitt deutlich weniger bereit, Geld für Apps auszugeben. Auf Android-Konferenzen von Google beklagen Entwickler regelmäßig wie schwer es ist, mit Software für die Google-Plattform Geld zu verdienen. Daher bleibt Apples iOS-Plattform für Entwickler attraktiver – und die meisten verfügbaren Apps gibt es für das Apple-System. Das wiederum macht die Apple-Systeme auch für Anwender besonders attraktiv.
Bild: dpa2. Flexibilität durch Zulieferer
Apple steht durch die Arbeitsbedingungen seiner Zulieferer viel in der Kritik. Das taiwanesische Unternehmen Foxconn, das vornehmlich in China produzieren lässt, wurde zum Symbol für Ausbeutung und schlechte Arbeitsbedingungen. In den USA beschäftigt der wertvollste Konzern der Welt gerade einmal rund 43.000 Mitarbeiter – bei Zulieferern rund um die Welt arbeiten 700.000 Arbeiter für Apple.
Apple schätzt an den Zulieferern aus Fernost aber nicht nur den Preis. Vergangenen Samstag gewährte die „New York Times“ einen detaillierten Blick hinter das Zulieferer-System des Unternehmens, basierende auf drei Dutzend Interviews mit aktuellen und ehemaligen Mitarbeitern von Apple, Geschäftspartnern, Regierungsmitarbeitern, Konkurrenten und Experten. …
Bild: AP2. Flexibilität durch Zulieferer
… Das Ergebnis der Analyse: Die Zulieferer aus Fernost sind nicht nur preislich konkurrenzlos, sie bieten Apple außerdem eine einzigartige Flexibilität. Für einen Konzern wie Apple, der teils über Jahre im Geheimen entwickelt und Produkte dann in kürzester Zeit in vielen Ländern der Welt in großen Stückzahlen bereitstellen muss, ist die Skalierbarkeit der Produktion ein Schlüsselfaktor für den Erfolg. „Es gibt keine amerikanische Fabrik, die das leisten kann“, sagte ein Apple-Manager der New York Times.
Dem Bericht zufolge kam von Ex-Apple-Chef Steve Jobs persönlich nur Wochen vor dem Start des ersten iPhones 2007 ein plötzlicher Änderungswunsch: Der Prototyp, den er getestet hatte, wurde von den Schlüsseln in derselben Tasche zerkratzt. „Ich werde kein Produkt verkaufen, das zerkratzt wird“, soll Jobs gesagt haben, „Ich will einen perfekten Glas-Bildschirm – und ich will ihn in sechs Wochen“. 8.000 Mitarbeiter in China wurden mitten in der Nacht aufgeweckt, um die Glasbildschirme zu montieren. Innerhalb weniger Tage war die Produktion umgestellt und die Firma produzierte 10.000 iPhones am Tag.
Bild: AP3. Marge
Die Marge pro verkauftem Gerät ist traditionell bei Softwareherstellern besonders hoch: Nachdem ein Software-Produkt entwickelt ist, sind die Kosten pro verkauftem Medium sehr gering, der Verkaufspreis hoch.
Apple verkauft zwar auch Software, verdient sein Geld aber hauptsächlich mit dem Verkauf von Hardware. Der Konzern erreicht allerdings auch bei der Hardware Margen, von denen die Konkurrenz nur träumen kann. Offizielle Zahlen gibt es nicht, doch Analysten schätzen die Marge pro verkauftem Gerät zwischen 30 und 40 Prozent. Besonders groß ist die Marge beim iPhone – und davon hat Apple wiederum besonders viele Geräte verkauft: im vergangenen viertel Jahr 37 Millionen Stück. Deutlich geringer wird die Marge beim iPad geschätzt. Die Tablets produziert Apple für seine Verhältnisse mit wenig Gewinn – und hat sich so ein Quasi-Monopol im Tablet-Bereich gesichert.
Bild: AP4. Konzentration auf das Wesentliche
… Auch bei den Produktkategorien herrscht Übersichtlichkeit. Das aktuelle iPhone gibt es jeweils mit unterschiedlicher Speicherausstattung – auf verwirrende Produktbezeichnungen mit langen Zahlenreihen und verschiedenen Ausstattungen verzichtet der Konzern komplett. Auch für das aktuelle Desktop-Betriebssystem Mac OS X gibt immer nur eine Version - und die Server-Variante als Addon. Zum Vergleich: Microsofts Windows 7 wird derzeit in sechs Versionen angeboten – von der Starter- bis zur Ultimate-Variante.
Mit der Konzentration auf das Wesentliche hat Apple auch beim Produktdesign Trends gesetzt: Überflüssiges wird weggelassen, bei Hard- wie bei Software. Das macht die Produkte elegant und benutzerfreundlich. Damit liegt Apple ganz auf der Linie des heimlichen Vorbilds, dem deutschen Braun-Designer Dieter Rams. In seinen 10 Designthesen postulierter er unter anderem „Gutes Design ist sowenig Design wie möglich“ und „Gutes Design macht ein Produkt verständlich“.
