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OsteuropabankMehr Engagement in der Ukraine

Die European Bank for Reconstruction and Development (EBRD) - kurz Osteuropabank - will sich in Zukunft stärker in der Ukraine engagieren.Yvonne Esterházy, Angela Hennersdorf 04.10.2014 - 06:00 Uhr

„Angesichts der Reformen in der Ukraine und des neuen IWF-Programms haben wir entschieden, dort wieder aktiver zu sein. Bisher haben wir (im Jahresverlauf) etwa 650 Millionen Euro investiert: Wir rechnen weiter damit, dass wir 2014 zwischen 900 Millionen und etwas über einer Milliarde Euro liegen dürften“, sagte der Präsident der Bank, Suma Chakrabarti, im Interview mit der WirtschaftsWoche. Im Gegensatz dazu darf die Bank seit einigen Wochen auf Weisung ihrer Eigentümer, darunter 64 Staaten, keine neuen Kredite mehr für Projekte in Russland bereitstellen. „Diese Anweisung ist nicht befristet“, so Chakrabarti. Allerdings gibt es bisher keine Überlegungen, die Mitgliedschaft Russlands bei der EBRD zu suspendieren: „Das wäre die allerletzte Option, sozusagen der Super-GAU. Wir bleiben in Russland engagiert, denn unsere bisherigen Projekte laufen ja weiter“, erläuterte er. Die Ausweitung der EU-Sanktionen auf den Energiesektor treffe nun den Kern der russischen Wirtschaft und werde das Wachstum beeinträchtigen. Der Bankensektor sei dagegen bisher noch recht stabil, „man wird abwarten müssen, ob das so bleibt.“

Bisher hat sich der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine laut Chakrabarti noch nicht negativ auf die EBRD-Bilanz ausgewirkt: Bis Ende August erreichten die Investitionen der Bank in diesem Jahr mit 4,5 Milliarden Euro sogar einen Rekord; bis Ende August 2013 waren es dagegen nur 3,9 Milliarden Euro, und damals war noch keine Rede von einem Embargo gegen Russland, so der Chef der Osteuropabank. Für das große Investitionsvolumen in diesem Jahr sei vor allem die breit gestreute Nachfrage aus anderen Ländern verantwortlich. „Aber wir rechnen nicht damit, dass 2014 auch unter dem Strich ein Gewinn von etwas mehr als einer Milliarde Euro übrig bleiben wird wie 2013“, sagte Chakrabarti der WirtschaftsWoche.

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