Mittelstand: So werden aus Unternehmen Weltmarktführer
Familienunternehmer Koch (links) und Gießerei-Chef Pfaffe
Foto: Dominik Asbach für WirtschaftsWoche, Christoph Busse für WirtschaftsWocheWilfried Pfaffe ist weder Pessimist noch Nihilist, im Gegenteil, er leitet ein Unternehmen, das auf dem Weg zum Weltmarktführer ist. Trotzdem sagt er: „Der schlimmste Feind eines Unternehmens ist die Hoffnung.“ Hoffnung verneble die Fähigkeit zur kritischen Analyse, zu erkennen, was geht und was nicht, so seine Überzeugung. Viel wichtiger, als sich an Hoffnungen festzuklammern, sei „die Bereitschaft, keinen Stein auf dem anderen zu lassen“. Der langjährige Chef der Walzengießerei Coswig aus dem gleichnamigen Städtchen bei Dresden spricht aus Erfahrung. Ihm ist es gelungen, ein 123 Jahre altes Ex-DDR-Unternehmen in die Marktwirtschaft und trotz zahlreicher Niederlagen und Neuanfänge in Richtung Weltmarktspitze bei den Anbietern spezieller Gussteile zu führen. Deutschland ist nicht nur das Land der mittelständischen globalen Champions, sondern auch Heimat zahlreicher kleiner Unternehmen, die sich gerade erst aufmachen, Weltstars zu werden. Wer zu diesen „Future Champions“ gehört, hat erstmals die Schweizer Universität St. Gallen erhoben.
Platz 30: Ensinger
Die 1966 gegründete Ensinger GmbH verarbeitet Kunststoffe zu Halbzeugen, Fertigteilen, Profilen oder Compounds. Neben dem Hauptsitz im baden-württembergischen Nufringen fertigt Ensinger an zwei weiteren Standorten in Deutschland. Das Familienunternehmen hat außerdem 14 Fabriken in aller Welt, darunter fünf in den USA und eine in China sowie zahlreiche Vertriebsniederlassungen – bis hin nach Indien.
Branche: Kunststoffe
Mitarbeiter 2012: 2181
Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 100,00/350,20
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 13,35 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 876,2
Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer
Foto: PressePlatz 29: Sennheiser electronic
Die Firma Sennheiser ist vor allem Audio-Fans ein Begriff. Der Mittelständler aus Wedemark-Wennebostel ist vor allem für seine Mikrofone und Kopfhörer bekannt. Im Profi-Bereich bietet das 1945 gegründete Unternehmen Broadcast-Technik, Luftfahrtkommunikationssysteme und Headsets für Callcenter an.
Branche: Audiotechnik
Mitarbeiter 2012: 2100
Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 229,10/584,40
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 9,82 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 906,3
Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer
Foto: PressePlatz 28: Adva Optical Networking
Der Glasfaser-Spezialist Adva Optical Networking wurde erst 1994 als kleines Start-up im thüringischen Meiningen und in München gegründet. Die Glasfaser-Übertragungstechnik von Adva wird weltweit von mehr als 10.000 Unternehmen eingesetzt. Produziert wird am Unternehmenssitz in Meiningen, die Verwaltung sitzt im bayerischen Martinsried.
Branche: Telekommunikation
Mitarbeiter 2012: 1378
Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 88,06/330,10
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 14,13 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 907,3
Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer
Foto: ScreenshotPlatz 27: Schottel
Die Schottel Gruppe mit Sitz im rheinland-pfälzischen Spay am Rhein entwickelt, konstruiert, produziert und vertreibt steuerbare Schiffsantriebs- und Manövriersysteme sowie komplette Antriebsanlagen.
Branche: Schiffsmaschinenbau/Antriebstechnik
Mitarbeiter 2012: 1100
Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 80,00/313,00
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 14,625 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 911,6.
Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer
Foto: PRPlatz 26: Pfeiffer Vacuum Technology
1890 in Wetzlar gegründet, entwickelte sich Pfeiffer schnell zum führenden Unternehmen für Vakuumtechnik. Die 1958 erfundene Turbopumpe macht noch heute in ihrer weiterentwickelten Form 40 Prozent des Konzernumsatzes aus. Der Maschinenbauer ist im TecDax gelistet.
Branche: Vakuumlösungen
Mitarbeiter 2012: 2270
Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 150,90/461,30
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 11,82 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 948,9
Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer
Foto: WirtschaftsWochePlatz 25: igus
Die 1964 in Köln gegründete Igus GmbH ist ein Spezialist für Spitzguss-Kunststoffteile. Alle Produkte, wie etwa Kunststoffgleitlager oder flexible Spezialleitungen werden in diesem Verfahren hergestellt. Igus ist der weltweit größte Hersteller von Energiekettensystemen mit Spezialleitungen, Steckern und Zubehör.
Branche: Kunststoff-Energieketten
Mitarbeiter 2012: 2175
Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 117,00/399,00
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 13,05 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 961,7
Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer
Foto: PressePlatz 24: Hansgrohe
Hansgrohe stellt Armaturen, Brausen, Thermostate, Abläufe und Badzubehör her. Das 1901 in Schiltach im Schwarzwald gegründete Unternehmen darf nicht mit der Firma Grohe, die ebenfalls Armaturen herstellt und von Hans Grohes Sohn Friedrich gegründet wurde, verwechselt werden. Die Familie des jüngsten Sohns des Firmengründers hält heute noch 32 Prozent des Unternehmens, 68 Prozent gehören der amerikanischen Masco Corporation.
Branche: Armaturen
Mitarbeiter 2012: 2178
Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 360,50/805,00
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 8,37 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 992,6
Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer
Foto: REUTERSPlatz 23: Emka Beschlagteile
Die Emka Beschlagteile GmbH stellt Komponenten für industrielle Schränke und Gehäuse her. Heute fertigt das 1932 in Velbert bei Düsseldorf gegründete Unternehmen weltweit an acht Standorten.
Branche: Verschlusstechnik
Mitarbeiter 2012: 1400
Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 42,99/230,00
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 18,26 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 1000,5
Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer
Foto: PressePlatz 22: Bitzer
Bitzer aus dem schwäbischen Sindelfingen ist ein Spezialist für Klima- und Kältetechnik. Das Unternehmen ist mit über 40 Tochtergesellschaften international aufgestellt und fertigt unter anderem in Deutschland, Portugal, Südafrika, Australien, China und den USA Verdichter, Druckbehälter und Verflüssigungssätze.
Branche: Kältemaschinen
Mitarbeiter 2012: 3046
Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 231,58/639,00
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 10,67 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 1120,5
Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer
Foto: PressePlatz 21: Pöschl Tabak
Pöschl gehört zu den weltweit größten Produzenten von Schnupftabak – in Deutschland hat das Unternehmen nach eigenen Angaben einen Marktanteil von 95 Prozent, weltweit noch von 50 Prozent. Pöschl Tabak hat seinen Sitz in Geisenhausen bei Landshut und befindet sich noch immer im Besitz der Familien Pöschl und Engels. Neben Schnupftabak stellt Pöschl auch Feinschnitt- und Pfeifentabak her.
Branche: Tabakwaren
Mitarbeiter 2012: 800
Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 109,60/416,01
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 14,27 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 1163,0
Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer
Foto: WirtschaftsWochePlatz 20: Mapal Dr. Kress
Mapal Dr. Kress zählt zu den international führenden Anbietern von Präzisionswerkzeugen für die Metallbearbeitung. Bei der Feinbearbeitung mit spanabhebenden Werkzeugen sieht sich das Unternehmen aus Aalen als weltweiten Technologieführer. Zu Mapal gehören noch zahlreiche weitere Unternehmen, die allesamt auf besondere Werkzeuge spezialisiert sind.
Branche: Maschinenbau
Mitarbeiter 2012: 4157
Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 120,00/440,00
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 13,88 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 1173,3
Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer
Foto: PressePlatz 19: Maschinenfabrik Reinhausen
Die MR Maschinenfabrik Reinhausen GmbH, so der vollständige Name, fertigt Komponenten für Transformatoren. Bei der Produktion der sogenannten Laststufenschaltern zählt das 1868 im Regensburger Stadtteil Reinhausen gegründete Unternehmen zu den Weltmarktführern.
