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US-RegierungDinner mit Trump - für eine Million US-Dollar

Bei einem „Candlelight Dinner“ können zahlungskräftige Gäste den direkten Draht zum US-Präsidenten suchen – hinter verschlossenen Türen in seinem Privatklub Mar-a-Lago. 05.04.2025 - 09:50 Uhr
Der US-Präsident Donald Trump spricht zu Reportern in Mar-a-Lago. Foto: Evan Vucci/AP/dpa

US-Präsident Donald Trump startet mit einem exklusiven Abendessen ins Wochenende: Für einen Sitzplatz beim „MAGA Inc. Candlelight Dinner“ am Freitagabend (Ortszeit) in seinem Anwesen Mar-a-Lago in Florida werden laut dem Sender CBS News stolze eine Million US-Dollar (rund 913.000 Euro) fällig.

Organisiert wird der hochpreisige Abend nicht direkt vom Präsidenten selbst, sondern von der Lobbygruppe MAGA Inc., einem sogenannten Super-PAC. Nach US-Wahlrecht dürfen diese Gruppen unbegrenzt Spenden sammeln, um Politiker zu unterstützen – offiziell jedoch ohne sich mit ihnen zu koordinieren. Wohl auch deshalb weist die Einladung zum Dinner laut CBS News im Kleingedruckten darauf hin, dass Trump lediglich als Gastredner auftritt – und nicht aktiv um Spenden wirbt. 

Vergangenes Jahr sammelte MAGA Inc. laut öffentlich zugänglichen Informationen hohe Millionensummen für Trumps Wahlkampf.

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Märkte auf Talfahrt

Das Dinner fällt in eine politisch angespannte Phase: Diese Woche hatte Trump ein gewaltiges Zollpaket angekündigt. Seitdem befinden sich die Märkte weltweit auf Talfahrt. Der Chef der US-Notenbank, Jerome Powell, warnte vor höherer Inflation und einem wachstumsfeindlichen Klima.

Bereits zuvor hielt MAGA Inc. solche Abendessen in Mar-a-Lago ab – laut den Portalen „Axios“ und „Wired“ ebenfalls mit einem Preis von einer Million Dollar pro Platz. Am 24. April soll laut CBS News ein weiteres Dinner stattfinden – zwar in der Hauptstadt Washington, aber zum gleichen Preis. Wer noch tiefer in die Tasche greift, kann sich demnach einen besonderen Status sichern: für 2,5 Millionen Dollar als „Co-Gastgeber“, für fünf Millionen als offizieller Gastgeber des Abends.

Was genau mit dem Geld geschieht, ist unklar. Laut „Washington Post“ verweigerte ein Sprecher von MAGA Inc. im Dezember die Auskunft.

Mar-a-Lago als strategischer Anlaufpunkt

Trumps luxuriöser Privatklub steht seit Jahren im Fokus; auch als US-Präsident verbringt er seine Wochenenden für gewöhnlich in Florida. Nach seinem Wahlsieg im November wurde Mar-a-Lago zur Anlaufstelle für milliardenschwere Unterstützer und politische Weggefährten. Einer der regelmäßigen Gäste: Tech-Milliardär Elon Musk. 

Kritiker sehen in Mar-a-Lago ein Symbol für den Stil eines Präsidenten, der sich wie ein amerikanischer Oligarch inszeniere – mit prunkvollen Veranstaltungen hinter verschlossenen Türen, bei denen sich Politik und Geschäft auf schwer durchschaubare Weise vermischten.

dpa
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