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Kentucky Fried ChickenBeyond Meat produziert bald Veggie-Nuggets für KFC

Nach dem Hype um die veganen Burger von Beyond Meat hat das Unternehmen nun auch Kentucky Fried Chicken als Kunden gewonnen. Die Fastfood-Kette will pflanzliche Hühnchennuggets und Chicken Wings ohne Knochen testen. 27.08.2019 - 15:54 Uhr

Nach dem Hype um die veganen Burger von Beyond Meat hat das kalifornische Unternehmen nun Kentucky Fried Chicken als Kunden gewonnen. Die Fastfood-Kette will pflanzliche Hühnchennuggets und Chicken Wings ohne Knochen zunächst in einem Restaurant in Atlanta testen.

Foto: AP

Die für ihre veganen Burger gefeierte Fleischersatzfirma Beyond Meat hat mit Kentucky Fried Chicken (KFC) eine große US-Fast-Food-Kette als Kunden gewonnen. Die Unternehmen verkündeten am Montag (Ortszeit), gemeinsam ein pflanzliches Hühnerfleisch-Imitat unter dem Label „Beyond Fried Chicken“ auf den Markt zu bringen.

Konkret geht es um knochenlose Chicken Wings und Nuggets – ganz ohne tierische Zutaten. Zunächst sollen sie in einer KFC-Filiale in Atlanta getestet werden. Wenn die veganen Optionen gut bei den Kunden ankommen, könnte die Kette sie in ganz Amerika anbieten.

An der Börse sorgte Beyond Meats Partnerschaft mit dem Fast-Food-Riesen bereits für gute Stimmung. Die Aktie von Beyond Meat ging am Montag mit einem Kursplus von 5,6 Prozent aus dem Handel.

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Enormes Wachstumstempo, riesiger Börsenwert

Das 2009 gegründete US-Unternehmen verzeichnet rasantes Wachstum. Im zweiten Quartal 2019 legte der Umsatz im Jahresvergleich um satte 287 Prozent auf über 60 Millionen Euro zu. „Wir glauben, dass unser positiver Schwung das wachsende Verlangen der Mainstream-Verbraucher zeigt“, erklärte Vorstandschef Ethan Brown Ende Juli bei der Bekanntgabe der Quartalszahlen. Zudem ist Beyond Meat seit einem furiosen Börsengang Anfang Mai auch bei Anlegern begehrt. Die Aktie handelt weit über ihrem Ausgabepreis, auch wenn die Euphorie in den vergangenen Wochen deutlich nachließ. Viele Analysten warnen zwar schon länger vor Rückschlägen, doch bislang ist davon wenig zu sehen. Dass der Börsenwert eines Unternehmens in rund drei Monaten von 1,5 Milliarden auf 13,4 Milliarden Dollar steigt, kommt nicht oft vor.

Während der Umsatz in die Höhe schießt, schreibt das Unternehmen allerdings immer noch rote Zahlen. Im zweiten Quartal nahm der Verlust verglichen mit dem Vorjahreswert um über ein Viertel auf 9,4 Millionen Dollar zu. Doch verglichen mit anderen US-Start-ups ist das ein Klacks, und das um Sondereffekte bereinigte Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen schaffte es bereits in die schwarzen Zahlen.

Zudem sehen Branchenbeobachter große Chancen auf einen langfristigen Erfolg. „Beyond Meat hat großes Potenzial. Die sind gut“, sagte etwa Richard Kägi, der seit fast 30 Jahren als sogenannter Foodscout für den Schweizer Handelskonzern Globus Ernährungstrends beobachtet, im Juni gegenüber der WirtschaftsWoche. „Für echte Carnivoren bieten sie zwar keine Alternative, aber Fleischesser zu bekehren ist auch nicht ihr primäres Ziel. Sondern sie rütteln am schlechten Gewissen der Leute. Das funktioniert immer besser.“

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Nach dem Erfolg des „Beyond Meat“-Burgers ziehen in Deutschland die Discounter-Riesen nun als erste mit eigenen Produkten ins Feld: Aldi Süd und Lidl verkaufen mit dem „Wonder Burger“ und dem „Next Level Burger“ nun auch Bulettenkreationen, die wie Fleisch aussehen und schmecken, ohne welches zu enthalten.

Die Entwicklungen auch hierzulande machen deutlich: Die speziellen Fleischalternativen liegen eindeutig im Trend. Beyond Meat und der Rivale Impossible Foods sind in den USA die treibenden Kräfte. Hinzu können in den USA vor allem Garden Gourmet (als Teil des Nestlé-Konzerns), Boca Foods (eine Tochter von Kraft Heinz) und Morningstar Farms (zugehörig zu Kellogg) bislang punkten. Die US-Unternehmen versorgen bereits zahlreiche Schnellrestaurant-Ketten in den USA mit ihren Produkten. Der Schweizer Nestlé-Konzern liefert über sein Tochter Garden Gourmet vegane Burger an McDonald’s, Konkurrent Burger King bedient sich beim kalifornischen Start-up Impossible Foods und Beyond Meat kooperiert bereits mit den US-Schnellrestaurantketten Carl's, Del Taco und Subway. Nun kommt Kentucky Fried Chicken hinzu, die als eine der letzten Fastfood-Ketten auf den veganen Hype aufspringt.

Mehr zum Thema: Der Hype um Beyond Meat – Welche Lebensmittel-Aktien jetzt Chancen bieten

kjo, dpa, rtr
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