Branche: Maschinenbau
Mitarbeiter 2012: 2850
Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 218,00/630,00
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 11,20 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 1190,6
Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer
Foto: PressePlatz 18: Viega
Die Viega GmbH & Co. KG stellt unter anderem Sanitär- und Heizungssysteme, Rohrleitungssysteme und Entwässerungstechnik her. Bei der Pressverbindungstechnik sieht sich das Unternehmen selbst als Weltmarktführer. Neben dem Stammhaus in Attendorn fertigt das Familienunternehmen in vier deutschen Zweigwerken in Deutschland und einem in den USA.
Branche: Heizung, Sanitär
Mitarbeiter 2012: 3500
Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 395,00/915,36
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 8,77 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 1205,9
Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer
Foto: PressePlatz 17: Manz
1987 im baden-württembergischen Reutlingen gegründet, begann die Manz Automation AG mit der automatisierten Produktion von kristallinen Solarzellen. Inzwischen firmiert das Unternehmen nur noch als Manz AG und hat neben den Solarzellen noch die Bereiche Displays (LCD, LED, OLED und Touchscreens) und Lithium-Ionen-Batterien aufgebaut.
Branche: Display- und Solarindustrie
Mitarbeiter 2012: 2000
Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 24,00/184,11
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 22,60 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 1228,2
Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer
Foto: PressePlatz 16: Norma Group
Die Norma Group ist auf Verbindungstechnik spezialisiert. Das Unternehmen entwickelt, produziert und vertreibt rund 35.000 Verbindungssysteme für industrielle Anwendungen. Die Kunden kommen unter anderem aus der Öl- und Gasbranche, der Autoindustrie, Luft- und Raumfahrt sowie Infrastruktur und Bewässerung.
Branche: Verbindungstechnik
Mitarbeiter 2012: 4485
Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 197,60/604,60
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 11,83 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 1245,3
Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer
Foto: PressePlatz 15: Schenck Process
Die Schenck Process GmbH entstand aus der 1881 gegründeten Darmstädter Eisengießerei und Waagenfabrik von Carl Schenk. Heute gilt das Unternehmen als einer der Weltmarktführer im Bereich der Mess- und Verfahrenstechnik. Die Schenck Process GmbH beschäftigt nach eigenen Angaben rund 3.400 Mitarbeiter an weltweit 33 Standorten.
Branche: Mess- und Regeltechnik
Mitarbeiter 2012: 3400
Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 240,00/680,00
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 10,98 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 1246,7
Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer
Foto: PressePlatz 14: KWS Saat
Das niedersächsische Pflanzenzüchtungs- und Biotechnologie-Unternehmen KWS Saat AG züchtet seit über 150 Jahren landwirtschaftliche Nutzpflanzen. Das Unternehmen ist in mehr als 70 Ländern präsent.
Branche: Saatgut
Mitarbeiter 2012: 3851
Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 433,70/986,30
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 8,56 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 1256,7
Bildquelle: KWS SAAT AG
Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer
Foto: PressePlatz 13: Rimowa
Koffer aus Aluminium und Polycarbonat sind die Spezialität der Rimowa GmbH (kurz für „Richard Morszeck Warenzeichen“). Der Hersteller aus Köln ist bereits seit 1898 im Geschäft. Heute vertreibt Rimowa seine Koffer in 65 Ländern.
Branche: Koffer
Mitarbeiter 2012: 1300
Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 25,00/206,00
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 22,54 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 1266,0
Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer
Foto: PressePlatz 12: Sick
Das 1946 gegründete Unternehmen Sick zählt zu den führenden Herstellern von Sensoren und Sensorlösungen für industrielle Anwendungen.
Branche: Sensortechnik
Mitarbeiter 2012: 6302
Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 420,40/971,31
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 8,73 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 1272,8
Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer
Foto: PressePlatz 11: Rosenberger
Seit mehr als einem halben Jahrhundert entwickelt Rosenberger Verbindungslösungen in der Hochfrequenz- und Fiber-Optik-Technologie.
Branche: Hochfrequenztechnik
Mitarbeiter 2012: 5000
Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 126,50/483,00
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 14,34 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 1361,2
Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer
Foto: ScreenshotPlatz 10: Brückner Technology Holding
Die Brückner-Gruppe aus Siegen gehört zu den führenden Unternehmen im Maschinen und Anlagenbau.
Branche: Maschinenbau
Mitarbeiter 2012: 1676
Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 225,20/682,40
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 11,72 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 1385,4
Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer
Foto: ScreenshotPlatz 9: Sirona Dental Systems
Sirona stellt Behandlungs- und Diagnosegeräten für Zahnarztpraxen, zahntechnische Laboratorien und Kliniken her. Das Unternehmen entstand 1997 aus der Dentalsparte der Siemens AG.
Branche: Dentalindustrie
Mitarbeiter 2012: 2979
Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 284,00/814,56
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 11,11 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 1521,7
Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer
Foto: PressePlatz 8: Realtime Technology
Die 1999 gegründete Realtime Technology AG ist ein auf industrielle 3D-Visualisierung spezialisierter Software-Anbieter.
Branche: IT / Software
Mitarbeiter 2012: 689
Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 3,35/73,70
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 36,22 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 1547,7
Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer
Foto: ScreenshotPlatz 7: JF Hillebrand Group
Die Spedition J. F. Hillebrand ist der weltweit größte Wein- und Getränkespediteur. Das 1844 gegründete Unternehmen mit Sitz in Mainz transportiert in 83 Ländern weltweit.
Branche: Logistik
Mitarbeiter 2012: 2000
Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 335,24/934,70
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 10,8 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 1671,4
Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer
Foto: ScreenshotPlatz 6: Beckhoff Automation
Die Beckhoff Automation GmbH & Co. KG ist ein führender Hersteller von Automatisierungstechnik. Das Unternehmen mit Sitz in Verl realisiert offene Automatisierungssysteme auf der Grundlage PC-basierter Steuerungstechnik. Mit einem durchschnittlichen jährlichen Umsatzplus von rund 18 Prozent in zehn Jahren ist Beckhoff Automation aus Westfalen der erfolgreichste Aufsteiger unter den wachstumsstärksten Weltmarktführern im deutschen Mittelstand.
Branche: Automatisierungstechnik
Mitarbeiter 2012: 2200
Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 78,00/408,00
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 17,955 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 1712,0
Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer
Foto: PRPlatz 5: Beumer Maschinenfabrik
Die Beumer Maschinenfabrik wurde 1935 als Maschinenfabrik für die Produktion von Förderanlagen gegründet. Erste Aufträge kamen aus der westfälischen Zement- und Kalkindustrie und vom Bergbau des Ruhrgebietes. Heute ist das Unternehmen weltweit tätig und kommt nach eigenen Angaben auf einen Auslandsanteil von mehr als 85 Prozent.
Branche: Maschinenbau
Mitarbeiter 2012: 3700
Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 104,04/511,70
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 17,27 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 1996,3
Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer
Foto: PressePlatz 4: Big Dutchman
Big Dutchman aus dem niedersächsischen Vechta vertreibt Fütterungsanlagen und Stalleinrichtungen für die Haltung von Geflügel und Schweinen.
Branche: Agrartechnik
Mitarbeiter 2012: 2432
Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 250,00/858,00
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 13,12 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 2083,9
Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer
Foto: PressePlatz 3: Mobotix
Die Mobotix AG aus Rheinland-Pfalz entwickelt und vertreibt netzwerkbasierte Videoüberwachungsanlagen. Das Unternehmen zählt dabei zu den führenden Anbietern weltweit.
Branche: Sicherheitskameras
Mitarbeiter 2012: 336
Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 3,00/81,60
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 39,14 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 2137,9
Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer
Foto: WirtschaftsWochePlatz 2: Lürssen
Die Lürssen Werft GmbH & Co. KG ist eine deutsche Schiffswerft aus Bremen. Mit einem jährlichen durchschnittlichen Umsatzplus von mehr als zwölf Prozent in zehn Jahren ist der Bremer Schiffbauer Lürssen der am zweitschnellsten wachsende Weltmarktführer im deutschen Mittelstand.
