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  4. 5,7 Milliarden Euro Minus: Rekordverlust für Deutsche Bahn wegen Lockdown und Corona

CoronakriseBahn fährt im Corona-Jahr Rekord-Verlust ein und erwartet erst 2022 Gewinn

Wegen des Einbruchs der Passagierzahlen in Regional- und Fernverkehrszügen hat die Deutsche Bahn im vergangenen Jahr einen Rekordverlust eingefahren. In diesem Jahr rechnet der Konzern mit leichter Besserung. 25.03.2021 - 10:35 Uhr

In diesem Jahr erwartet die Bahn eine leichte Besserung: „Dennoch sind erneut beträchtliche Verluste zu erwarten“, erklärte das Unternehmen.

Foto: dpa

Die Deutsche Bahn hat im vergangenen Jahr während der Coronakrise einen Rekordverlust eingefahren. Auch wegen des Einbruchs der Passagierzahlen in Regional- und Fernverkehrszügen türmte sich unterm Strich ein Minus von 5,7 Milliarden Euro auf und damit noch mehr als zuletzt erwartet, bestätigte der Staatskonzern am Donnerstag einen entsprechenden Reuters-Bericht. Der Betriebsverlust (Ebit) lag bei 2,9 Milliarden Euro. Der Umsatz sackte um zehn Prozent auf 39,9 Milliarden Euro ab. Parallel schnellten die Schulden des Unternehmens innerhalb eines Jahres um fünf Milliarden Euro nach oben und haben Konzernkreisen zufolge inzwischen die Marke von 30 Milliarden Euro überschritten. Bahnchef Richard Lutz erklärte, das Unternehmen werde sich erholen, die Passagiere zurückkommen: „Wir sind der Impfstoff gegen den Klimawandel.“

In diesem Jahr erwartet die Bahn eine leichte Besserung: „Dennoch sind erneut beträchtliche Verluste zu erwarten“, erklärte das Unternehmen. Konzernkreisen zufolge werde der Betriebsverlust (Verlust vor Zinsen und Steuern) bei 2,5 Milliarden Euro liegen.

Hauptgrund für die Höhe des Verlustes von 2020 ist, dass die Bahn ihr Angebot trotz drastisch gesunkener Passagierzahlen im Lockdown weitgehend aufrecht erhalten hat. Dies war auch der Wunsch der Bundesregierung. Im Fernverkehr fuhren den Konzernkreisen zufolge nur noch 81 Millionen Menschen mit IC und ICE. 2019 waren es mit gut 150 Millionen fast doppelt so viele. Im Nahverkehr war der Rückgang nur etwas geringer.

Aber bereits vor der Coronakrise war die Bahn in massiven Schwierigkeiten und konnte ihre Investitionen aus eigenen Mitteln nicht mehr finanzieren. Im Schienen-Güterverkehr hat der einstige Fast-Monopolist mehr als die Hälfte der Marktanteile verloren. Der Verkauf der Auslandstochter Arriva, in der der Nahverkehr in Europa gebündelt ist, scheiterte. Die Bahn musste auf Arriva nun 1,4 Milliarden Euro abschreiben, was den Nettoverlust weiter erhöhte.

Mehr zum Thema: Der Plan war schon fix: Vorstände der Bahn sollten einen üppigen Gehaltsaufschlag kassieren. Daraus wird nichts. Doch allein die Tatsache, dass der Aufsichtsrat darüber nachdachte, wirft Fragen auf.

rtr
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