
+++ Blog zum Wirecard-Prozess +++: Rückblick Wirecard-Prozess: Das passierte am 30. März vor Gericht
Für den Wirecard-Prozess gegen Markus Braun und zwei weitere Ex-Wirecard-Führungskräfte sind 100 Prozesstage angesetzt. Unsere Reporter berichten dabei live aus dem Gerichtssaal.
Foto: imago images, WirtschaftsWocheDie Reporter der WirtschaftsWoche begleiten den Fall Wirecard seit acht Jahren. 2020 fiel die Erfolgsgeschichte von Wirecard wie ein Kartenhaus in sich zusammen. Plötzlich war der Dax-Konzern pleite, Wirecard-Vorstandsmitglied Jan Marsalek auf der Flucht und Firmenchef Markus Braun im Gefängnis. Deutschland sah den mutmaßlich größten Betrugsfall der Nachkriegsgeschichte.
Nun, knapp zweieinhalb Jahre nach dem Kollaps, hat in München die Verhandlung gegen Ex-Konzernchef Markus Braun begonnen. Die Anklage wirft dem Manager und zwei mitangeklagten ehemaligen Wirecard-Führungskräften vor, mit Hilfe gefälschter Bilanzen Banken und Kreditgeber um insgesamt 3,1 Milliarden Euro geprellt zu haben. Der Kernvorwurf: Braun und Komplizen sollen eine Bande gebildet haben, die die Bilanzen des Konzerns seit 2015 systematisch fälschte.
Unsere Reporter sind hautnah dabei und berichten für Sie live von vor Ort im Blog über die Geschehnisse im Gerichtssaal:






Dierlamm hält Steinhoff vor, dass nicht recherchiert wurde wie viele Vertriebsmitarbeiter in Asien saßen; das hätte man tun müssen im Rahmen einer Überprüfung ob es das Drittpartnergeschäft tatsächlich gab.




Wirecards Treuhänder Rajaratnam Shanmugaratnam (der angeblich für Wirecard über ein Kontoguthaben von rund zwei Milliarden Euro wachte) wollte schon im Sommer 2019 das Amt los werden. Marsalek habe sich aber nicht gekümmert. Also habe der Treuhänder die Sache im Herbst 2019 selbst in die Hand genommen und einen Nachfolger gesucht – das berichtet Brauns Verteidiger Dierlamm und nimmt Bezug auf Aufzeichnungen von KPMG










Nach dem Niedergang von Wirecard, arbeitete Steinhoff noch weiter für den Insolvenzverwalter. Er sollte Mittelabflüsse nachverfolgen, wie zum Beispiel Zahlungen für Beratungsdienstleistungen, die nicht erbracht wurden.
Ebenso sollte er der Frage nachgehen, ob es bei Wirecard Erlöse aus dem Drittpartnergeschäft gab und ob diese veruntreut wurden.





Sie wollen noch mehr erfahren über Markus Braun und die Geschichte von Wirecard? Die wichtigsten Hintergrundgeschichten der WirtschaftsWoche zum Wirecard-Skandal lesen Sie hier:
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