Branche: Schiffbau
Mitarbeiter 2012: 1400
Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 300,00/984,90
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 12,6 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 2248,5
Bildquelle: Klaus Jordan
Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer
Foto: PressePlatz 1: Hirschvogel Holding
Mit einem jährlichen durchschnittlichen Umsatzplus von rund 16 Prozent in zehn Jahren ist der Automobilzulieferer Hirschvogel aus dem bayerischen Denklingen Deutschlands wachstumsstärkster mittelständischer Weltmarktführer.
Branche: Automobilzulieferer
Mitarbeiter 2012: 4000
Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 179,90/780,00
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 15,80 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 2601,9
Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer
Foto: Andreas Chudowski für WirtschaftsWocheSie kam dabei auf rund zwei Dutzend Unternehmen mit Stammsitz in Deutschland, Österreich und der deutschsprachigen Schweiz. Die bisher wenig beachtete Gruppe der Aussichtsreichen ist so bunt wie die der amtierenden Champions. Sie machen bereits Umsätze zwischen 5 und 50 Millionen Euro, erzielen mehr als 40 Prozent ihrer Einnahmen im Ausland, sind bereits auf mindestens drei Kontinenten mit eigenen Produktionslinien oder Vertriebsgesellschaften tätig – und auf dem besten Weg zum globalen Player. „Sie besetzen sehr früh neu entstehende Märkte“, sagt Studienleiter Christoph Müller, Professor an der Henri B. Meier Unternehmerschule der Universität St. Gallen. „Ihre relevanten Märkte sind eng gefasste Segmente oder neue Technologien, die gerade erst den Weltmarkt erobern.“ Allein das erklärt jedoch nicht, weshalb solche Unternehmen das Zeug zum Weltmarktführer haben.
Ein wesentliches Kriterium ist laut Müller die Persönlichkeit des Unternehmers. „Es stellt sich die Grundsatzfrage: Will ein Unternehmer überhaupt in diese Höhen wachsen, oder ist er aus persönlichen Überlegungen mit einer auskömmlichen Position in einem kleinen oder mittelgroßen Unternehmen zufrieden?“ Zudem müsse im Wesen des Chefs der Wunsch verankert sein, wertorientiert und integer zu führen – sonst gingen Kunden und Mitarbeiter von der Fahne. Gleichzeitig seien Aufsteiger eher Pioniere denn Nachahmer. Abzuwarten und von den schlechten Erfahrungen des ersten Konkurrenten auf einem neuen Markt zu profitieren lohne sich auf Dauer nicht. „Weltmarktführer müssen rasch und konsequent auf ausgewählten Ländermärkten auf drei Kontinenten Fuß fassen. Da sie in der Regel technologisch führend sind, spricht das für die First-Mover-Position“, so Müller.
Platz 1 in der Branche Fuhrpark- und Car-Management geht an Audi-Leasing (74,8 Punkte im Gesamtindex).
Für das Mittelständler-Ranking wurden 5142 Entscheider, Einkäufer und Nutzer befragt. Dabei standen 192 Anbieter aus 20 Branchen zur Wahl. Abstimmen durfte nur, wer im vergangenen Jahr tatsächlich Kunde war.
Der angegebene Wert eines Unternehmens ist ein Index-Wert auf einer Skala von 0 bis 100. Der Index-Wert ergibt sich aus zwei Mittelwerten: zum einen der Mittelwert für die Kundenzufriedenheit insgesamt und zum anderen der Mittelwert der Zufriedenheiten mehrere Leistungsmerkmale (Qualität von Produkten und Leistungen, Beratungsleistung, Betreuungsleistung, Preis-Leistungs-Verhältnis, Servicequalität, Informationen und Kompetente Mitarbeiter).
Je höher der Index-Wert ist, desto zufriedener sind die Mittelständler mit dem Dienstleister insgesamt und desto mehr stimmen sie zu, dass der Dienstleister über eine hohe Produktqualität, eine gute Beratungsleistung etc. verfügt.
Quelle: WirtschaftsWoche/ServiceValue 2015
Foto: PRBenntec Systemtechnik gehört zum Teil der Rheinmetall Defence Electronics GmbH. Zum Portfolio gehören Videotechnik, E-Learning & New Media sowie Systemsoftware. Deutschlands Mittelständler schätzen vor allem die E-Learning-Angebote des Unternehmens und befördern benntec in dieser Branche auf Platz 1 (72,8 Punkte).
Foto: WirtschaftsWoche
Platz 1 unter den Filialbanken geht an die Berliner Bank (73,5 Index-Punkte).
Foto: dpa73,4 Punkte gehen an Booking.com für Geschäftsreisen. In der Branche Hotelportale ist das der erste Platz.
Foto: PRDHL belegt den ersten Platz unter den Paketversandunternehmen. 71,5 Index-Punkte erreicht das Post-Tochterunternehmen.
Foto: dpa73,7 Index-Punkte bekommt DWK - Ihr Kurier. Das bedeutet Platz 1 der Kurierdienste.
Foto: WirtschaftsWocheExpedia-Tochter Egencia bekommt 73,1 Index-Punkte und damit den ersten Platz unter den Geschäftsreisedienstleistern.
Foto: WirtschaftsWocheIn der Branche "Telekommunikation - Telefonie/Internet" setzen viele Mittelständler auf 1&1. Das Unternehmen belegt dort den ersten Platz (69,3 Index-Punkte).
Foto: PREmirates ist für viele Geschäftsleute die Fluggesellschaft der Wahl. 79,6 Index-Punkte erreicht die Fluglinie.
Foto: dpa
Unter den Direktbanken belegt die EthikBank den ersten Platz (81,2 Index-Punkte).
Foto: PREWE für Geschäftskunden belegt Platz 1 im Bereich "Telekommunikation - Telefonie/Internet/Mobilfunk" (74,0 Indexpunkte).
Foto: dpa74,1 Punkte und damit Platz 1 unter den Personalberatungsunternehmen bekommt Dr. Heimeier und Partner.
Foto: WirtschaftsWocheMittelstands-Liebling unter den Versicherern ist die Huk-Coburg (77,7 Index-Punkte).
Foto: dpaPlatz 1 im Bereich "Telekommunikation - Mobilfunk" geht an NetCologne (72,0 Index-Punkte).
Foto: PressePadoc health and productivity management bekommt 73,8 Index-Punkte. Das bedeutet Platz 1 im Gesundheitsmanagement.
Foto: Sebastian Kaulitzki - FotoliaBei Messe- und Kongressveranstaltung nutzen viele Mittelständler den Dienstleister "Personalmarketingkongress" (77,9 Index-Punkte).
Foto: WirtschaftsWochePlatz 1 bei den Business Hotels belegt die Steigenberger Hotel Group Geschäftskunden (81,2 Punkte).
Foto: WirtschaftsWochePlatz 1 unter den IT-Beratern gibt es für SVA-System Vertrieb Alexander (74,0 Index-Punkte).
Foto: WirtschaftsWocheDas ZWB-Forum für Führungskräfte belegt Platz 1 in "Weiterbildung und Training" (74,7 Index-Punkte).
Foto: WirtschaftsWocheDie von der Universität St. Gallen als aussichtsreich identifizierten Unternehmen entstammen unterschiedlichsten Branchen, vom Baugewerbe über Landwirtschaft und Pharmazie bis zur Informationstechnik und dem Maschinen- sowie Anlagenbau. Auf den ersten Blick haben sie nur gemein, dass sie Spezialprodukte anbieten. Kann es sein, dass Weltmarktführer wird, wer es schafft konjunkturunabhängige Nischen zu finden? Die gebe es nicht mehr, widerspricht Siegfried Koepp, Geschäftsführer des sauerländischen Automatisierungsspezialisten EMG: „Wir erleben inzwischen alle drei bis vier Jahre starke zyklische Schwankungen in unseren Geschäftsbereichen. Für uns kann die Lösung nur lauten, unsere Angebote ständig für neue Märkte zu erweitern.“
Folglich diversifiziert Koepp seine Produktpalette am laufenden Band. Er beliefert inzwischen Kunden in den Bereichen Stahl, Antriebstechnik, Druck und Papier, Reifenherstellung und Kunststoffverarbeitung. Motto: Irgendwas geht immer. Auch Studienautor Müller hält es für eine Illusion, zu glauben, es gäbe noch von der Weltkonjunktur unbeeinflusste Paradiese. Er führt an: Die beiden deutschen Pumpenhersteller Putzmeister aus Aichtal bei Stuttgart und Schwing aus Herne, die sich erst einen Wettkampf um den Titel des Weltmarktführers lieferten, wurden nach einem massiven Markteinbruch in ihrem Segment von chinesischen Investoren aufgekauft. Auch solch ein Label hilft kaum noch beim Aufstieg. Eher befürchten Kunden bei diesen Produkten überfrachtete, zu teure Technik („German Overengineering“).
