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ChemiekonzernBASF senkt Jahresziele – Nur zaghafte Erholung erwartet

Der Chemiekonzern senkt nach einem schwachen Quartal die Prognose für das Gesamtjahr. Grund dafür ist eine schwache Nachfrage und konjunktureller Gegenwind. 12.07.2023 - 20:07 Uhr

Der Chemiekonzern senkt seine Prognose.

Foto: dpa

Die Hiobsbotschaften aus der Chemieindustrie reißen nicht ab: Nach den Spezialchemieunternehmen Lanxess, Evonik und Clariant muss auch Branchenprimus BASF nach einem schwachen zweiten Quartal Abstriche bei seinen Jahreszielen machen. Für 2023 rechnet der weltgrößte Chemiekonzern nur noch mit einem Umsatz zwischen 73 und 76 Milliarden Euro sowie einem bereinigten operativen Gewinn (Ebit) zwischen 4,0 und 4,4 Milliarden, wie BASF am Mittwoch mitteilte.

Bislang hatte das Ludwigshafener Unternehmen mit einem Rückgang des bereinigten Gewinns auf 4,8 bis 5,4 (2022: 6,9) Milliarden Euro gerechnet und einem Umsatz von 84 bis 87 (87,3) Milliarden.

Die Unternehmen der Branchen haben vor allem mit einer schwachen Nachfrage und konjunkturellem Gegenwind zu kämpfen. Die von vielen Konzernen erwartete Erholung im zweiten Halbjahr scheint auszubleiben, vor allem in China. Zahlreiche Analysten hatten deshalb bereits damit gerechnet, dass auch BASF seine Prognosen senken muss. Dem Unternehmen hatten sie für dieses Jahr zuletzt einen Umsatz von im Schnitt 79,8 Millionen Euro sowie einen bereinigten operativen Gewinn von 4,88 Milliarden zugetraut.

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BASF erklärte, für das zweite Halbjahr weltweit zwar keine weitere Abschwächung der Nachfrage zu erwarten. Die Lagerbestände an Chemierohstoffen bei den Kunden seien bereits stark abgebaut worden. Da die Nachfrage nach Konsumgütern aber schwächer ausfallen werde als bislang gedacht, dürfte die Erholung nur zaghaft ausfallen. „Damit werden auch die Margen unter Druck bleiben.“

Im zweiten Quartal brach der bereinigte operative Gewinn von BASF nach vorläufigen Zahlen auf 1,0 (Vorjahreszeitraum: 2,3) Milliarden Euro ein. Der Umsatz schrumpfte wegen deutlich niedrigerer Preise und Mengen um ein Viertel auf 17,3 Milliarden Euro und lag damit um fast zwei Milliarden Euro unter den Analystenschätzungen.

Verband wenig optimistisch

Auch der Verband der chemischen Industrie VCI hatte sich zuletzt wenig optimistisch für die wirtschaftliche Entwicklung gezeigt. Die Produktion liege auf sehr niedrigem Niveau, der Branchenumsatz sei seit Monaten rückläufig, und der Auftragsmangel mache den Unternehmen zu schaffen. Der Verband werde deshalb seine Prognose aus dem Frühjahr revidieren, hatte VCI-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Große Entrup angekündigt.

Bei der Halbjahres-Pressekonferenz am 21. Juli will der VCI seine neuen Prognosen zur Entwicklung der Branche vorlegen.

Lesen Sie auch: Showdown nach 50 Milliarden Euro Kursverlust bei BASF

rtr
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