Ifo-Beschäftigungsbarometer: Jobabbau verlangsamt sich – Arbeitsmarkt stabilisiert sich
In Deutschland wollen weniger Unternehmen als zuletzt Stellen abbauen. Das Beschäftigungsbarometer des Münchner Ifo-Instituts stieg im Mai auf 95,2 Punkte, nach 94,0 Zählern im April, wie Münchner Ökonomen am Montag mitteilten. „Der Arbeitsmarkt zeigt erste Anzeichen einer Stabilisierung“, sagte Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen. „Ob daraus eine echte Trendwende wird, hängt maßgeblich von der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung ab.“
In der Industrie ist das Barometer demnach zum fünften Mal in Folge gestiegen. „Insgesamt bauen die Unternehmen jedoch weiter mehrheitlich Stellen ab“, erklärte das Ifo. Die Dienstleister stockten ihren Personalbestand dagegen leicht auf – „insbesondere in der Leiharbeitsbranche keimt vorsichtiger Optimismus auf“.
Im Handel überwiegt hingegen weiter der Abbau von Arbeitsplätzen. Auch die Betriebe im Baugewerbe planen noch überwiegend mit weniger Beschäftigten, wenngleich sich auch hier der Stellenabbau vermindert.
Die deutsche Wirtschaft ist im ersten Quartal 2025 um 0,4 Prozent gewachsen. Allerdings rechnen viele Ökonomen damit, dass der Zollstreit mit den USA und die allgemeine Unsicherheit die Konjunktur im laufenden zweiten Quartal bremsen dürften.
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