Platz 20 (26): Big Dutchman
Branche: Fütterungs-/Stallanlagen
Marken-Performance*: 54,4 (46,3)
Unternehmens-Performance*: 58,5 (54,3)
Gesamt-Performance²: 112,9 (100,6)
(Investitionsgüterhersteller, in Klammern: 2013)
* maximal 100 Punkte; ² maximal 200 Punkte; Quelle: Biesalski & Company
Über die Studie: Die Studie „Die Marken der deutschen Hidden Champions 2015“ untersucht nach 2011 und 2013 zum dritten Mal die Bedeutung der eigenen Marke für den wirtschaftlichen Erfolg, den mittelständische deutsche Firmen im Geschäft mit anderen Unternehmen haben. Berücksichtigt wurden von Eigentümern geführte Unternehmen, die in ihrer Branche Weltmarktführer sind und maximal 1,1 Milliarden Euro umsetzen. 285 Branchenexperten wurden dazu befragt. Der Marken-Performance-Index beschreibt den Erfolg der Marke. Der Unternehmens-Performance-Index bewertet unter anderem Umsatzwachstum, Rentabilität und Innovationskraft.
Foto: PressePlatz 19 (14): Max Weishaupt
Branche: Energietechnik
Marken-Performance*: 52,6 (52,6)
Unternehmens-Performance*: 60,6 (59,0)
Gesamt-Performance²: 113,2 (111,6)
* maximal 100 Punkte; ² maximal 200 Punkte; Quelle: Biesalski & Company
Bild-Quelle: Max Weishaupt GmbH
Foto: PRPlatz 18 (17): Sennheiser
Branche: Kopfhörer
Marken-Performance*: 58,1 (55,5)
Unternehmens-Performance*: 56,6 (54,1)
Gesamt-Performance²: 114,6 (109,7)
* maximal 100 Punkte; ² maximal 200 Punkte; Quelle: Biesalski & Company
Foto: dpaPlatz 17 (16): Renolit
Branche: Kunststofffolien
Marken-Performance*: 55,6 (52,3)
Unternehmens-Performance*: 60,5 (58,0)
Gesamt-Performance²: 116,1 (110,2)
* maximal 100 Punkte; ² maximal 200 Punkte; Quelle: Biesalski & Company
Bild-Quelle: RENOLIT SE
Foto: PressePlatz 16 (11): KWS Saat
Branche: Saatgut
Marken-Performance*: 51,1 (53,3)
Unternehmens-Performance*: 65,4 (64,9)
Gesamt-Performance²: 116,5 (118,2)
* maximal 100 Punkte; ² maximal 200 Punkte; Quelle: Biesalski & Company
Bild-Quelle: KWS SAAT AG
Foto: PRPlatz 15 (15): Abeking & Rasmussen
Branche: Schiffbau
Marken-Performance*: 61,4 (54,2)
Unternehmens-Performance*: 57,9 (56,8)
Gesamt-Performance²: 119,4 (111,0)
* maximal 100 Punkte; ² maximal 200 Punkte; Quelle: Biesalski & Company
Foto: ScreenshotPlatz 14 (13): Mennekes
Branche: Industriesteckverbindungen
Marken-Performance*: 66,1 (64,7)
Unternehmens-Performance*: 53,3 (53,0)
Gesamt-Performance²: 119,4 (117,7)
* maximal 100 Punkte; ² maximal 200 Punkte; Quelle: Biesalski & Company
Foto: dpaPlatz 13 (Neu): Sick
Branche: Sensortechnik
Marken-Performance*: 45,3
Unternehmens-Performance*: 75,3
Gesamt-Performance²: 120,7
* maximal 100 Punkte; ² maximal 200 Punkte; Quelle: Biesalski & Company
Bild-Quelle: SICK AG
Foto: PRPlatz 12 (12): Dorma Holding
Branche: Gebäudetechnik
Marken-Performance*: 56,3 (56,3)
Unternehmens-Performance*: 65,3 (61,5)
Gesamt-Performance²: 121,6 (117,8)
* maximal 100 Punkte; ² maximal 200 Punkte; Quelle: Biesalski & Company
Bild-Quelle: Dorma Holding
Foto: PRPlatz 11 (Neu): Schunk
Branche: Greifsysteme
Marken-Performance*: 64,8
Unternehmens-Performance*: 58,3
Gesamt-Performance²: 123,1
* maximal 100 Punkte; ² maximal 200 Punkte; Quelle: Biesalski & Company
Foto: dpaPlatz 10 (7): Peri
Branche: Schalungen / Gerüste
Marken-Performance*: 54,9 (58,1)
Unternehmens-Performance*: 68,2 (72)
Gesamt-Performance²: 123,1 (130,1)
* maximal 100 Punkte; ² maximal 200 Punkte; Quelle: Biesalski & Company
Foto: PRPlatz 9 (8): Kaeser
Branche: Kompressoren
Marken-Performance*: 61,9 (67,5)
Unternehmens-Performance*: 63,1 (57,6)
Gesamt-Performance²:124,9 (125,2)
* maximal 100 Punkte; ² maximal 200 Punkte; Quelle: Biesalski & Company
Foto: PRPlatz 8 (6): Duravit
Branche: Badausstattung
Marken-Performance*: 65,0 (67,6)
Unternehmens-Performance*: 61,9 (63,8)
Gesamt-Performance²: 126,9 (131,4)
* maximal 100 Punkte; ² maximal 200 Punkte; Quelle: Biesalski & Company
Bild-Quelle: Philippe Starck
Foto: PRPlatz 7 (Neu): Haver & Boecker
Branche: Drahtweberei / Maschinenbau
Marken-Performance*: 68,7
Unternehmens-Performance*: 60,6
Gesamt-Performance²: 129,3
* maximal 100 Punkte; ² maximal 200 Punkte; Quelle: Biesalski & Company
Foto: PRPlatz 6 (5): Grimme Landmaschinenfabrik
Branche: Landmaschinen
Marken-Performance*: 66,6 (64,9)
Unternehmens-Performance*: 64,6 (67,2)
Gesamt-Performance²:131,2 (132,1)
* maximal 100 Punkte; ² maximal 200 Punkte; Quelle: Biesalski & Company
Foto: PRPlatz 5 (Neu): Windmöller & Hölscher
Branche: Verpackungsmaschinen
Marken-Performance*: 72,7
Unternehmens-Performance*: 61,3
Gesamt-Performance²:134,0
* maximal 100 Punkte; ² maximal 200 Punkte; Quelle: Biesalski & Company
Foto: PRPlatz 4 (Neu): Delo
Branche: Industrieklebstoffe
Marken-Performance*: 69,2
Unternehmens-Performance*: 68,6
Gesamt-Performance²: 137,7
* maximal 100 Punkte; ² maximal 200 Punkte; Quelle: Biesalski & Company
Bild-Quelle: ©DELO
Foto: WirtschaftsWochePlatz 3 (2): Lürssen Maritime Beteiligungen
Branche: Schiffbau
Marken-Performance*: 74,7 (68,9)
Unternehmens-Performance*: 64,2 (65,6)
Gesamt-Performance²: 138,9 (134,5)
* maximal 100 Punkte; ² maximal 200 Punkte; Quelle: Biesalski & Company
Foto: dpaPlatz 2 (4): Otto Bock
Branche: Prothesen
Marken-Performance*: 70,7 (64,7)
Unternehmens-Performance*: 73,1 (67,6)
Gesamt-Performance²: 143,8 (132,4)
* maximal 100 Punkte; ² maximal 200 Punkte; Quelle: Biesalski & Company
Foto: dpaPlatz 1 (1): Herrenknecht
Branche: Tunnelbohrmaschinen
Marken-Performance*: 72,8 (72,9)
Unternehmens-Performance*: 76,6 (78,5)
Gesamt-Performance²: 149,4 (151,4)
* maximal 100 Punkte; ² maximal 200 Punkte; Quelle: Biesalski & Company
Foto: dpa/dpawebUnd sie schauen auf die Kosten, sagt Jochen Koch, geschäftsführender Gesellschafter des Drahtmaschinenherstellers Ernst Koch in Ihmert im Sauerland. „Man schätzt unseren robusten Maschinenbau“, so der Mittelständler. „Aber selbst bei den Familienunternehmen, die seit vielen Jahren unsere Kunden sind, entscheiden immer häufiger familienfremde Manager über Investitionen.“ Die bleiben selbst nur für einige Jahre im Unternehmen – und sie interessiert selten, ob Maschinen 10 oder 20 Jahre halten. Wie aber gelingt, allen Widrigkeiten zum Trotz, der Weg an die Weltmarktspitze? Die WirtschaftsWoche stellt vier Mittelständler vor, die es nach Einschätzung der Forscher aus St. Gallen mittelfristig zum Weltmarktführer bringen können.
