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Generalstreik in GriechenlandLandesweite Streiks gegen neue Arbeitszeitregeln

Von der Außenwelt abgeschnittene Inseln, stillstehende Fähren, Busse, Bahnen sowie Taxis – warum der geplante 13-Stunden-Tag viele Griechen auf die Barrikaden treibt. 01.10.2025 - 11:38 Uhr
Der geschlossene und leere Bahnhof von Piräus während eines 24-stündigen Generalstreiks. Foto: Socrates Baltagiannis/dpa

Die großen Gewerkschaften Griechenlands haben weite Teile des öffentlichen Verkehrs lahmgelegt.

Sie protestieren gegen die geplanten Arbeitszeitregelungen und fordern höhere Löhne.

Nach Angaben der Gewerkschaften beteiligten sich der öffentliche Dienst und der Verkehrssektor am Ausstand.

Verkehr besonders betroffen

Besonders stark betroffen war der Verkehr: Fähren blieben in den Häfen, Züge fuhren nicht. Inseln ohne Flughafen waren durch den Streik der Seeleute zeitweise von der Außenwelt abgeschnitten. Viele Touristen traten ihre Heimreise vorzeitig an, um rechtzeitig zu ihren Flügen zu gelangen, wie der griechische Rundfunk berichtete. 

Auch Taxifahrer legten die Arbeit nieder. Busfahrer und das Personal der U-Bahnen in Athen und Thessaloniki streikten für mehrere Stunden. Für den Mittag waren in Athen und anderen großen Städten Kundgebungen geplant.

Arbeitszeit

Nach der Sechs-Tage-Woche kommt jetzt der 13-Stunden-Tag in Griechenland

Im vergangenen Jahr führte die griechische Regierung ein Gesetz für verlängerte Arbeitszeiten ein. Nun soll bereits das nächste folgen.

von Anabel Schröter

Streit um Arbeitszeiten

Die Gewerkschaften fordern eine 35-Stunden-Woche statt der derzeit geltenden 40 Stunden. Staatsbedienstete verlangen zudem die Wiedereinführung des 13. und 14. Monatsgehalts, das im Zuge der Finanzkrise ab 2010 abgeschafft wurde.

Löhne unter Druck

Griechenland gehört innerhalb der EU zu den Ländern mit den niedrigsten Reallöhnen. Trotz deutlicher wirtschaftlicher Erholung kritisieren viele Beschäftigte, dass die stark gestiegenen Lebenshaltungskosten nicht durch entsprechende Einkommenszuwächse ausgeglichen werden. 

Die regierenden Konservativen unter Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis führen dennoch in der sogenannten Sonntagsfrage in allen Umfragen mit zehn bis 15 Prozentpunkten vor den Sozialdemokraten.

dpa
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