Volkswagen-Konzern: Audi will wohl Produktionsnetz umbauen – Konsequenzen für Brüsseler Werk
Es gebe Pläne im Unternehmen, das derzeit einzig dort gefertigte Modell Q8 e-tron statt in Belgien fortan in Mexiko und in China zu bauen.
Foto: obsAudi plant einem Pressebericht zufolge Veränderungen im weltweiten Produktionsnetzwerk, wobei dem Brüsseler Werk ein herber Verlust droht. Der Premiumhersteller arbeitet nach Informationen der „Automobilwoche“ gemeinsam mit dem Volkswagen-Konzern an der Planung. Einzelheiten würden voraussichtlich im Frühjahr bekanntgegeben, heißt es in einem Vorabbericht der am Montag erscheinenden Fachzeitschrift unter Berufung auf Audi.
Der zum Volkswagen-Konzern gehörende Autohersteller müsse seine Produktionskapazitäten in Europa reduzieren. Konsequenzen soll das insbesondere für das Brüsseler Werk von Audi haben, wie die „Automobilwoche“ aus Unternehmenskreisen erfuhr.
Es gebe Pläne im Unternehmen, das derzeit einzig dort gefertigte Modell Q8 e-tron statt in Belgien fortan in Mexiko und in China zu bauen. Ein Novum dabei ist laut dem Bericht, dass im Konzern erwogen wird, das Audi-Modell bei Volkswagen im Werk Puebla zu fertigen. Für China steht das Audi-Werk Changchun bereit.
Sollte Brüssel bei der laufenden Werksbelegung kein alternatives Modell zugesprochen werden, wäre das für das Werk laut „Automobilwoche“ existenzgefährdend. Bei Audi hieß es laut dem Bericht zu den Umbaumaßnahmen: „Wir arbeiten in enger Zusammenarbeit mit dem Volkswagen-Konzern kontinuierlich an einer optimalen Werkebelegung für unser weltweites Produktionsnetzwerk.“
„Der Standort Brüssel ist aktuell gut ausgelastet. Im Dezember 2022 startete dort die Produktion des Audi Q8 e-tron und Q8 e-tron Sportback. Eine Folgebelegung für Brüssel wird aktuell diskutiert“, erklärte Audi auf Anfrage der Nachrichtenagentur Reuters. „Ein konkretes Modell für Mexiko können wir noch nicht bestätigen“, hieß es weiter.
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