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Biotech-UnternehmenMorphosys macht halbe Milliarde Euro Verlust – Aktie fällt nur leicht

Der Biotech-Pionier muss für das abgelaufene Jahr rote Zahlen melden, der Umsatz sinkt drastisch. Und die Forschungskosten werden 2022 weiter steigen. 17.03.2022 - 10:28 Uhr

Vor gut zwei Jahren hatte das Unternehmen mit Monjuvi die Zulassung für sein erstes eigenes Medikament in den USA erhalten.

Foto: MorphoSys

Höhere Kosten haben das Biotechunternehmen Morphosys im vergangenen Jahr tief in die roten Zahlen gedrückt. 2021 fiel ein operativer Verlust von gut 508 Millionen Euro an nach einem positiven Ergebnis von 18 Millionen Euro vor Jahresfrist, wie Morphosys am Mittwochabend nach Börsenschluss mitteilte.

Unter dem Strich stand ein Minus von 514,5 Millionen Euro nach einem Nettogewinn von knapp 98 Millionen Euro im Jahr zuvor. Der Umsatz sank um 45 Prozent auf 179,6 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte Morphosys allerdings noch von einer hohen Vorabzahlung seines US-Kooperationspartners Incyte profitiert.

Die Aktien von Morphosys fielen am Donnerstag nach den Zahlen zunächst um bis zu gut fünf Prozent, machten einen Großteil ihrer Verluste aber schnell wieder wett. Zuletzt notierten sie 0,5 Prozent im Minus bei 23,81 Euro.

Im vergangenen Jahr investierte Morphosys deutlich mehr in Forschung und Entwicklung, zudem fielen höhere Kosten im Zusammenhang mit der Übernahme des US-Krebsspezialisten Constellation Pharmaceuticals an. Im vierten Quartal verbuchte Morphosys zudem eine Abschreibung über knapp 231 Millionen Euro wegen des Zukaufs.

Morphosys hatte in der vergangenen Woche angekündigt, alle US-Forschungsaktivitäten von Constellation im biologischen Bereich und der Medikamentenentwicklung, die der Konzern im vergangenen Sommer übernommen hatte, einzustellen.

Seine Forschungsaktivitäten will Morphosys nun auf die fortgeschrittenen Projekte aus der Medikamentenpipeline in seinem deutschen Forschungszentrum in Planegg bei München konzentrieren. Eine konkrete Prognose zur Gewinnentwicklung 2022 gab das Unternehmen nicht ab, die Ausgaben für Forschung und Entwicklung dürften aber nochmals deutlich zulegen auf 300 bis 325 (2021: 225) Millionen Euro.

Morphosys hatte Constellation Pharma für bis zu 1,7 Milliarden Dollar übernommen und sich damit unter anderem zwei neue Krebsarzneien gesichert, die sich in der mittleren bis späten Phase der klinischen Entwicklung befinden. Zur Finanzierung des Deals, der an der Börse schlecht angekommen war, vereinbarte die Firma eine umfangreiche Partnerschaft mit dem US-Pharma-Finanzunternehmen Royalty Pharma.

rtr
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