Investorensuche läuft weiter: Starkoch Alfons Schuhbeck: Anklage wegen Steuerhinterziehung
Eines von mehreren Unternehmen des Starkochs Alfons Schuhbeck: Schuhbeck’s Gewürze GmbH.
Foto: imago imagesDer Münchner Starkoch Alfons Schuhbeck (72) ist wegen Steuerhinterziehung angeklagt worden. Das bestätigte sein Sprecher am Mittwoch. Zuvor hatte die „Süddeutsche Zeitung“ darüber berichtet. Die Staatsanwaltschaft München I wollte sich unter Verweis auf das Steuergeheimnis nicht dazu äußern. Schuhbecks Sprecher teilte der Deutschen Presse-Agentur mit: „Weitere Aussagen zum Verfahren kann ich Ihnen leider nicht geben.“ Schuhbeck wolle sich zu den Vorwürfen nicht äußern.
Vor mehr als zwei Jahren waren die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung gegen Schuhbeck bekannt geworden. „Ich werde sehr eng und sehr offen mit den Behörden zusammenarbeiten, um alle Vorwürfe zu entkräften“, sagte der Koch damals. Er stehe „den Behörden in allen Fragen Rede und Antwort“.
In einer früheren Stellungnahme hatte Schuhbeck ausgebliebene staatliche Corona-Hilfen für die Schieflage seiner Unternehmensgruppe verantwortlich gemacht. Gegen den Sternekoch laufen seit Längerem aber auch Steuerermittlungen, wie der Gastronom eingeräumt hat. Die Münchner Staatsanwaltschaft äußerte sich unter Verweis auf das Steuergeheimnis bislang nicht zu dem Fall. Und auch das Bundesamt für Justiz (BFJ) geht gegen den Koch vor, weil er seit 2017 keine Geschäftsberichte mehr veröffentlicht haben soll. Da dies gegen die im Handelsgesetzbuch für mehrere Arten von Unternehmen vorgeschriebene Offenlegungspflicht verstößt, hat die Bonner Behörde Ordnungsgeldverfahren eingeleitet.