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US-BörsenInvestoren bleiben verunsichert – Wall Street startet erneut mit deutlichen Verlusten

Die wichtigsten Börsenindizes in den USA büßen vor dem Wochenende weiter an Wert ein. Auch am Anleihemarkt setzt sich der Ausverkauf fort. 06.05.2022 - 15:45 Uhr

Anleger sind nach dem Fed-Entscheid verunsichert.

Foto: IMAGO/Xinhua

Nach dem Zick-Zack-Kurs in den vergangenen beiden Tagen starten die wichtigsten Indizes an der Wall Street auch am Freitag mit deutlichen Verlusten in den Handel. Der Dow Jones der Standardwerte notiert im Frühhandel 1,1 Prozent tiefer bei 12.632 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 verliert 1,2 Prozent auf 4097 Zähler. Noch etwas stärker büßt der technologielastige Nasdaq ein auf 12.105 Punkte.

Für etwas Optimismus sorgten hingegen neue Jobdaten für den April. Demnach sind am US-Arbeitsmarkt 428.000 Jobs neu geschaffen worden. Volkswirte hatten lediglich mit 391.000 gerechnet. Die getrennt ermittelte Arbeitslosenquote bleibt bei 3,6 Prozent – ein Niveau, das der von der Notenbank Fed angestrebten Vollbeschäftigung entsprechen dürfte.

Nach Publikation der Daten zogen sich einige Anleger aus der Weltweitwährung Dollar zurück. Der Dollar-Index, der den Kurs zu wichtigen Währungen widerspiegelt, baute am Freitag seine Verluste aus und fiel um 0,3 Prozent auf 103,28 Punkte. Im Gegenzug verteuerte sich der Euro auf 1,0588 Dollar.

Die neuen Jobdaten schüren die Hoffnung, dass der Fed der schwierige Balanceakt gelingt zwischen geldpolitischer Straffung und möglichen Risiken für die Konjunktur. Die Notenbank hatte am Mittwochabend den Leitzins um 0,5 Prozentpunkte angehoben und erneut bekräftigt, weiter stark gegen die aktuell sehr hohe Inflation im Land vorgehen zu wollen.

Am Donnerstag allerdings dominierte die Sorge, eine zu harsche Reaktion der Fed würde die Wirtschaft abwürgen. Entsprechend setzten teils dramatische Verluste ein: Dow und S&P büßten jeweils mehr als drei Prozent, der Nasdaq-Index sogar fünf Prozent ein. Einen derart schwachen Handelstag hat es im Laufe des Jahres noch nicht gegeben.

Auch am Anleihemarkt hatte es einen spürbaren Ausverkauf gegeben. Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihe stieg auf den höchsten Stand seit 2018. Am Freitag setzt sich dieser Trend fort, wenn auch in einem gemäßigten Maße. Zehnjährige US-Bonds werfen 3,113 Prozent ab. Knapp darüber liegt die Rendite für Papiere mit dreißigjähriger Laufzeit.

Einzelwerte im Fokus

Under Armour: Die Papiere von Under Armour brechen um mehr als 21 Prozent ein. Ähnlich wie Rivale Adidas leidet der Sportartikel-Hersteller unter den Corona-Lockdowns in China und rechnet mit einem Gesamtjahresergebnis unter Markterwartungen.

Nike: Enttäuschende Quartalsergebnisse und gesenkte Gesamtjahresziele bei Adidas trüben die Stimmung in der Sportartikel-Branche. Im Sog des rund sechsprozentigen Kursrutsches des deutschen Konzerns geben die Titel des US-Rivalen Nike um 4,5 Prozent nach.

DoorDash: Ein Quartalsumsatz über Markterwartungen und angehobene Gesamtjahresziele bewahren DoorDash nicht vor einem Kursverlust von mehr als elf Prozent. Die Gewinnaussichten seien verhalten, weil der Essenslieferant viel Geld in seine Expansion stecke, kommentierte Analyst Jake Fuller vom Brokerhaus BTIG.

rtr
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