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EnergiepreiseTrotz Gaspreisbremse – Musterhaushalt zahlt mehr

Die Mehrwertsteuer auf Gas soll wieder auf 19 Prozent erhöht werden. Die Gaspreisbremse bleibt zwar, doch kann Berechnungen zufolge die höhere Steuer nicht ausgleichen. 22.10.2023 - 10:20 Uhr Quelle: dpa

Die Bundesregierung hatte den Mehrwertsteuersatz für Gas vorübergehend von 19 auf 7 Prozent gesenkt.

Foto: dpa

Die Anhebung des Mehrwertsteuersatzes auf Gas sorgt bei einem Musterhaushalt nach Berechnungen des Vergleichsportals Check24 trotz Verlängerung der Gaspreisbremse für eine Mehrbelastung.

Demnach würde solch ein Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden Erdgas durch die von der Bundesregierung bis Ende April 2024 geplante Verlängerung der Gaspreisbremse aufs Jahr gerechnet zwar 64 Euro einsparen.

Durch die zum Jahreswechsel geplante Wiederanhebung der Mehrwertsteuer von 7 auf 19 Prozent läge die Mehrbelastung im Jahr aber bei 264 Euro. Dies mache unterm Strich 200 Euro aus, berichtete Check24.

Gaspreis: Was der Großhandel mit dem Endkundenpreis zu tun hat
Direkt wenig, indirekt und mit Verzug eine ganze Menge. Erdgas wird von den Unternehmen mit unterschiedlichen Strategien beschafft. So kann ein Teil von aktuell geliefertem Gas bereits zwei oder sogar drei Jahre im Voraus bestellt worden sein – zu den damals vereinbarten Preisen. Ein anderer Teil kann wiederum erst am Tag zuvor an der Börse gekauft worden sein.
Das führt dazu, dass Kunden immer Durchschnittspreise bekommen. Preisspitzen und Preistäler kommen zeitverzögert und gedämpft beim Endkunden an. Ausschläge an den Börsen werden nicht direkt umgesetzt.

Haushalte mit einem Grundversorgungstarif, der häufig oberhalb der Preisbremse liege, würden von der Verlängerung der Preisbremse etwas mehr profitieren und hätten im Jahresschnitt Mehrkosten von 176 Euro.

Beim Strom gab es keine Absenkung des Mehrwertsteuersatzes wegen der Energiekrise. Eine Verlängerung der Preisbremse würde laut Check24 bei einem Musterhaushalt (5000 Kilowattstunden Jahresverbrauch) zu einer Entlastung von 18 Euro im gesamten Jahr führen. Haushalte in der Strom-Grundversorgung würden im Jahr im Schnitt um 46 Euro entlastet.

Von der Verlängerung der Preisbremsen profitierten weiter vor allem Kundinnen und Kunden in Grundversorgungstarifen, erklärte Check24-Manager Steffen Suttner.

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dpa
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