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VerschwörungsideologienAntisemitismusbeauftragter will QAnon-Bewegung mehr in den Blick nehmen

Felix Klein fordert die Verbreitung von Verschwörungsmythen bei Messengerdiensten einzudämmen. Antisemitismus sei ein Bindemittel der QAnon-Bewegung. 19.09.2020 - 18:32 Uhr

Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung weist immer wieder auf antisemitische Narrative in der Gesellschaft hin, die auch zu Terroranschlägen wie in Halle führen können.

Foto: dpa

Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, hat sich dafür ausgesprochen, die Verbreitung der Verschwörungstheorien der sogenannten QAnon-Bewegung über Messengerdienste einzudämmen. Die Bewegung zeichne sich durch ihre „Anschlussfähigkeit an verschiedenste Verästelungen von Verschwörungsmythen“ aus, sagte er dem „Spiegel“.

Antisemitismus wirke dabei „wie ein unheilvolles Bindemittel zwischen diesen Strömungen“. Vielfach würden solche Mythen über Messengerdienste verbreitet, „die aus meiner Sicht die gleichen Auflagen bekommen sollten wie zum Beispiel Twitter oder Facebook“.

In diesem Sommer hatten Facebook und Twitter Tausende von Accounts von Unterstützern der Bewegung, die ihren Ursprung in den USA hat, gesperrt. Die zentrale Behauptung der QAnon-Anhänger ist, dass es eine Verschwörung gegen US-Präsident Donald Trump in den tieferen Schichten des US-Regierungsapparats gebe.

Außerdem behaupten sie oft, prominente Politiker der Demokratischen Partei in den USA ließen sich mit Hormonen behandeln, die aus dem Blut von entführten, gefolterten Kindern gewonnen würden.

Klein habe sich dafür ausgesprochen, dass der Verfassungsschutz die Bewegung hierzulande mehr als bisher in den Blick nehmen solle, berichtete der „Spiegel“. Eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums erklärte auf Anfrage, das Bundesamt für Verfassungsschutz „verfolgt gesellschaftliche Entwicklungen fortlaufend aufmerksam“. Hierzu zählten auch neu aufkommende Bewegungen wie QAnon.

Erkennungszeichen der Verschwörungstheoretiker ist der Buchstabe Q. Einige QAnon-Anhänger waren auf der Großdemonstration gegen die staatlichen Corona-Beschränkungen Ende August in Berlin unterwegs gewesen.

dpa
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