Platz 15: Bender
Standort: Grünberg
Unternehmensfokus: Elektrotechnik
Umsatz 2014: 100 Mio. Euro
Innovationsscore: 163
Um Deutschlands innovativste Mittelständler zu ermitteln, wertete die Unternehmensberatung Munich Strategy Group (MSG) zunächst die Daten von 3300 deutschen Unternehmen aus, die zwischen zehn Millionen und einer Milliarde Euro umsetzen. Die Berater analysierten Jahresabschlüsse und Präsentationen, sprachen mit Kunden und Branchenexperten sowie Geschäftsführern, Inhabern und Beiräten der Unternehmen.
Nach den Experteninterviews und Erfolgsanalysen nahm MSG 400 Unternehmen in die engere Wahl. Für jedes errechnete die Beratung einen eigenen Innovations-Score. Dabei achteten die Berater darauf, dass sich das Unternehmen durch ständige Neuheiten auszeichnet, von Wettbewerbern als innovativ angesehen wird und eine ideenfördernde Kultur etabliert hat. Zudem flossen zu einem Drittel auch wirtschaftliche Indikatoren wie Umsatz- und Gewinnwachstum in die Bewertung ein. „Ein innovatives Unternehmen zeichnet sich dadurch aus, dass es mehr als 25 Prozent seines Umsatzes mit Produkten macht, die erst in den vergangenen vier Jahren entstanden sind“, sagt MSG-Gründer und Studienleiter Sebastian Theopold.
Das erste Ranking dieser Art hatte MSG im vergangenen Jahr für die WirtschaftsWoche erstellt (Heft 15/2014). Anders als im Vorjahr haben es diesmal auch viele Hersteller von Konsumprodukten unter die Top 50 geschafft, so etwa Ravensburger (Spiele), Rügenwalder (Wurst) oder Soldan (Bonbons).
Der Großteil der Innovations-Champions entstammt allerdings nach wie vor der traditionellen Paradedisziplin des deutschen Mittelstands: dem Maschinenbau.
Foto: PRPlatz 14: Biotest
Standort: Dreieich
Unternehmensfokus: Bioheilmittel
Umsatz 2014: 582 Mio. Euro
Innovationsscore: 164
Platz 13: Rapunzel
Standort: Legau
Unternehmensfokus: Biolebensmittel
Umsatz 2014: 169 Mio. Euro
Innovationsscore: 166
Unternehmensgründer Joseph Wilhelm bringt jährlich etwa 20 neue Produkte auf den Markt. Die ersten Müslis des 1974 gegründeten Unternehmens mischte er noch selbst in der Badewanne. Um Kontrolle über die Herkunft der Zutaten zu haben, initiiert das Unternehmen selbst Anbaustrategien und kauft direkt vom Bauern.
Foto: PRPlatz 12: Metabo
Standort: Nürtingen
Unternehmensfokus: Elektrowerkzeuge
Umsatz 2014: 374 Mio. Euro
Innovationsscore: 167
Foto: PR
Platz 11: Brückner
Standort: Siegsdorf
Unternehmensfokus: Folienmaschinen
Umsatz 2013: 754 Mio. Euro
Innovationsscore: 171
Platz 10: Sennheiser
Standort: Wedemark
Unternehmensfokus: Mikrofone
Umsatz 2014: 635 Mio. Euro
Innovationsscore: 172
Platz 9: Rügenwalder Mühle
Standort: Bad Zwischenahn
Unternehmensfokus: Wurst
Umsatz 2014: 175 Mio. Euro
Innovationsscore: 173
Platz 8: Ravensburger
Standort: Ravensburg
Unternehmensfokus: Spiele
Umsatz 2014: 373 Mio. Euro
Innovationsscore: 175
Platz 7: Beumer
Standort: Beckum
Unternehmensfokus: Fördertechnik
Umsatz 2014: 680 Mio. Euro
Innovationsscore: 177
Platz 6: Balluff
Standort: Neuhausen a.d. Fildern
Unternehmensfokus: Sensortechnik
Umsatz 2013: 335 Mio. Euro
Innovationsscore: 178
Platz 5: Hansgrohe
Standort: Schiltach
Unternehmensfokus: Armaturen
Umsatz 2014: 874 Mio. Euro
Innovationsscore: 182
Platz 4: Rimowa
Standort: Köln
Unternehmensfokus: Koffer
Umsatz 2014: 275 Mio. Euro
Innovationsscore: 185
Platz 3: Infiana
Standort: Forchheim
Unternehmensfokus: Spezialfolien
Umsatz 2014: 200 Mio. Euro
Innovationsscore: 186
Platz 2: Kaeser Kompressoren
Standort: Coburg
Unternehmensfokus: Druckluftsysteme
Umsatz 2013: 650 Mio. Euro
Innovationsscore: 188
Platz 1: Rational
Standort: Landsberg am Lech
Unternehmensfokus: Großküchengeräte
Umsatz: 497 Mio. Euro
Innovationsscore: 192
Rembe, Sicherheitstechnik, 90 Mitarbeiter, 25 Millionen Euro Umsatz. Das Mantra von Rembe-Chef Stefan Penno, 43, ist Fluch und Segen zugleich: „Mit weniger Qualität könnten wir unseren Umsatz verdoppeln, aber das entspräche nicht unserem Ansatz.“ Das Unternehmen im westdeutschen Brilon fertigt Berstschutzscheiben und Sicherheitstechnik, um Großanlagen für Chemiekonzerne, Spanplattenhersteller, Nahrungsmittelproduzenten oder Energieerzeuger vor Explosionen zu bewahren. Darauf gründet der 43-jährige, studierte Maschinenbauer seinen erhofften Aufstieg zum Champion. Seit der Gründung 1973 verzichtet das Unternehmen auf Umsatz- und Gewinnmaximierung, sondern setzt auf kompromisslose Technik mit maximalem Nutzen. „Wir halten es nicht wie der Hersteller günstiger Rasierer, der später am Verkauf teurer Ersatzklingen verdient“, sagt Penno. Soll heißen: Mancher Branchenkonkurrent verkauft billigere, aber verschleißanfälligere Technik und macht danach bis zu 70 Prozent seines Umsatzes mit Ersatzteilen – auch ein erträgliches Geschäftsmodell. Penno dagegen verspricht sich nachhaltig wachsendes Geschäft, indem er immer bessere Technik anbietet.
