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Pharma- und KosmetikindustrieGerresheimer nimmt Kurs auf weiteres Rekordjahr

Der Verpackungshersteller profitiert von anziehender Nachfrage, Preiserhöhungen und seiner starken Marktposition. Die Börse reagiert positiv auf den Bericht des Konzerns. 12.10.2022 - 10:17 Uhr

Das Unternehmen produziert unter anderem Ampullen etwa für Covid-Impfstoffe oder Spritzensysteme.

Foto: dpa

Der für die Pharma- und Kosmetikindustrie produzierende Verpackungshersteller Gerresheimer sieht sich nach Zuwächsen im dritten Quartal trotz Inflation und explodierender Energiepreise auf Kurs. „Wir steuern auf das zweite Rekordjahr infolge zu mit zweistelligem profitablem Umsatzwachstum“, kündigte Finanzvorstand Bernd Metzner am Mittwoch im Gespräch mit Reuters an.

„Wir sind sehr zuversichtlich, dass es in Zukunft so weiter läuft.“ Für die nächsten Jahre sei entsprechend der bislang gesetzten Ziele mit einem Wachstum im hohen einstelligen Prozentbereich zu rechnen. „Unsere Orderbücher sind wirklich gut gefüllt, und wir haben nach wie vor eine starke Nachfrage unserer Kunden“, so Metzner.

Die konkrete Prognose für 2023 soll Anfang Dezember veröffentlicht werden. Im dritten Quartal erzielte der Düsseldorfer Konzern bei einem Umsatzplus von 17,4 Prozent auf 473 Millionen Euro ein organisches Wachstum des operativen Ergebnisses (Ebitda) von 13,3 Prozent auf 91 Millionen Euro.

Neben einer anziehenden Nachfrage hätten auch Preiserhöhungen zu dem Anstieg geführt, hieß es. Im Gesamtjahr peilt der Vorstand ein Umsatzplus von mindestens zehn Prozent an und eine Steigerung des bereinigten Ebitda im hohen einstelligen Prozentbereich.

Gerresheimer produziert unter anderem Ampullen etwa für Covid-Impfstoffe oder Spritzensysteme. Das Unternehmen habe eine starke Marktposition und könne so Preissteigerungen an die Kunden weitergeben.

CFO Metzner – „Nicht gefährdet von Rezession“

Zudem spiele der schwache Euro im Verhältnis zum Dollar Gerresheimer in die Hände. „Wir hatten im mittleren einstelligen Millionenbetrag Rückenwind vom starken Dollar“, so Metzner.

Der Konzern sei darüber hinaus mit seinen Produkten nicht von Konjunkturzyklen abhängig und „nicht gefährdet von Rezession.“ Mit Blick auf die steigenden Energiepreise erklärte der Manager, Gerresheimer habe sich bei Strom und Gas langfristig abgesichert zu Preisen, die unter den aktuellen Marktpreisen liegen.

An der Börse kamen die Nachrichten gut an. Mit einem Aufschlag von 1,2 Prozent waren die Titel im frühen Handel der stärkste Wert im Nebenwerteindex MDax. „Gerresheimer trotzt den hohen Energiepreisen“, kommentierten Händler. Der Konzern habe einen soliden Bericht vorgelegt. „Keine schlechten Nachrichten können gute Nachrichten sein.“

rtr
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