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Das krisenfeste DepotDas schlechteste Quartal seit 2002

Der Dax beendet die ersten drei Monate 2020 mit dem größten Verlust seit über 17 Jahren. Am letzten Handelstag geht’s seitwärts – auch im Corona-Depot.Georg Buschmann 31.03.2020 - 19:30 Uhr

Das erste Quartal 2020 war im Dax das schlechteste seit 17,5 Jahren. Ist die Talsohle durchschritten?

Foto: imago images

Um fast ein Fünftel ist der Deutsche Aktienindex von Mitte März bis zum Monatsende gestiegen. Das ist die positive Sicht der Dinge, wenn Anleger heute die Monats- und Quartalsbilanz stehen. Die weniger positive ist, dass im ersten Quartal trotz dieser starken Zwischenerholung noch ein Minus von rund 25 Prozent steht. Einen so starken Rückgang hat es in der Historie des Index sehr selten gegeben - zuletzt im Jahr 2002. Damals verlor der Dax im dritten Quartal sogar ganze 37 Prozent.

Am Dienstag, dem letzten Handelstag des Drei-Monats-Zeitraums, tendierte der Index kurz vor Schluss der deutschen Börsen seitwärts, ebenso wie der US-Index S&P 500 oder der Weltaktienindex MSCI World. In diesem Umfeld hielt sich auch das geimpfte WiWo-Depot in etwa auf dem Niveau des Vortags. Unter der Oberfläche, also auf Ebene einzelner Depotwert, hat es aber durchaus Bewegung gegeben.

Was lief gut?

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von Georg Buschmann

So legten vor allem die Börsenbetreiber Nasdaq und Euronext zum Quartalsende noch einmal kräftig zu. Der europäische Konzern Euronext hatte tags zuvor verlauten lassen, dass er von Übernahmeplänen für die Börse Madrid derzeit Abstand nimmt. Die finanziellen Bedingungen eines möglichen Angebots böten keine Aussicht auf einen adäquaten Ertrag auf das investierte Kapital, hieß es zur Begründung. Weil Übernahmen in der Regel mit steigenden Schulden und höheren Bilanzrisiken einhergehen, kommt die Absage in diesen Zeiten gut an – zumal Euronext in den vergangenen Jahren ohnehin bereits auf Einkaufstour war. Trotz der guten Wertentwicklung heute haben sich die Börsenbetreiber bisher aber nicht als echte Krisenprofiteure entpuppt. Ihre Aktienkurse bilden vielmehr in etwa die Entwicklung des breiten Markts ab. Wir erwägen daher, unser Engagement in der Branche zu reduzieren.

Was lief schlecht?

Einmal mehr mit guten Nachrichten punkten konnte am Dienstag der Lübecker Konzern Drägerwerk. Er vermeldete, dass die US-Regierung das Unternehmen beauftragt habe, in den kommenden anderthalb Jahren Atemschutzmasken „im hohen zweistelligen Millionenbereich“ zu liefern. Der Konzern werde eigens dafür eine Produktionsstätte an der Ostküste der USA errichten. Ab September solle die Produktion starten. Das Unternehmen diskutiere dieses Modell auch mit weiteren Ländern, da die derzeitigen Produktionskapazitäten ausgeschöpft seien. Die Gewinne der vergangenen Tage gab die Aktie dennoch großteils ab und verlor kräftig. Angesichts des immensen Kursanstiegs (die Aktie hatte sich seit Aufnahme ins Depot zwischenzeitlich mehr als verdoppelt) sind solche Rücksetzer normal. Wir bleiben mit der vergangene Woche auf 20 Aktien reduzierten Position dabei.

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