Halbjahreszahlen: BayernLB erhöht Jahresprognose trotz Gewinnrückgang
In den Kerngeschäftsfeldern entwickelte sich das Geschäft positiv.
Foto: imago stock&peopleDie BayernLB schraubt ihre Prognose trotz einem schwächeren Ergebnis in der ersten Jahreshälfte nach oben. Der Vorsteuergewinn ging im ersten Halbjahr deutlich auf 277 Millionen Euro zurück, wie die Bayerische Landesbank am Donnerstag mitteilte. Im Vorjahr hatte sie 485 Millionen Gewinn erzielt.
Die Sonderkonditionen des EZB-Tenders hätten im vergangenen Jahr die Gewinne gesteigert, die sich nun wieder normalisieren, erklärte die Bank. Somit lag das Konzernergebnis mit 175 Millionen Euro auch weit unter dem Vorjahreswert von 248 Millionen.
Dank erhöhtem Finanzierungsbedarf konnte das Institut aber das Kreditvolumen steigern. „Erfreulicherweise konnten wir in unseren Kerngeschäftsfeldern eine gute Geschäftsentwicklung verzeichnen“, sagte BayernLB-Chef Stephan Winkelmeier.
Die Nachfrage nach Finanzierungsprodukten steigerte die Provisionen um 16 Prozent auf 219 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr. Das Institut erhöhte die Prognose und rechnet nun mit einem Vorsteuergewinn von „mindestens 500 Millionen Euro“ im laufenden Jahr.
Das Kreditvolumen der Russland-Geschäfte reduzierte BayernLB auf 400 Millionen Euro. Das Netto-Risiko dieser Kredite liege aktuell bei 100 Millionen. Als Reaktion auf den Krieg in der Ukraine hatte die Bank ihre Repräsentanz in Moskau geschlossen und stellte das Neugeschäft in Russland, Ukraine und Belarus ein.