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Ukraine-KriegRussische Leasingtochter der Raiffeisen Bank auf ukrainischer Sanktionsliste

Die Ukraine sanktioniert die russische Leasingtochter der österreichischen Raiffeisen Bank und blockiert ihr Vermögen. Der Besitz werde nun für die ukrainische Verteidigung verwendet, so Selenski. 29.01.2023 - 13:19 Uhr

Zuvor wurde bekannt, dass die Ukraine gegen 182 russische und belarussische Unternehmen Sanktionen verhängt hat. Raiffeisen Leasing steht im hundertprozentigen Eigentum der russischen Tochterbank der RBI.

Foto: Reuters

Die russische Leasingtochter der österreichischen Raiffeisen Bank International (RBI) ist nach Angaben der Bank von der Ukraine auf eine Sanktionsliste gesetzt worden. Das bedeute, dass geleaste Güter der Kunden der Raiffeisen Leasing Russland auf ukrainischem Territorium beschlagnahmt werden können, erklärte ein Sprecher der Bank am Sonntag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Reuters.

Raiffeisen Leasing steht im hundertprozentigen Eigentum der russischen Tochterbank der RBI. Große wirtschaftliche Auswirkungen dürfte die Maßnahme auf die russische Tochter nicht haben. Das von der Leasing-Tochter finanzierte Volumen hat der Bank zufolge Ende Dezember 362 Millionen Euro betragen. Seit Ausbruch des Krieges seien keine neuen Leasingverträge mehr abgeschlossen worden, hieß es.

Zuvor wurde bekannt, dass die Ukraine gegen 182 russische und belarussische Unternehmen Sanktionen verhängt hat. Laut RBI stehen insgesamt rund 30 russische Leasingunternehmen auf der Sanktionsliste der Ukraine. Die Bank geht davon aus, dass damit vor allem der Transportsektor sanktioniert werden sollte.

„Ihr Vermögen in der Ukraine ist blockiert, ihr Besitz wird für unsere Verteidigung verwendet“, sagte Präsident Wolodimir Selenski in einer Videoansprache. Dies ist die jüngste einer Reihe von Maßnahmen, mit denen der Präsident die Verbindungen Moskaus und Minsks zu seinem Land unterbinden will.

Die Bank mit Sitz in Wien prüft seit fast elf Monaten alle strategischen Optionen für ihre Tochterbank in Russland, die zehntgrößte Bank des Landes. Russland ist für die RBI, die auch in der Ukraine tätig ist, ein wichtiger Ertragsbringer. Die Tochter steuerte zuletzt etwa die Hälfte zum Konzerngewinn bei.

>> Lesen Sie hier: Alle Entwicklungen zum Krieg in der Ukraine in unserem Liveblog

Analysten gehen davon aus, dass im abgelaufenen Geschäftsjahr der größte Teil der Gewinne erneut von der Tochterbank in Moskau erwirtschaftet wurde. Auf die Gewinne kann die RBI aber aufgrund einer Verordnung der russischen Notenbank nicht zugreifen.

rtr
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