„Wir schaden uns mit der hohen Qualität, aber sie zwingt uns auch, hoch innovativ zu bleiben“, sagt er. „Unsere Sicherheitstechnik hält Jahrzehnte, also müssen wir beständig neue Produkte anbieten und neue Märkte akquirieren.“ Allerdings zwingt auch der Gesetzgeber Rembe bisweilen zu Innovationen. Nach dem Atomausstieg der Bundesregierung 2011 war für Firmenchef Penno klar: Damit geht auch ein Großteil des Geschäftes mit Überdruck-Schutzsystemen für Atomkraftwerke zur Neige. Also entwickelte Rembe Sicherheitstechnik für die Betriebssysteme von erneuerbaren Energien. Firmenchef Penno ist sich sicher: „Auf die Dauer ist unser Geschäftsmodell stabiler und zukunftsfähiger als das der sogenannten Rasierklingenverkäufer.“ Um seine Mitarbeiter zu motivieren, praktiziert Penno etwas, was bei nicht börsennotierten Mittelständlern eher selten ist: „Wir schütten seit gut 30 Jahren an wirklich alle Mitarbeiter im Haus eine jährliche Gewinnbeteiligung aus, die in guten Jahren bis zu einem 15. Monatseinkommen reichen kann“, schwärmt der Unternehmer.
Extrem flache Hirarchien
EMG, Automation und Antriebstechnik, 1054 Mitarbeiter, 188 Millionen Euro Umsatz. „Abteilungsleiter absetzen, alle Zwischenstufen zum Geschäftsführer komplett herausnehmen, sämtliche Geschäftsbereiche als Profitcenter führen und den Papierkram zwischen den Abteilungen abschaffen.“ Abbau von Bürokratie sieht Siegfried Koepp als Voraussetzung dafür, dass Mittelständler über Jahrzehnte konkurrenzfähig bleiben. Ergebnis: „Die meisten Mitbewerber machen vieles richtig“, sagt er. „Aber wir machen es schneller.“ Der 60-jährige Ingenieur leitet den Automatisierungsspezialisten EMG in Wenden, eine Autostunde östlich von Köln. EMG ist nur in der Region bekannt – und bei Kunden in der Metallbearbeitung, in der Papier-, Kunststoff- und Reifenherstellung.
Platz 20: Schöck AG
Umsatz im Geschäftsjahr 2013/2014: 119,0 Millionen Euro
durchschnittliches Umsatzwachstum von 2010 bis 2014: 14,1 Prozent
durchschnittliche Ertragsquote von 2010 bis 2014: 13,3 Prozent
durchschnittliches Ertragswachstum von 2010 bis 2014: 33,1 Prozent
Die Unternehmensberatung Munich Strategy Group (MSG) hat die Mittelständler mit dem größten Wachstum bei Umsatz und Erträgen in den letzten fünf Jahren gekürt. Die Top 20 eröffnet die Schöck Aktiengesellschaft aus Baden-Baden, einem Spezialisten für Fertigbauteile zur Wärme- und Lärmdämmung für Tritte.
Quelle: Munich Strategy Group: "TOP 100 Ranking des Mittelstands 2015 - Deutschlands Wachstums-und Ertragsstars"
Für ihr jährliches Unternehmensranking hat die Unternehmensberatung MGS rund 3.500 Mittelständler mit Umsätzen von 15 bis 600 Millionen Euro analysiert, um daraus die wachstums- und ertragsstärksten Unternehmen herauszufiltern.
Das Ranking ergibt sich aus einem Score, der sich aus durchschnittlicher Ertragsquote, durchschnittlichem Ertragswachstum und durchschnittlichem Umsatzwachstum im Zeitraum 2010 bis 2014 ergibt. Ertragsquote und -wachstum fließen mit je 25 Prozent in den Gesamtscore ein, das Umsatzwachstum wird mit 50 Prozent gewichtet.
Platz 19: Heinzmann
Umsatz im Geschäftsjahr 2013/2014: 72,8 Millionen Euro
durchschnittliches Umsatzwachstum von 2010 bis 2014: 16,1 Prozent
durchschnittliche Ertragsquote von 2010 bis 2014: 10,8 Prozent
durchschnittliches Ertragswachstum von 2010 bis 2014: 36,1 Prozent
Heinzmann baut, entwickelt und betreut Verbrennungsmotoren, Generatoren und Turbinen, die etwa in Lokomotiven und Schiffen eingesetzt werden.
Foto: ScreenshotPlatz 18: Vemag Maschinenbau GmbH
Umsatz im Geschäftsjahr 2013/2014: 86,5 Millionen Euro
durchschnittliches Umsatzwachstum von 2010 bis 2014: 15,2 Prozent
durchschnittliche Ertragsquote von 2010 bis 2014: 12,6 Prozent
durchschnittliches Ertragswachstum von 2010 bis 2014: 33,1 Prozent
Die Vemag Maschinenbau GmbH stellt Maschinen und Geräte für die Nahrungsmittelindustrie her. Dazu zählen Würstchenfüller und Teigportionierer. Einen Schwerpunkt bildet hier die Entwicklung eines Convenience Systems, das dem Anwender ein flexibles System zum Portionieren und Formen von Produkten bietet.
Foto: PressePlatz 17: Wenglor Sensoric GmbH
Umsatz im Geschäftsjahr 2013/2014: 55,9 Millionen Euro
durchschnittliches Umsatzwachstum von 2010 bis 2014: 15,8 Prozent
durchschnittliche Ertragsquote von 2010 bis 2014: 12,6 Prozent
durchschnittliches Ertragswachstum von 2010 bis 2014: 43,9 Prozent
Wenglor entwickelt, produziert und vertreibt seit 30 Jahren Produkte zur berührungslosen Objekterkennung. Das Produktspektrum umfasst Sensoren, Bildverarbeitungsprodukten, Barcode-Scanner und Sicherheitstechnik. Zu den Kunden zählen kleine und mittelständische Unternehmen wie auch internationale Industriekonzerne.
Foto: PressePlatz 16: Delo
Umsatz im Geschäftsjahr 2013/2014: 57,9 Millionen Euro
durchschnittliches Umsatzwachstum von 2010 bis 2014: 20,0 Prozent
durchschnittliche Ertragsquote von 2010 bis 2014: 15,4 Prozent
durchschnittliches Ertragswachstum von 2010 bis 2014: 21,7 Prozent
Das Unternehmen aus Windach bei München ist mit Spezialklebstoffen erfolgreich. So hat Delo etwa ein Verfahren entwickelt, um RFID-Chips zu verkleben. Die elektrischen Signale werden dabei zuverlässig weitergeleitet.
Foto: PressePlatz 15: HAZET-WERK
Umsatz im Geschäftsjahr 2013/2014: 79,0 Millionen Euro
durchschnittliches Umsatzwachstum von 2010 bis 2014: 12,8 Prozent
durchschnittliche Ertragsquote von 2010 bis 2014: 13,0 Prozent
durchschnittliches Ertragswachstum von 2010 bis 2014: 178,6 Prozent
Die Hazet-Werk Hermann Zerver GmbH & Co. KG ist ein deutscher Werkzeughersteller mit Sitz in Remscheid. Der Markenname Hazet steht verkürzt für die Anfangsbuchstaben Ha und Zett des Namens des Gründers Hermann Zerver.
Foto: WirtschaftsWochePlatz 14: Getriebebau Nord
Umsatz im Geschäftsjahr 2013/2014: 460,0 Millionen Euro
durchschnittliches Umsatzwachstum von 2010 bis 2014: 15,4 Prozent
durchschnittliche Ertragsquote von 2010 bis 2014: 11,6 Prozent
durchschnittliches Ertragswachstum von 2010 bis 2014: 80,2 Prozent
Die Getriebebau Nord ist einer der größten Getriebemotoren-Hersteller der Welt. Das Unternehmen ist international für seine mechanische und elektronische Antriebstechnik bekannt.
Foto: PressePlatz 13: Strama-MPS Maschinenbau
Umsatz im Geschäftsjahr 2013/2014: 115,7 Millionen Euro
durchschnittliches Umsatzwachstum von 2010 bis 2014: 29,0 Prozent
durchschnittliche Ertragsquote von 2010 bis 2014: 7,8 Prozent
durchschnittliches Ertragswachstum von 2010 bis 2014: 64,3 Prozent
Strama-MPS ist im Sondermaschinenbau tätig. Das Unternehmen hat sich auf die Fertigung spezialisiert und kann die komplette Prozesskette vom Rohteil bis zum fertigen Produkt aus einer Hand abbilden.
