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Munich ReVersicherungsriese senkt Gewinnziel für 2016

Der Umbau des Versicherers Ergo durchkreuzt die Gewinnpläne seines Mutterkonzerns Munich Re. Nach einem Gewinneinbruch im ersten Quartal senkte der Dax-Konzern die Prognose für das Gesamtjahr. 10.05.2016 - 14:33 Uhr

Munich Re: Versicherungsriese senkt Gewinnziel für 2016

Foto: dpa

Der weltgrößte Rückversicherer Munich Re hat sein Gewinnziel für das laufende Jahr nach unten geschraubt. Nach einem Rückgang im ersten Quartal rechnet Finanzvorstand Jörg Schneider nur noch mit einem Jahresüberschuss von 2,3 Milliarden Euro, wie der Dax-Konzern am Dienstag in München mitteilte. Zuvor hatte der Vorstand noch 2,3 bis 2,8 Milliarden Euro angepeilt. Neben Verlusten an den Aktienmärkten trüben auch hohe Kosten für den Umbau der Erstversicherungstochter Ergo den Ausblick.

Bei Naturkatastrophen und anderen Großschäden kam die Munich Re im ersten Quartal zwar glimpflich davon. Wegen der Verluste an den Finanzmärkten brach der Quartalsüberschuss im Vergleich zum Vorjahr jedoch um gut 45 Prozent auf 430 Millionen Euro ein.

An der Börse kamen die Nachrichten schlecht an. Die Munich-Re-Aktie lag am frühen Nachmittag als schwächster Wert im Dax mit 2,17 Prozent im Minus bei 159,70 Euro. Damit war sie so billig wie zuletzt im August. Bevor Vorstandschef Nikolaus von Bomhard Ende April vor einem schwachen Quartal gewarnt hatte, war das Papier noch zu mehr als 180 Euro gehandelt worden.

Aktienrückkauf

Munich Re erwartet Gewinnrückgang

Schneider zeigte sich verwundert, dass die Börsenturbulenzen Wettbewerber wie Allianz, Swiss Re und Hannover Rück nicht so stark getroffen haben wie sein Unternehmen. Der kleinere Rivale aus Niedersachsen schnitt zum Jahresstart sogar deutlich besser ab als erwartet. Das erste Quartal sei ein guter erster Schritt zum geplanten Jahresgewinn von mindestens 950 Millionen Euro, sagte Vorstandschef Ulrich Wallin in Hannover. Unter dem Strich verdiente die Hannover Rück im ersten Quartal 271 Millionen Euro und damit drei Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Belastungen drohen beiden Versicherungskonzernen aber durch die Erdbeben in Ecuador und Japan sowie die schweren Waldbrände in Kanada.

Bei der Munich Re bleibt zudem die Tochter Ergo ein Sorgenkind. Auch wenn die Kosten für den Umbau der Tochter noch nicht feststünden, werde Ergo voraussichtlich kein positives Jahresergebnis ausweisen, sagte Schneider und sprach von einer „erheblichen Ergebnisbelastung“. Schon 2015 war die Erstversicherungstochter wegen hoher Abschreibungen im Lebensversicherungsgeschäft und dem verlustreichen Verkauf ihrer Tochter Ergo Italia mit rund 200 Millionen Euro in die roten Zahlen gesackt. Der seit September amtierende Ergo-Chef Markus Rieß soll seine genauen Pläne für den Umbau des Unternehmens im Juni vorstellen.

dpa
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