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BayWaNeue US-Gesetze könnten BayWa-Sanierung gefährden

US-Präsident Trumps Abneigung gegen erneuerbare Energien könnte die BayWa-Sanierung gefährden. Eingeplante Steuergutschriften könnten 2028 auslaufen. 23.09.2025 - 13:31 Uhr
Der Baywa-Schriftzug steht auf einer Stelle am Technikzentrum des Unternehmens im Hafen von Bamberg. Foto: Daniel Karmann/dpa

Die Abneigung von US-Präsident Donald Trump gegen erneuerbare Energien könnte die Sanierung des bayerischen Agrarkonzerns BayWa gefährden. Die 51-Prozent-Tochtergesellschaft BayWa r.e., die Wind- und Solarprojekte entwickelt, betreibt und weiterverkauft, sei von der geplanten Einschränkung der staatlichen Förderung von erneuerbaren Energien in den USA betroffen, teilte die BayWa AG am Dienstag in München mit.

Nach dem „One Big Beautiful Bill Act“ von Trump sollen die von seinem Vorgänger Joe Biden im „Inflation Reduction Act“ eingeführten Steuergutschriften für solche Projekte bis 2028 schrittweise auslaufen. Das könne die Umsatz- und Ertragserwartungen der BayWa r.e. über den Haufen werfen, warnte die BayWa.

„Die Prüfung des genauen Umfangs der möglichen Auswirkungen sowie der Möglichkeit, diese durch Gegenmaßnahmen zu beschränken, wird voraussichtlich mehrere Wochen dauern“, hieß es in der Mitteilung. Die BayWa AG hat für ihre Sanierung Erträge und Ausschüttungen der Tochter fest eingeplant. Sollten diese deutlich geringer ausfallen als gedacht, müsste die BayWa AG möglicherweise mit weitergehenden Maßnahmen reagieren, um ihre Sanierung abzusichern. Sie hatte sich im Frühjahr dagegen entschieden, die Mehrheit an der BayWa r.e. abzugeben, auch weil sie damit rechnet, dass sich diese später teurer verkaufen lässt.

Der Vorstand sei „aus heutiger Sicht zuversichtlich, die Sanierung mit Hilfe entsprechender Gegenmaßnahmen (...) bis Ende 2028 erfolgreich abschließen zu können“, erklärte die BayWa AG. Die BayWa-Aktie gab dennoch um drei Prozent auf 8,18 Euro nach.

Unter dem Wegfall der Steuervergünstigungen würde die BayWa r.e. sowohl als Betreiber leiden als auch bei einem Verkauf der Solar- und Windparks, weil der nächste Eigentümer mit geringeren Erträgen rechnen kann. Unternehmenskreisen zufolge sieht der Vorstand aber gute Chancen, die Ertragsausfälle in den USA durch Projekte in anderen Ländern wettzumachen.

rtr
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