Foto: PressePlatz 12: Datron AG
Umsatz im Geschäftsjahr 2013/2014: 33,5 Millionen Euro
durchschnittliches Umsatzwachstum von 2010 bis 2014: 22,8 Prozent
durchschnittliche Ertragsquote von 2010 bis 2014: 7,6 Prozent
durchschnittliches Ertragswachstum von 2010 bis 2014: 154,2 Prozent
Datron aus dem hessischen Mühltal verdient sein Geld rund um automatisierte Fräsmaschinen. Neben den reinen Fertigungsmaschinen bietet Datron auch die Werkzeuge und spezielle Dental-Maschinen an.
Foto: WirtschaftsWochePlatz 11: LPKF Laser & Electronics
Umsatz im Geschäftsjahr 2013/2014: 129,7 Millionen Euro
durchschnittliches Umsatzwachstum von 2010 bis 2014: 20,7 Prozent
durchschnittliche Ertragsquote von 2010 bis 2014: 16,8 Prozent
durchschnittliches Ertragswachstum von 2010 bis 2014: 27,8 Prozent
LPKF entwickelt und produziert seit 1976 Maschinen zur Materialbearbeitung. In einigen Bereichen der Mikromaterialbearbeitung mit dem Laser gehört das Unternehmen zur Weltspitze. Für LPKF mit Sitz im niedersächsischen Garbsen bei Hannover arbeiten weltweit 750 Mitarbeiter.
Foto: PressePlatz 10: Deprag Schulz GmbH
Umsatz im Geschäftsjahr 2013/2014: 45,4 Millionen Euro
durchschnittliches Umsatzwachstum von 2010 bis 2014: 14,0 Prozent
durchschnittliche Ertragsquote von 2010 bis 2014: 17,9 Prozent
durchschnittliches Ertragswachstum von 2010 bis 2014: 119,6 Prozent
Die Deprag Schulz GmbH u. Co. ist ein weltweit führender Anbieter für Schraubtechnik, Automation, Druckluftmotoren und Druckluftwerkzeuge. Das Unternehmen hat Produktionsstandorten in Deutschland, Tschechien und China sowie Vertriebs-und Servicegesellschaften in Frankreich, Schweden, den USA und im Vereinigten Königreich.
Foto: ScreenshotPlatz 9: 2G energy AG
Umsatz im Geschäftsjahr 2013/2014: 126,1 Millionen Euro
durchschnittliches Umsatzwachstum von 2010 bis 2014: 36,7 Prozent
durchschnittliche Ertragsquote von 2010 bis 2014: 8,4 Prozent
durchschnittliches Ertragswachstum von 2010 bis 2014: 83,1 Prozent
Die 2G energy AG wurde 1995 in Heek im Münsterland gegründet. Sie ist heute einer der führenden Hersteller von Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen in Europa und beschäftigt weltweit rund 520 Mitarbeiter.
Foto: PressePlatz 8: BHS Sonthofen
Umsatz im Geschäftsjahr 2013/2014: 85,7 Millionen Euro
durchschnittliches Umsatzwachstum von 2010 bis 2014: 20,1 Prozent
durchschnittliche Ertragsquote von 2010 bis 2014: 16,5 Prozent
durchschnittliches Ertragswachstum von 2010 bis 2014: 36,4 Prozent
BHS Sonthofen ist ein international führender Produzent im Bereich der mechanischen Verfahrenstechnik. In den Bereichen Misch-, Zerkleinerungs-, Recycling-, und Filtrationstechnik gehört BHS zu den international führenden Unternehmen. Die Anlagen des Unternehmens werden in den verschiedensten Branchen eingesetzt, unter anderem in der Bau- und Baustoffindustrie oder der Nahrungs-und Futtermittelindustrie.
Foto: ScreenshotPlatz 7: Beckhoff Automation
Umsatz im Geschäftsjahr 2013/2014: 510,0 Millionen Euro
durchschnittliches Umsatzwachstum von 2010 bis 2014: 20,0 Prozent
durchschnittliche Ertragsquote von 2010 bis 2014: 20,0 Prozent
durchschnittliches Ertragswachstum von 2010 bis 2014: 42,7 Prozent
Beckhoff Automation baut und entwirft Automatisierungssysteme für die Industrie und die Gebäudeautomation. Die Beckhoff Automation GmbH ist Teil der Beckhoff-Gruppe aus Verl – der hier gemessene Umsatz gilt für die gesamte Gruppe.
Foto: PresserbPlatz 6: Coroplast Fritz Müller GmbH & Co. KG
Umsatz im Geschäftsjahr 2013/2014: 213,0 Millionen Euro
durchschnittliches Umsatzwachstum von 2010 bis 2014: 19,9 Prozent
durchschnittliche Ertragsquote von 2010 bis 2014: 14,4 Prozent
durchschnittliches Ertragswachstum von 2010 bis 2014: 70,2 Prozent
Coroplast ist auf die Fertigung von Klebebändern, Kabel und Leitungen und Leitungssatzsystemen spezialisiert. Das Unternehmen aus Wuppertal gilt als Branchenmarktführer und arbeitet vor allem als Automobilzulieferer.
Foto: Creative CommonsPlatz 5: Otto Spanner GmbH
Umsatz im Geschäftsjahr 2013/2014: 49,6 Millionen Euro
durchschnittliches Umsatzwachstum von 2010 bis 2014: 66,1 Prozent
durchschnittliche Ertragsquote von 2010 bis 2014: 7,6 Prozent
durchschnittliches Ertragswachstum von 2010 bis 2014: 404,0 Prozent
Die in dritter Generation geführte Otto Spanner GmbH hat sich auf Press-, Stanz- und Ziehteile aus Metall spezialisiert.
Foto: ScreenshotPlatz 4: J. Schmalz GmbH
Umsatz im Geschäftsjahr 2013/2014: 73,6 Millionen Euro
durchschnittliches Umsatzwachstum von 2010 bis 2014: 16,7 Prozent
durchschnittliche Ertragsquote von 2010 bis 2014: 13,1 Prozent
durchschnittliches Ertragswachstum von 2010 bis 2014: 488,9 Prozent
Nach Platz 30 im Vorjahr stürmt die J. Schmalz GmbH aus Glatten in Baden-Württemberg auf Rang 4 nach vorne. 1910 als Rasierklingenfabrik gegründet, gilt das Unternehmen mittlerweile als Spezialist für Vakuumtechnologie.
Foto: PressePlatz 3: RIB Software
Umsatz im Geschäftsjahr 2013/2014: 57,0 Millionen Euro
durchschnittliches Umsatzwachstum von 2010 bis 2014: 21,1 Prozent
durchschnittliche Ertragsquote von 2010 bis 2014: 28,4 Prozent
durchschnittliches Ertragswachstum von 2010 bis 2014: 51,6 Prozent
Die Stuttgarter haben sich erfolgreich auf Software für Bauunternehmen spezialisiert – von der Tragwerksplanung bis zur Kostenanalyse.
Foto: PressePlatz 2: KTG Agrar
Umsatz im Geschäftsjahr 2013/2014: 164,9 Millionen Euro
durchschnittliches Umsatzwachstum von 2010 bis 2014: 50,9 Prozent
durchschnittliche Ertragsquote von 2010 bis 2014: 22,6 Prozent
durchschnittliches Ertragswachstum von 2010 bis 2014: 33,8 Prozent
KTG Agrar zählt zu den führenden Agrarbetrieben in Europa und bewirtschaftet rund 40.000 Hektar Ackerland in Deutschland und Litauen. Das Unternehmen baut Getreide, Kartoffeln und Raps an, ist aber auch an der Erzeugung von Bioenergie beteiligt und produziert Tiefkühlkost sowie Frischwaren. Das Motto des Hamburger Mittelständlers: "Vom Feld auf den Teller".
