Luftfahrt: Neue Lufthansa-Tochter soll 40 Flugzeuge bekommen
Die Lufthansa plant für ihre neue City Airlines eine Flotte von mehr als 40 Flugzeugen. Auch der Airbus A220 wurde dafür ins Auge gefasst.
Foto: ReutersDie Lufthansa plant für ihre neue Regionalfluggesellschaft City Airlines eine Flotte von mehr als 40 Flugzeugen. Angestrebt sei eine Bestellung von 40 kleineren Flugzeugen, wobei das Unternehmen den A220 von Airbus und ein Modell von Embraer im Auge habe, erklärte Vorstandschef Carsten Spohr am Donnerstag.
„Die kleineren gehen zu City Airlines.“ Abheben soll die auf Zubringer- und Anschlussflüge zu Langstrecken-Verbindungen spezialisierte Airline im Sommer 2024 mit vier bis fünf schon vorhandenen A319.
Wie die Lufthansa vor Kurzem angekündigt hatte, läuft die Personalsuche. Die Gespräche mit den Gewerkschaften seien konstruktiv, ergänzte Spohr. „Wir wollen das nicht ohne Tarifvertrag - für Piloten, Kabinen- und Bodenpersonal.“ Die Verträge sollten schon vor Betriebsstart abgeschlossen werden.
Lufthansa sucht Personal
Der Vergütungstarif für die Piloten soll nach Ansicht des Arbeitgebers dem der bestehenden Regionalfluggesellschaft Cityline entsprechen. Das sei nach dem Tarif der Hauptmarke Lufthansa der zweithöchste der Gruppe.
Die Arbeitskosten für einen Airbus A320 wären damit ein bis zwei Millionen Euro im Jahr niedriger als bei der Lufthansa, sagte Spohr in einer Analystenkonferenz. So will das Management die Kosten für Zubringerflüge drücken, um die operative Rendite des Konzerns im kommenden Jahr auf acht Prozent zu steigern.
Die günstigere City Airlines werde dazu beitragen, die Kosten des jüngsten Tarifabschlusses mit der Vereinigung Cockpit für die Lufthansa-Piloten zu kompensieren - diese summieren sich Spohr zufolge über die Laufzeit bis Ende 2026 auf 700 Millionen Euro.