Dow Jones, S&P 500, Nasdaq: US-Börsen geben im frühen Handel nach
Ein Straßenschild an der New York Stock Exchange.
Foto: ReutersZinssorgen und die Krise im Nahen Osten belasten die Kurse an der Wall Street zum Wochenschluss. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gab im frühen Handel 0,2 Prozent auf 33.355 Punkte nach. Der breiter gefasste S&P 500 verlor 0,1 Prozent auf 4273 Punkte, der Index der Technologiebörse Nasdaq fiel um 0,3 Prozent auf 13.149 Punkte.
US-Notenbank Jerome Powell hatte am Donnerstag bei einem Auftritt beim New Yorker Wirtschaftsclub die Tür für weitere Zinserhöhungen offengelassen. „Es war aber eine gute Nachricht, dass er angedeutet hat, dass der November für eine Zinserhöhung nicht infrage kommt“, sagte Robert Pavlik, leitender Portfoliomanager beim Vermögensverwalter Dakota Wealth.
Für Nervosität bei den Anlegern sorgten die weiter anziehenden Renditen am Anleihemarkt und die im Zuge des Kriegs im Nahen Osten gestiegenen Ölpreise. Israel hat mit Luftangriffen und einer Abriegelung des Gazastreifens auf den überraschenden Großangriff der radikal-islamischen Palästinenser-Organisation Hamas vor rund zwei Wochen reagiert. Zuletzt verdichteten sich Hinweise auf eine bevorstehende Bodenoffensive.
Am Aktienmarkt brachen die Papiere von SolarEdge um 34 Prozent ein und zogen andere Branchentitel mit nach unten. Der Solarwechselrichter-Hersteller hatte vor deutlich geringeren Umsätzen im vierten Quartal gewarnt. Die Firma machte dafür höhere Lagerbestände in den Vertriebskanälen und langsamer als erwartete Installationsraten verantwortlich. Im Sog dessen fielen Aktien des Solaranlagen-Hersteller Enphase Energy um 14 Prozent, Sunrun verloren mehr als sieben Prozent. Titel des Solarmodulherstellers First Solar sackten um 2,6 Prozent ab.
Blick auf Einzelwerte
SolarEdge Technologies: Die Solaraktie brach um knapp 34 Prozent ein, nachdem das Unternehmen am Donnerstag nachbörslich seine Prognose für das dritte Quartal gesenkt hatte. SolarEdge-Chef Zvi Lando begründete die Kürzung unter anderem mit umfangreichen und unerwarteten Projektabsagen. Am Freitag stufte die Deutsche Bank SolarEdge, Sunrun und Sunnova aufgrund der rückläufigen Nachfrage von „Kaufen“ auf „Halten“ herab.
American Express: Die Aktien des Finanzdienstleisters zeigten sich kaum verändert, nachdem das Unternehmen seine Ergebnisse für das dritte Quartal bekannt gegeben hatte. American Express erzielte einen Gewinn von 3,30 US-Dollar pro Aktie bei einem Umsatz von 15,38 Milliarden US-Dollar. Analysten hatten einen Gewinn von 2,94 US-Dollar pro Aktie bei einem Umsatz von 15,36 Milliarden Dollar erwartet.
Schlumberger: Die Papiere des weltgrößte Unternehmen für Erdölexploration brachen um 1,8 Prozent ein, nachdem das Unternehmen für das dritte Quartal einen Umsatz von 8,31 Milliarden Dollar gemeldet hatte und damit die Schätzungen von 8,33 Milliarden Dollar verfehlte. Der Gewinn pro Aktie lag mit 78 Cent jedoch leicht über den Schätzungen von 77 Cent.
Knight-Swift: Die Aktien des Transportunternehmens stiegen um 12,4 Prozent, nachdem der Quartalsbericht die Schätzungen für das dritte Quartal übertraf. Das Unternehmen meldete einen bereinigten Gewinn pro Aktie von 41 Cent bei einem Umsatz von 2,02 Milliarden US-Dollar. Die von LSEG befragten Analysten hatten mit 36 Cent pro Aktie und 1,89 Milliarden Dollar Umsatz gerechnet.
Der Gesamtumsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 6 Prozent. CEO David Jackson sagte in einer Pressemitteilung, dass der Markt für Kleintransporte eine relative Stärke aufweist.