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Media-Markt-GründerKellerhals zeigt Ceconomy AG an

Der Gründer der Elektromarktkette Media-Markt, Erich Kellerhals, zeigt die Ceconomy AG wegen des Verdachts auf Marktmanipulation an.Hauke Reimer 31.08.2017 - 07:23 Uhr

Der Unternehmer Erich Kellerhals.

Foto: dpa

Media-Markt-Gründer Erich Kellerhals hat die Ceconomy AG, unter deren Dach die von der Metro abgespaltenen Mediamarkt- und Saturn-Märkte firmieren, bei der Finanzaufsicht BaFin wegen des Verdachts auf Marktmanipulation angezeigt. Das berichtet die WirtschaftsWoche in ihrer kommenden Ausgabe. Hintergrund ist die Übernahme von 24 % am französischen Wettbewerber Fnac Darty durch Ceconomy am 26. Juli. Der Kurs der Ceconomy-Aktie stieg damals, auch getrieben von der Erwartung der Investoren, Ceconomy werde noch mehr Anteile erwerben und den europäischen Elektronikmarkt konsolidieren.

Kellerhals Firma Convergenta Invest erklärte damals dazu, „dass aufgrund der vereinbarten - und unstreitig auch nach der Aufspaltung der früheren Metro AG weiterhin bestehenden - rechtlichen Bindungen zwischen der Ceconomy und der Convergenta Invest ein Erwerb einer maßgeblichen Beteiligung von über 25 % an einem Wettbewerbsunternehmen, zu denen auch Fnac Darty gehört, nicht möglich ist.“ Eine Ceconomy-Sprecherin hatte daraufhin bestritten, dass es eine derartige Beschränkung gebe.

Kellerhals, der knapp 22 Prozent an der Media-Saturn Holding hält, liegt seit 2011 mit der ehemaligen Ceconomy-Mutter Metro juristisch im Clinch. Wenn Investoren erfahren hätten, dass Ceconomy nicht mehr als 25 % von Fnac Darty kaufen dürfe, wäre die Konsolidierungs-Fantasie entwichen und die Aktie nicht so stark gestiegen, wird die Anzeige laut WirtschaftsWoche im Umfeld von Kellerhals begründet.

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Ceconomy erklärte dazu gegenüber der WirtschaftsWoche, das Unternehmen habe von einer Anzeige bei der BaFin „keine Kenntnis“, verwahre sich aber „in aller Schärfe gegen den Vorwurf der angeblichen Marktmanipulation.“ Ceconomy habe „alle notwendigen Freiheiten, um ihre M&A-Strategie umzusetzen. Dies umfasst auch Beteiligungen in jeder Höhe an Consumer Electronics-Unternehmen im Ausland.“

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Ceconomy habe Kellerhals per Anwalt aufgefordert, seine Behauptungen zu unterlassen. Im Übrigen habe Ceconomy bei Bekanntgabe der Beteiligung an Fnac Darty erklärt, dass das Unternehmen „die Finanzbeteiligung von derzeit 24% als hinreichend“ erachte. Bei allen weitergehenden Aussagen handele es sich „um Spekulationen Dritter“.

Die BaFin erklärte gegenüber dem Magazin, sie prüfe den Handel in Ceconomy „routinemäßig“.

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