1. Startseite
  2. Unternehmen
  3. Dienstleister
  4. Was der Start-up-Investor Finch Capital mit dem Asien-Geschäft von Wirecard vorhat

FinanzdienstleisterSkandalsparte: Insolvenzverwalter wird Asien-Ableger von Wirecard los

Der Start-up-Investor Finch Capital hat vier Tochterfirmen des insolventen Finanzdienstleisters Wirecard gekauft. Es handelt sich um Gesellschaften aus dem skandalträchtigen Asiengeschäft. 16.04.2021 - 16:33 Uhr

Der Konzern war im Juni 2020 in die Insolvenz gerutscht, nachdem sich ein großer Teil des über Dritte abgewickelten Geschäfts in Asien als Luftnummer entpuppt hatte.

Foto: dpa

Wirecard-Insolvenzverwalter Michael Jaffe hat mehrere Töchter des zusammengebrochenen Zahlungsdienstleisters in Asien verkauft. Vier Tochterfirmen auf den Philippinen, in Malaysia, Thailand und Hongkong mit zusammen 110 Beschäftigten gehen an den niederländisch-britischen Start-up-Investor Finch Capital, der vor einigen Wochen bereits die türkische Wirecard-Tochter übernommen hatte, wie Jaffe und Finch Capital am Freitag mitteilten.

Finch will dort und in Asien mit der neu gegründeten Nomu Pay einen Zahlungsdienstleister aufbauen. Die örtlichen Aufsichtsbehörden müssen der Übernahme aber noch zustimmen.

Die nun verkauften Firmen gehen auf eine Zahlungsabwicklungs-Tochter der US-Bank Citi zurück, der Wirecard für rund 200 Millionen Euro das Zahlungsabwicklungs-Geschäft für Händler abgekauft hatte. Der Verkaufspreis dürfte deutlich darunter liegen. Jaffe sprach aber von „substanziellen Zuflüssen“ in die Insolvenzmasse. Damit sei nicht zu rechnen gewesen.

Wirecard war im Juni 2020 in die Insolvenz gerutscht, nachdem sich ein großer Teil des über Dritte abgewickelten Geschäfts in Asien als Luftnummer entpuppt hatte. Bilanzierte 1,9 Milliarden Euro, die angeblich auf Konten dort lagen, existieren offenbar nicht.

Verkauft hat Jaffe nach eigenen Angaben auch die Software-Tochter PT Wirecard Technologies Indonesia mit 360 Mitarbeitern. Käufer sei die Technologieholding eines indonesischen Konzerns, dessen Namen der Insolvenzverwalter nicht nannte. Wirecard Australia A&I gehe an einen australischen Zahlungsdienstleister.

Die größten Wirecard-Töchter in den USA und Europa hat Jaffe bereits verkauft. Die Verkaufserlöse liegen aber weit unter den Insolvenzforderungen, die Gläubiger und Aktionäre angemeldet haben.

Mehr zum Thema: Der Insolvenzverwalter fordert Wirecards langjährigen Wirtschaftsprüfer auf, Unterlagen über seinen Ex-Kunden herauszugeben. Prüfer EY aber stellt sich quer.

rtr
Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
Stellenmarkt
Die besten Jobs auf Handelsblatt.com
Anzeige
Homeday
Homeday ermittelt Ihren Immobilienwert
Anzeige
IT BOLTWISE
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Remind.me
Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s
Anzeige
Presseportal
Lesen Sie die News führender Unternehmen!
Anzeige
Bellevue Ferienhaus
Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen
Anzeige
Übersicht
Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche
Anzeige
Finanzvergleich
Die besten Produkte im Überblick
Anzeige
Gutscheine
Mit unseren Gutscheincodes bares Geld sparen
Anzeige
Weiterbildung
Jetzt informieren! Alles rund um das Thema Bildung auf einen Blick