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SuchmaschineFast unbemerkt: Google stellt Cache-Funktion ein

Schlechte Nachrichten für Technikfreaks, Faktenchecker und Internet-Nostalgiker: Der Suchmaschinenriese Google stellt seine Cache-Funktion ein. Was das für die Nutzung der Plattform bedeutet.Sebastian Schug 02.02.2024 - 15:55 Uhr

Das Logo von Google ist auf dem Pavillon des Internet-Konzerns auf der Technik-Messe CES zu sehen.

Foto: dpa

Es klingt wie Kleinigkeit für Technik-Nerds: In einem Post auf der Plattform X (früher Twitter) räumt der Suchmaschinenkonzern ein, den sogenannten Cache-Link aus seinen Suchergebnissen entfernt zu haben. Doch was war das überhaupt und wer hat ihn genutzt?

Ein Cache ist in der Computertechnik ein Zwischenspeicher, ein Kurzzeitgedächtnis, wenn man so will. Informationen werden aus dem Datenstrom entnommen, gespeichert und, wenn sie nicht dauerhaft aufgehoben werden sollen, überschrieben. Genau das hat Google lange Zeit mit Webseiten gemacht und seinen Nutzern diese Kopien zur Verfügung gestellt.

„Eine unserer ältesten Funktionen“, heißt es in dem Beitrag. Und die habe nun ausgedient: „Sie war dazu gedacht, den Zugriff auf Seiten zu erleichtern, als man sich noch nicht darauf verlassen konnte, dass eine Seite geladen wird.“ Doch die Situation habe sich deutlich verbessert und den Cache überflüssig gemacht. Jedenfalls in seiner ursprünglichen Funktion.

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Wer wissen will, warum dennoch viele Menschen dem unscheinbaren Cache-Link nachtrauern, sollte mit denjenigen sprechen, die Spaß an der politischen Diskussion im Netz haben oder beispielsweise als Faktenchecker arbeiten. Für sie war der Google-Cache bisher eine einfache, schnelle und sogar gerichtlich anerkannte Möglichkeit, aus dem Netz gelöschte Aussagen doch noch zu retten.

Wenn sich also ein Politiker im Netz verplappert und den Fehler mit einem schnellen Klick auf den „Löschen“-Button vertuschen will, war der erste Weg meist der in den Google-Cache. Solange kein neues Bild gespeichert wurde, war der Fauxpas für die ganze Welt sichtbar.

Und diese Möglichkeit könnte der Welt sogar erhalten bleiben. Der Google-Manager Danny Sullivan brachte die Möglichkeit ins Spiel, in Zukunft mit dem „Internet Archive“ zusammenzuarbeiten. Die Non-Profit-Organisation ermöglicht mit ihrer Plattform, die aktuelle Version einer Webseite dauerhaft zu speichern: ein Langzeitgedächtnis des Internets also. Doch das bleibt vorerst ein Gedankenspiel. „Keine Versprechungen. Wir müssen mit ihnen reden und sehen, wie das funktionieren kann“, sagt Sullivan.

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