1. Startseite
  2. Politik
  3. Konjunktur
  4. Konjunktur: Italien kürzt Wachstumsprognose – BIP soll 2023 nur leicht wachsen

KonjunkturItalien kürzt Wachstumsprognose – BIP soll 2023 nur leicht wachsen

Die scheidende Draghi-Regierung blickt pessimistischer auf die Konjunktur. Besonders die Energie-Kosten dürften Italiens Wirtschaft zusetzen. 28.09.2022 - 20:37 Uhr

Kurz vor ihrem Abgang präsentiert die Draghi-Regierung eine nach unten korrigierte Konjunkturprognose.

Foto: IMAGO/ZUMA Press

Die italienische Regierung unter dem scheidenden Ministerpräsidenten Mario Draghi streicht Insidern zufolge ihre Wachtsumsprognose für das nächste Jahr zusammen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) dürfte 2023 nur noch um 0,6 Prozent wachsen, verlautete am Mittwochabend aus politischen Kreisen. Zuvor war die Regierung in Rom von 2,4 Prozent Wachstum ausgegangen. Grund seien die Auswirkungen der steigenden Energiekosten.

Für dieses Jahr prognostiziert Italien den Insidern zufolge ein Wirtschaftswachstum von 3,3 Prozent, wobei sich das BIP im zweiten Halbjahr abschwächen dürfte. Zuvor hatte die nach Deutschland und Frankreich drittgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone mit einer Zunahme um 3,1 Prozent kalkuliert.

Die öffentlichen Finanzen dürften sich 2023 wegen starker Einnahmen allerdings verbessern, verlautete weiter aus den Kreisen. Der Schuldenberg des südeuropäischen Landes dürfte sich der Prognose zufolge im nächsten Jahr nur auf 143,2 Prozent des BIP nach zuvor geschätzten 145,2 Prozent belaufen.

In Italien steht bald ein Regierungswechsel an. Offen ist, wie die künftige italienische Regierung um die postfaschistische Partei Fratelli d'Italia (Brüder Italiens) von Giorgia Meloni auf die Wirtschaftsabkühlung reagiert. Im Wahlkampf hatte Meloni deutlich gemacht, dass sie in der Haushaltspolitik keine Risiken eingehen wolle.

Innerhalb des Bündnisses, zu dem auch die rechte Lega des ehemaligen Innenministers Matteo Salvini und die Forza Italia von Ex-Ministerpräsident Silvio Berlusconi gehört, unterscheiden sich aber die Vorschläge, wie auf die Energiepreisexplosion reagiert werden soll. Offiziell dürfte der Regierungswechsel nicht vor Ende Oktober zustande kommen, bis dahin bleibt Draghi im Amt.

rtr
Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
Stellenmarkt
Die besten Jobs auf Handelsblatt.com
Anzeige
Homeday
Homeday ermittelt Ihren Immobilienwert
Anzeige
IT BOLTWISE
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Remind.me
Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s
Anzeige
Presseportal
Lesen Sie die News führender Unternehmen!
Anzeige
Bellevue Ferienhaus
Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen
Anzeige
Übersicht
Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche
Anzeige
Finanzvergleich
Die besten Produkte im Überblick
Anzeige
Gutscheine
Mit unseren Gutscheincodes bares Geld sparen
Anzeige
Weiterbildung
Jetzt informieren! Alles rund um das Thema Bildung auf einen Blick