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Berkshire-Hathaway-HauptversammlungWarren Buffett kritisiert Trumps politische Pläne

Warren Buffett, viertreichster Mann der Welt, kritisiert die Pläne des Präsidenten für eine Gesundheitsreform als Steuersenkung für Reiche. Auch die ehemaligen Chefs der US-Bank Wells Fargo kommen nicht gut weg. 08.05.2017 - 08:02 Uhr

Warren Buffett nutzt die Hauptversammlung seiner Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway um Präsident Trump zu kritisieren.

Foto: REUTERS

Der Großinvestor und Demokrat Warren Buffett hat die Pläne Pläne von US-Präsident Donald Trump zum Umbau des Gesundheitssystems als Steuererleichterung für Reiche bezeichnet. Wären die geplanten Regelungen der Republikaner bereits in Kraft, hätte er dem Bund im vergangenen Jahr 17 Prozent weniger Steuern gezahlt, sagte der viertreichste Mann der Welt am Samstag auf der Hauptversammlung seiner Investment-Gesellschaft Berkshire Hathaway. "Das ist also eine riesige Steuersenkung für Leute wie mich." Bei einer Reduzierung der Steuerlast in diesem Ausmaß steige entweder das Staatsdefizit oder die Steuern würden für andere Bürger erhöht.

Der Milliardär warnte zudem vor den Folgen der steigenden Gesundheitskosten für die USA, die wie ein "Bandwurm in Amerikas wirtschaftlicher Wettbewerbsfähigkeit" wirkten. Buffett hatte im Wahlkampf die unterlegene Demokratin Hillary Clinton unterstützt. Das Repräsentantenhaus hatte am Donnerstag mit knapper Mehrheit einen umstrittenen Entwurf zum Umbau von Obamacare verabschiedet, der Gesundheitsreform von Trumps Vorgänger Barack Obama. Ob das Vorhaben auch im Senat eine Mehrheit bekommt, ist ungewiss.

Buffett - genannt "Das Orakel von Omaha" - steht seit über 50 Jahren an der Spitze seiner Firma Berkshire, die in Omaha in Nebraska ihren Sitz hat. Das Unternehmen mit einem Marktwert von 411 Milliarden Dollar ist unter anderem in der Versicherungs-, Energie-, Bahn-, Nahrungsmittel-, Bekleidungs- und Immobilienbranche aktiv. Die Hauptversammlung gilt als großes Spektakel, Zehntausende Aktionäre sind dabei. An den Finanzmärkten werden die Äußerungen des Investors genau unter die Lupe genommen.

Auf dem Aktionärstreffen kritisierte Buffett auch die ehemalige Führung der US-Bank Wells Fargo für ihren Umgang mit dem Phantomkonten-Skandal scharf. Die Bank soll über Jahre rund zwei Millionen Konten ohne Kundengenehmigung eröffnet haben. "Gibt es ein dickes Problem, wird der Chef davon Wind bekommen. Und in dem Moment (...) muss er handeln", sagte der 86-Jährige. Der damalige Bankchef John Stumpf habe das Problem nicht schnell genug gelöst. Die neue Führung von Wells Fargo wird von Buffett hingegen gestützt. Berkshire hält etwa zehn Prozent an dem Institut, der Anteil ist etwa 27 Milliarden Dollar wert. Stumpf hatte wegen der Affäre seinen Hut genommen. 5300 Mitarbeiter wurden entlassen.

Am Donnerstag hatte Buffett zudem bekanntgegeben, dass er ein Drittel seiner Anteile an dem schwächelnden IT-Konzern IBM verkauft hat. Berkshire halte aber immer noch über 50 Millionen IBM-Aktien. Auf der Hauptversammlung sagte er nun, er habe falsch gelegen, als er bei seinem Einstieg in die Firma vor sechs Jahren eine bessere Entwicklung des Konzern vermutet habe.

Ausrutscher oder Ende der Glückssträhne?

Warren Buffett verdient deutlich weniger

Zuvor hatte Buffett die Quartalszahlen für Berkshire vorgelegt. Der Überschuss der Firma ging um 27 Prozent auf rund vier Milliarden Dollar zurück. Allerdings war in der Vergleichszahl ein einmaliger Kapitalgewinn von 1,9 Milliarden Dollar enthalten. Das operative Ergebnis sank um fünf Prozent auf 3,56 Milliarden Dollar. Grund war unter anderem ein defizitäres Versicherungsgeschäft aufgrund diverser Naturkatastrophen

rtr
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