Krieg: Ukrainische Delegation zu Gesprächen in den USA gelandet
Eine ukrainische Delegation ist in den USA zu Gesprächen über den Plan der US-Regierung für ein Ende des russischen Invasionskrieges eingetroffen.
Es gehe darum, „Einzelheiten des Friedensabkommens“ zu besprechen, teilte der Stabschef des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, Kyrylo Budanow, am Samstag auf Telegram mit.
Darüber werde er an der Seite der Unterhändler Rustem Umerow und Dawyd Arachamia mit dem US-Unterhändler Steve Witkoff, Staatssekretär Dan Discroll und dem Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, verhandeln.
Selenskyj sagte am Freitag in Kiew, die Delegation werde versuchen, mit den US-Beamten Dokumente für eine vorgeschlagene Friedensregelung auszuarbeiten, die sich auf Sicherheitsgarantien für die Zeit nach dem Krieg und den wirtschaftlichen Wiederaufbau beziehen. Falls eine Einigung gelinge, könnten die USA und die Ukraine die Dokumente nächste Woche auf dem Weltwirtschaftsforum im Schweizerischen Davos unterzeichnen. Dort wird den Organisatoren zufolge auch Trump erwartet. Die Vorschläge müssten auch noch Russland vorgelegt werden.
Indessen setzte Russland seine Attacken auf die ukrainische Energieversorgung fort. In der Nacht zu Samstag seien Anlagen in den Regionen Kiew und Odessa angegriffen worden, teilte das Energieministerium mit. In der Region Kiew seien mehr als 20 Ortschaften ohne Strom gewesen. Der neue Energieminister Denys Schmyhal sagte am Freitag, die Behörden hätten die Ausgangssperre gelockert, damit die Menschen bei Bedarf öffentliche Zentren aufsuchen können, in denen geheizt ist.
Russland versucht, die ukrainische Zivilbevölkerung in den eisigen Wintermonaten von Wärme und fließendem Wasser abzuschneiden, um so den Widerstandswillen gegen die Invasion zu brechen. Die Nachttemperaturen in der Ukraine sind auf bis zu minus 18 Grad gefallen.
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