Banken: Commerzbank schreibt wegen EuGH-Urteil erneut Franken-Kredite ab
Am Ziel der deutschen Muttergesellschaft, das Ergebnis im laufenden Jahr deutlich zu steigern, ändere die Abschreibung vorerst nichts, erklärte die Commerzbank.
Foto: ReutersDie Franken-Kredite ihrer polnischen Tochter mBank belasten die Commerzbank auch im laufenden Quartal. Die Bank werde weitere 1,51 Milliarden Zloty (342 Millionen Euro) auf das Kreditportfolio abschreiben, teilte die Commerzbank am Freitag mit.
Das sei die Konsequenz aus einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH), der in der vergangenen Woche im Streit um die bei polnischen Banken lange gebräuchlichen Fremdwährungsdarlehen zugunsten der Verbraucher geurteilt hatte. Insgesamt hat die mBank damit bereits 7,5 Milliarden Zloty (1,7 Milliarden Euro) für diese Kredite zurückgestellt.
Am Ziel der deutschen Muttergesellschaft, das Ergebnis im laufenden Jahr deutlich zu steigern, ändere die Abschreibung vorerst nichts, erklärte die Commerzbank. „Dieser Ausblick hängt jedoch von der weiteren Entwicklung bei den Schweizer-Franken-Krediten der mBank ab und basiert auf der Annahme, dass es lediglich zu einer milden Rezession in Deutschland kommt“, schränkte sie ein.