Klagen gegen Ex-US-Präsidenten: Die Justiz wird uns nicht vor Trump retten

Donald Trump gibt sich siegessicher
Foto: REUTERSFür Donald Trump geht es gerade Schlag auf Schlag. Eine Anklage jagt die nächste. An drei unterschiedlichen Orten werfen Staatsanwälte ihm mittlerweile Verbrechen vor, eine vierte könnte demnächst noch folgen.
Das ist für den Expräsidenten peinlich und teuer. Aber politisch schadet es ihm noch nicht. Die Basis der Republikaner steht fest an seiner Seite. Erneute Nominierung wahrscheinlich, Wiederwahl nicht ausgeschlossen.
Trumps Zustimmungswerte in der Bevölkerung mögen schlecht sein, doch Präsidentschaftswahlen fielen in den USA zuletzt immer sehr knapp aus.
Einige zehntausend Stimmen in ein paar Staaten entscheiden. Da braucht es nicht viel – einen kleinen Wirtschaftsabschwung etwa –, um einen Trump trotz mehrfacher Anklagen zurück ins Weiße Haus zu bringen. Das ist eine Option, auf die sich Amerikas Verbündete vorbereiten müssen. Und zwar jetzt.
2016 war Trump ein Schock. Heute wissen Brüssel und Berlin, was für Probleme eine zweite Amtszeit für sie bedeuten dürfte: Handelskriege, Nato-Abwicklung, das Ende der amerikanischen Ukrainehilfe – alles läge dann auf dem Tisch.
Höchste Zeit also, das Szenario ernst zu nehmen. Die Justiz wird die Welt nicht vor Trump retten.
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