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  4. Softwarekonzern SAP: Zweiter SAP-Betriebsrat legt Amt nieder - Interne Ermittlungen nach Hinweis von Whistleblower

SoftwarekonzernZweiter SAP-Betriebsrat legt Amt nieder

Im Betriebsrat des Softwareunternehmens SAP kehrt weiter keine Ruhe ein. Nun hat ein weiteres Mitglied sein Amt niedergelegt. Gegen ihn ermittelt SAP nun intern nach dem Hinweis eines Whistleblowers. 08.07.2021 - 12:49 Uhr

Im Betriebsrat vom SAP bleibt es weiterhin unruhig.

Foto: REUTERS

Die Affäre um mutmaßliche Unregelmäßigkeiten beim SAP-Betriebsrat zieht Kreise. Ein Betriebsratsmitglied, das bis zuletzt zugleich Aufsichtsratsmitglied war, habe mit sofortiger Wirkung seine Ämter niedergelegt, teilte das in Walldorf ansässige Softwareunternehmen am Donnerstag mit.

Zugleich einigten sich SAP und der Mann demnach einvernehmlich auf eine Beendigung des Arbeitsverhältnisses. „Zu weiteren Details wurde von beiden Seiten Stillschweigen vereinbart“, teilte der Softwarekonzern weiter mit. Über den Rücktritt hatten zuvor die „Rhein-Neckar-Zeitung“ und der „Business Insider“ berichtet.

Vor geraumer Zeit räumte zunächst der frühere Betriebsratschef des Unternehmens seinen Posten. Ihm ist vom Unternehmen inzwischen gekündigt worden. Gegen beide früheren Arbeitnehmervertreter hatte der Softwarekonzern in der Vergangenheit bereits interne Untersuchungen eingeleitet. Der frühere Betriebsratschef soll im Zuge einer Untersuchung gegen seinen Betriebs- und Aufsichtsratskollegen in „mehrfacher Weise eine Aufklärung erschwert, Indiztatsachen unterdrückt“ und dabei versucht haben, „die Ermittlung der Wahrheit zu verhindern“, heißt es in der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Unterlagen.

Walldorfer Softwarekonzern

Chaostage im SAP-Betriebsrat – mal wieder

von Michael Kroker

Gegen den nun ausgeschiedenen Kollegen ermittelte SAP intern nach dem Hinweis eines Whistleblowers. Die Staatsanwaltschaft Heidelberg prüft zudem im Zusammenhang mit einer angeblich manipulierten Aufsichtsratswahl den Vorwurf des versuchten Prozessbetrugs.

Mehr zum Thema: Zuletzt hatten nach den jüngsten Querelen bereits erste Betriebsräte bei SAP gefordert, die Arbeitnehmervertretung neu zu wählen, statt bis zur regulären Wahl 2022 zu warten. Solche Grabenkämpfe brechen seit der ersten Wahl im Jahr 2006 immer wieder auf.

dpa
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