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Große KoalitionHeiko Maas soll Außenminister werden

„Nun endet die Zeit, in der ich politische Führungsaufgaben für die SPD wahrgenommen habe“ - schreibt der bisherige Außenminister und frühere SPD-Chef Gabriel. Sein Nachfolger scheint auch schon festzustehen: Heiko Maas.dpa, Reuters 08.03.2018 - 15:13 Uhr aktualisiert

Sigmar Gabriel und Heiko Maas im Jahr 2015

Foto: dpa

Der bisherige Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) wird nach einem „Spiegel“-Bericht in der neuen Bundesregierung das Amt des Außenministers übernehmen. Das berichtete das Online-Portal des Nachrichtenmagazins ohne Quellenangabe. Die SPD will ihre Minister-Riege am Freitag der Öffentlichkeit vorstellen.

Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) wird der neuen Bundesregierung derweil nicht angehören. Darüber hätten ihn der kommissarische SPD-Vorsitzende Olaf Scholz und die designierte neue Parteichefin Andrea Nahles informiert, schrieb Gabriel am Donnerstag auf Twitter. Zuerst hatten „Spiegel Online“ und die „Süddeutsche Zeitung“ darüber berichtet.

Der frühere SPD-Chef schrieb, er sei nach wie vor gewählter Abgeordneter des Bundestags. „Aber nun endet die Zeit, in der ich politische Führungsaufgaben für die SPD wahrgenommen habe.“ Er habe 18 Jahre lang für Deutschland und die SPD in leitenden Funktionen gearbeitet, schrieb Gabriel. Er wünsche der neuen Bundesregierung und seiner Partei „von Herzen“ Erfolg für die Bewältigung der großen Herausforderungen zum Wohle Deutschlands und Europas. In dem bisherigen Justizminister Heiko Maas sehe der scheidende Außenminister einen sehr guten Nachfolger. „Er wird das exzellent machen“, sagte Gabriel am Donnerstag bei seinem letzten öffentlichen Auftritt als Minister im Auswärtigen Amt.

Anja Karliczek

Mehr CDU geht überhaupt nicht

Ein Verbleib Gabriels im Auswärtigen Amt galt bereits zuvor als weitgehend ausgeschlossen. Ihm wird ein zerrüttetes Verhältnis zu Scholz und Nahles nachgesagt. Gabriel hatte im Februar der SPD-Spitze Wortbruch vorgeworfen, nachdem der damalige Parteichef Martin Schulz das Außenministerium für sich beansprucht hatte. Vor allem das Instrumentalisieren seiner Tochter wurde ihm in der Partei als Boshaftigkeit ausgelegt. „Meine kleine Tochter Marie hat mir heute früh gesagt: „Du musst nicht traurig sein, Papa, jetzt hast Du doch mehr Zeit mit uns. Das ist doch besser als mit dem Mann mit den Haaren im Gesicht““, hatte Gabriel der Funke-Mediengruppe gesagt. Die SPD will bis Freitag entscheiden, welche drei Männer und drei Frauen sie ins Kabinett schickt. Als Vizekanzler und Finanzminister gesetzt ist Hamburgs bisheriger Regierungschef Scholz.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) wird ebenfalls keinen Ministerposten in der neuen Regierung übernehmen. „Ich werde der neuen Bundesregierung nicht angehören“, sagte Hendricks der „Rheinischen Post“ am Donnerstag. Sie wünsche ihrer „Nachfolgerin beziehungsweise einem Nachfolger“ viel Glück, sagte die SPD-Politikerin. Nach Informationen der Zeitung wird die frühere nordrhein-westfälische Wissenschaftsministerin und derzeitige SPD-Generalsekretärin in dem Bundesland, Svenja Schulze, als Nachfolgerin gehandelt.

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