Bild: REUTERS5. Kontrolle der gesamten User Experience ab dem Kauf
Apple gibt das Heft nicht aus der Hand: Kauft ein Nutzer ein Apple-Produkt, begibt er sich ganz in die Hände des Konzerns: Hardware, System-Software, Support – alles stellt Apple selbst bereit.
Als Steve Jobs 2001 den Einstieg in das Retail-Geschäft ankündigt, stellt er sich gegen den damaligen Zeitgeist. Damals ist der Online-Direktvertrieb von Computern angesagt, wie ihn die damalige Marktführer Hewlett Packard und Dell vorantreiben. Jobs glaubt an das Prinzip Einzelhandel, weil der Kunde so schon beim Einkauf emotional angesprochen werden kann. Jobs ärgert sich nur darüber, wie der Einzelhandel damals versucht, Geräte an den Mann zu bringen. …
Bild: REUTERS5. Kontrolle der gesamten User Experience ab dem Kauf
… Apple gründet eigene Apple Stores. Damit hat das Unternehmen bei vielen Kunden nun die gesamte User Experience unter Kontrolle – und zwar schon ab dem Kauf des Geräts. Statt auf zweckdienliche Verkaufsräume setzt Apple auch hierbei auf Perfektion: viel Raum, schöne Formen, die Produkte werden ansprechend präsentiert – und Mitarbeiter an einer „Genius Bar“ helfen bei Problemen. Die Apple Stores sind die erfolgreichsten Einzelhandelsgeschäfte aller Zeiten. Eine US-Verkaufsstudie der Firma RetailSails kam 2011 zu dem Ergebnis, dass kein anderes Einzelhandelsgeschäft in den USA so viel Umsatz pro Quadratmeter macht wie die Apple Stores. Auf Platz zwei folgt der Schmuck-Vertrieb von Tiffany – mit gerade einmal der Hälfte des Wertes.
Bild: dpa6. Tim Cook
Der aktuelle Apple-Chef und Steve-Jobs-Nachfolger (hier links neben seinem Vorgänger) ist einer der Architekten des Apple-Erfolgs. Dem nüchternen Technokraten fehlt zwar die Steve-Jobs-Aura – im Hintergrund sorgte er als Chief Operating Officer schon unter Steve Jobs dafür, dass die Apple-Maschinerie rund läuft. Seine Prozessoptimierungen halfen dabei Logistik und Produktion des Konzerns deutlich zu optimieren – was die heutigen Margen überhaupt erst ermöglichte. Außerdem beendete er die Jahre währende Mangelwirtschaft bei Apple. Vor Cooks Umstellungen der Produktion waren viele Apple-Produkte zwar begehrt, doch oft wochenlang nicht verfügbar.
Von einem ehemals teuer produzierenden Unternehmen wurde Apple unter Cook zu einem der effizientesten Unternehmens überhaupt. Abzuwarten bleibt, ob es Steve Jobs gelungen ist, sein visionäres Denken zu Lebzeiten in der DNA des Apple-Konzerns zu verankern.
Wie macht Apple das nur?
Schon länger ist der Apple das wertvollste Unternehmen der Welt. Spätestens mit den jüngsten Quartalszahlen vom Januar allerdings ist der iPhone-Konzern abermals in neue Sphären vorgedrungen. Der Cashflow des jüngsten Quartals ist mit 17,6 Milliarden Dollar höher als der von Oracle (gut fünf Milliarden), Google (vier Milliarden) und Microsoft (5,8 Milliarden) zusammen. Zehn Gründe, warum das Unternehmen so viel besser ist als jeder Konkurrent.
Unberührt von dem Gravis-Deal sind lediglich die exklusiven Vertriebspartnerschaften für das iPhone, die Apple mit den Mobilfunknetzbetreibern wie die Deutsche Telekom und Vodafone eingegangen ist. Freenet bekommt alle iPhones weiterhin von Telekom & Co. geliefert. Doch mittelfristig könnte sich auch das ändern. Denn in Großbritannien ist Apple bereits eine Vertriebspartnerschaft mit dem Großhändler Carphone Warehouse eingegangen.
Der Aktienkurs von Freenet hat auf die Nachricht von der Übernahme leicht positiv reagiert. Angesichts der Tatsache, dass die Aktie seit Jahresanfang knapp 50 Prozent zugelegt hat, ist das ein gutes Zeichen. Vor der Übernahme lag das Kurs-Gewinn-Verhältnis des Tec-Dax-Werts auf Basis der für 2012 erwarteten Gewinne bei knapp 11 und für 2013 bei 8,4 das ist nicht teuer. Berücksichtigen müssen Anleger aber auch, dass Freenet zuletzt ein Wachstumsproblem hatte. Der Umsatz 2012 dürfte mit geschätzt 3,07 Milliarden Euro um knapp fünf Prozent unter dem des Vorjahrs liegen.
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