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US-HandelspolitikTrump: Geplante Zölle sollen alle Länder treffen

Der von Trump angekündigte „Befreiungstag“ steht kurz bevor. Dann sollen neue Zölle verkündet werden. Diese sollen sich ausnahmslos gegen alle Länder richten, wie der US-Präsident nun klarstellt. 31.03.2025 - 09:57 Uhr aktualisiert
US-Präsident Donald Trump spricht mit Reportern. Foto: AP

Von den geplanten wechselseitigen Zöllen der USA soll nach Angaben von Präsident Donald Trump kein Staat verschont bleiben. „Man würde mit allen Ländern anfangen“, sagte er während eines Flugs mit der Präsidentenmaschine Air Force One. „Wir würden von allen Ländern sprechen.“

Der sich wegen der US-Zollpolitik zunehmend abzeichnende globale Handelskonflikt belastete die Börsen Asiens zum Wochenstart. Der japanische Leitindex Nikkei 225 fiel zuletzt um rund 4 Prozent. Für den Hang-Seng-Index der Sonderverwaltungszone Hongkong ging es zuletzt um 1,7 Prozent nach unten und der CSI-300-Index mit den wichtigsten chinesischen Festlandaktien sank um rund ein Prozent.

„Befreiungstag“ steht bevor

Zuvor hatte Trumps Wirtschaftsberater Kevin Hassett dem Sender Fox Business gesagt, die US-Regierung werde sich auf die 10 bis 15 Staaten konzentrieren, mit denen die größten Handelsungleichgewichte bestehen. Trump will am Mittwoch (2. April) ein großes Zollpaket verkünden. Er rief für das Datum den „Liberation Day“ (Befreiungstag) für die Vereinigten Staaten aus.

25 Prozent

Die wichtigsten Fragen und Antworten zu den Importzöllen

Für den Tag kündigte Trump kürzlich auch Zusatzzölle in Höhe von 25 Prozent auf alle Autoimporte an. Nach einem Bericht des Senders NBC von Sonntag drohte Trump außerdem damit, die Käufer russischen Öls mit Strafzöllen zu belegen. Diese würden demnach 25 Prozent betragen und könnten jederzeit kommen.

Zunehmende Zollängste setzen Dax zu

Trumps Äußerungen zerstreuen Hoffnungen, dass die Maßnahmen selektiver ausfallen würden. „Die Strafzölle der US-Regierung und die Furcht vor neuen Ankündigungen schon am Mittwoch sorgen für Trostlosigkeit auf den Börsenparketten und in den Handelssälen dieser Welt“, sagte Jochen Stanzl, Chefanalyst beim Broker CMC Markets. „Die Neigung, Rücksetzer zu kaufen, ist so gut wie verschwunden.“

Im Mittelpunkt bei den Einzelwerten standen die Bilanzen kleiner und mittlerer Unternehmen. Die SDax-Mitglieder Cancom, Norma und Drägerwerk verloren nach negativ aufgenommenen Zahlen zwischen 1,3 und 8,5 Prozent.

Für fallende Kurse sorgten auch negative Analystenkommentare. Herabstufungen der US-Investmentbank Jefferies und des britischen Finanzdienstleisters Keybanc drückten die Titel von SMA Solar, Gerresheimer und Hochtief um drei bis 6,3 Prozent ins Minus.

dpa, rtr
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