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GrönlandDeutschland schickt Soldaten nach Grönland

Vor dem Hintergrund der US-Ansprüche auf Grönland entsenden die Nato-Staaten Deutschland, Schweden und Norwegen Militärpersonal auf die Insel. Auch Dänemark verstärkt seine Präsenz. 14.01.2026 - 20:18 Uhr Quelle: dpa
Neue Entwicklung im Grönland-Konflikt Foto: Steffen Trumpf/dpa

Vor dem Hintergrund der US-Ansprüche auf Grönland entsenden die Nato-Staaten Deutschland, Schweden und Norwegen Militärpersonal auf die Insel. „Deutschland wird morgen ein gutes Dutzend Soldaten als Erkunder nach Grönland schicken“, sagte ein Regierungssprecher der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwochabend. Er bestätigte damit einen Bericht der „Bild“. Norwegen werde zwei Soldaten im Zuge einer besseren Kooperation der Nato schicken, sagte Verteidigungsminister Tore Sandvik Reuters. Schwedens Ministerpräsident Ulf Kristersson erklärte wiederum auf der Plattform X, noch am Mittwoch würden einige schwedische Offiziere auf Grönland eintreffen.

„Gemeinsam bereiten sie die nächsten Schritte im Rahmen der dänischen Übung ‚Operation Arctic Endurance‘ vor“, schrieb Kristersson. Man habe damit auf eine dänische Anfrage reagiert. Die Offiziere gehörten zu einer Gruppe aus mehreren verbündeten Ländern. In den vergangenen Tagen hatte US-Präsident Donald Trump immer wieder mit der Annexion Grönlands gedroht und dies mit nationalen Sicherheitsinteressen begründet.

Ankündigung kurz vor Grönland-Gipfel in Washington

Auch Dänemark erhöht ab sofort seine Militärpräsenz in und um Grönland. Dies geschehe im Zusammenhang mit militärischen Übungen mit sowohl Flugzeugen, Schiffen als auch Soldaten – und in enger Zusammenarbeit mit Nato-Verbündeten.

Ziel sei es, die Fähigkeit zum Einsatz unter den besonderen Bedingungen in der Arktis zu trainieren und die Präsenz des Verteidigungsbündnisses zu stärken. Bei den Übungsaktivitäten könne es sich laut der Mitteilung unter anderem um die Unterstützung grönländischer Behörden wie der Polizei, die Überwachung systemrelevanter Anlagen, den Einsatz von Kampfflugzeugen in und um Grönland, die Lösung von Marineaufgaben sowie die Entgegennahme alliierter Truppen handeln. Grund dafür sei, dass sich „die sicherheitspolitischen Spannungen bis in die Arktis“ ausgedehnt haben.

Grönland gehört zum dänischen Königreich, ist aber weitgehend autonom. Die Regierungen von Dänemark und Grönland haben deutlich gemacht, dass ein Verkauf oder eine Annexion des Territoriums durch die USA inakzeptabel sind. Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen warnte vor einem Ende der Nato, sollte die US-Regierung ihre Ankündigungen wahrmachen.

dpa, rtr
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