Foto: Andreas Chudowski für WirtschaftsWochePlatz 1: Rimowa
Umsatz im Geschäftsjahr 2013/2014: 272,9 Millionen Euro
durchschnittliches Umsatzwachstum von 2010 bis 2014: 33,9 Prozent
durchschnittliche Ertragsquote von 2010 bis 2014: 14,6 Prozent
durchschnittliches Ertragswachstum von 2010 bis 2014: 71,9 Prozent
Die Rimowa GmbH ist einer der führenden Hersteller von Reisegepäck in Europa. Die meisten der rund 200 Arbeitsschritte zur Fertigung eines Koffers erfolgen dabei in Handarbeit – zur Einhaltung der selbst gesetzten Qualitätsmaßstäbe. Die Produkte werden weltweit über autorisierte Händler und eigene Geschäfte vertrieben.
Foto: dpaWollen die ihre Produktion automatisieren, kontaktieren sie EMG. Der Mittelständler, der in diesem Jahr sein 70-jähriges Bestehen feiert, schrieb von Beginn an schwarze Zahlen, selbst in der Finanzkrise 2009, als die Aufträge um 30 Prozent einbrachen und ein hartes Kostensparprogramm folgte. Flache Hierarchien hätten nicht nur den Vorteil, dass alle Mitarbeiter zu Wort kämen. Sie verpflichteten jeden Beschäftigen zugleich, sich mitverantwortlich für den Erfolg des Unternehmens zu fühlen und bei Bedarf Extrameilen zu gehen, erklärt EMG-Chef Koepp. „Mehr Eigenverantwortung heißt für alle Kollegen, sich auch mal um Kundenfragen zu kümmern, die nicht in ihren Zuständigkeitsbereich fallen.“ Und das nicht nur montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr, sondern sieben Tage die Woche 24 Stunden lang – wenn’s brennt, auch an Weihnachten. „So kommen die Kunden am schnellsten weiter bei Problemen“, sagt Koepp, „und das hält sie bei uns.“
Ernst Koch Drahtmaschinen, 120 Mitarbeiter, 45 Millionen Euro Umsatz. Jochen Koch hält einen Weltrekord, den das menschliche Auge kaum wertschätzen kann: Seine beste Maschine zieht in einer einzigen Sekunde Metall zu 50 Meter Draht. Das ist fast fünfmal so schnell wie Weltrekordler Usain Bolt die 100 Meter sprintet. Die Superleistung bietet Kochs Unternehmen, der Firma Ernst Koch Drahtmaschinen im sauerländischen Hemer-Ihmert, beste Chancen, zum weltweit führenden Anbieter aufzusteigen. Denn der Mittelständler hat sich nicht auf Maschinen zur Produktion einfacher Wald- und Wiesendrähte, sondern auf Anlagen zur Herstellung feinster Hightechware verlegt: von hauchfeinen medizinischen Drähten bis hin zu Strängen, die tonnenschwere Lasten aushalten, zum Beispiel Seilbahnen. Auf diese Weise hat es das 1921 gegründete Unternehmen inzwischen unter die Topanbieter von Zieh- und Kaltwalzanlagen für die Eisen- und Stahldrahtindustrie geschafft. Zu verdanken hat dies der 54-jährige Firmenmitinhaber der Weitsicht seines Großvaters Ernst. Getrieben von benachbarten Wettbewerbern im Märkischen Kreis, expandierte der Firmengründer früher als viele andere Anbieter nach Skandinavien sowie Zentral- und Südamerika. Enkel Jochen, der aktuelle Chef, weiß das zu schätzen: „So hat er den Grundstein für den heutigen Erfolg gelegt. Gleichzeitig hat uns die Nähe zu den Kunden im Märkischen Kreis unterstützt, innovativ zu sein.“
Unter dem Strich stieg die Exportquote über die Jahre auf heute 80 Prozent. Der Ingenieur setzte den Gang ins Ausland fort. Dazu gründete er 1988 in den USA ein Gemeinschaftsunternehmen mit einem amerikanischen Hersteller und übernahm 1991 dessen Anteile. Das reichte den Sauerländern aber noch nicht. „Seit den Neunzigerjahren bauen wir unser Netzwerk von Partnerfirmen aus“, sagt Koch. Dabei vermeidet der Mittelständler, sich Konkurrenten heranzuzüchten. „Bei uns geht es nicht um Kooperationen mit Firmen, die bei Lieferengpässen das Gleiche wie wir anbieten und einspringen können“, sagt er, „sondern um Betriebe, die unser Angebot ergänzen.“ Das sind Firmen etwa aus Belgien und Kanada, die zum Beispiel Reinigungsanlagen oder Maschinen zur Wärmebehandlung oder Beschichtung anbieten. Mit ihrer Hilfe tritt Koch heute als Systemanbieter auf und bietet Maschinenlinien zur Drahtherstellung wie aus einer Hand an. „Deshalb können wir bei unseren Kunden auch höhere Preise durchsetzen“, freut sich der Familienunternehmer der dritten Generation.
123 Jahre Neuanfang
Walzengießerei Coswig 139 Mitarbeiter, 485 Millionen Euro Umsatz. So leicht kann Wilfried Pfaffe nichts mehr erschüttern. Das liegt nicht nur an seinen 63 Lebensjahren oder an seiner kräftigen Statur, sondern auch und vor allem an seinen 40 Jahren Berufserfahrung bei der Walzengießerei Coswig im gleichnamigen Ort nahe Dresden. Pfaffe ist Ingenieur für Bergbau-Verfahrenstechnik, stammt aus Ostdeutschland und hat die Wende 1989 im Volkseigenen Betrieb (VEB) Walze Coswig miterlebt. Dessen 750 Mitarbeiter belieferten vor allem Unternehmen in der DDR. Im sozialistischen Osteuropa waren die Sachsen nur wenig präsent. Gut ein Vierteljahrhundert später ist das Unternehmen nicht mehr wiederzuerkennen, ist der ehemalige volkseigene Betrieb auf dem Sprung zum internationalen Champion beim Walzen- und Kolbenguss.
Die Coswiger liefern heute weltweit alles vom Rohteil bis zur einbaufertigen, 40 Tonnen schweren Walze. Das Schwermetall geht zumeist an Kunden aus der Stahlindustrie und dem Maschinenbau. Die Einzelstücke fertigen die Gießer gar von Hand. Doch der Aufstieg war steinig und für die Belegschaft schmerzhaft. „Wir haben nach der Wende konsequent restrukturiert“, sagt Pfaffe. Jede Technologie, jede Abteilung und jeder Arbeitsplatz stand erst mal zur Disposition. „Wir wollten lieber mit nur 133 Mitarbeitern überleben als mit 250 sterben.“ Die Bereitschaft, sich neu zu erfinden, ist Teil der Firmen-DNA, seit der Gründung des Unternehmens 1892, damals als Eisenwerk Coswig. Den Ersten Weltkrieg überstand das Unternehmen noch. Nach dem Zweiten Weltkrieg aber wurde das Werk als Reparationsleistung an die Sowjetunion demontiert. Walze Coswig fing wieder bei null an und wurde zum VEB. Der dritte Neustart gelang als Tochter der DIHAG Holding in Essen, eines Zusammenschlusses traditionsreicher Gießereien, zu dem Walze Coswig seit 1996 gehört.
Doch auch das bedeutete nicht die Rettung, denn nach zwei Kriegen, DDR und der Wende kam das Internet. „Unser Markt für Druckmaschinen brach in den Jahren 2006/07 ein und erholte sich nicht mehr. Wir mussten sehr schnell aus dieser Abhängigkeit heraus und ein neues, zukunftsträchtiges Geschäftsfeld finden“, erinnert sich Firmenchef Pfaffe. Also schwenkte er auf Gussteile für Rotorhohlwellen von Windkraftanlagen auf hoher See um. Dann bremste die Bundesregierung den Ausbau der Offshore-Windenergie, und wieder muss Pfaffe sich etwas Neues einfallen lassen. Er hat sich entschieden, verstärkt Gussteile für Erz- und Zementmühlen zu produzieren. „So wachsen wir schrittweise und dosiert“, sagt Pfaffe, überzeugt davon, weiter vorn mitspielen zu können – auch und gerade, wenn das Unternehmen sich wieder neu erfinden müsste.
Auf dem Sprung an die Spitze