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Marc Fielmann„Wir haben gemerkt, was es bedeutet, ein Familienunternehmen zu sein“

Nach dem Tod seines Vaters übernahm Marc Fielmann das Familienunternehmen. Wie er die Fielmann-Gruppe in die Zukunft führen möchte – und warum seine Kindheit wegen des prominenten Vaters oft nicht einfach war.Volker ter Haseborg 08.03.2024 - 10:00 Uhr
Foto: dpa

Marc Fielmann, Chef der Optikerkette Fielmann, hat nach dem Tod seines Vaters Günther im Januar Trost bei seinen Mitarbeitern gefunden: „Ich war sehr traurig“, sagte er der WirtschaftsWoche. „Aber so viele Menschen haben Herausragendes geleistet und dabei geholfen, eine wirklich würdige Trauerfeier auszurichten. Das hat uns als Familie sehr viel Kraft gegeben. Wir haben gemerkt, was es bedeutet, ein Familienunternehmen zu sein. Wir geben mehr, als ein Konzern seinen Mitarbeitern gibt. Aber wir bekommen auch mehr zurück.“ Ihm habe in der Trauer die Familie, der christliche Glaube, Gespräche mit Freunden, Weggefährten und Arbeitskollegen geholfen.

Günther Fielmann hatte die Optikerkette 1972 gegründet und zum Marktführer in Zentraleuropa aufgebaut. 2019 gab er den Vorstandsvorsitz komplett an seinen Sohn Marc ab. Günther Fielmann starb am 3. Januar dieses Jahres.
Der Tod seines Vaters sei eine Zäsur, auch für das Unternehmen, sagte Marc Fielmann der WirtschaftsWoche: „Nun ist es an uns, die Fielmann-Gruppe in die Zukunft zu führen.“

Der Optikkonzern will vor allem im Ausland durch Zukäufe wachsen. Im vergangenen Jahr hat Fielmann zwei US-Firmen im Raum von Detroit übernommen. „Das ist ein riesiger Meilenstein“, sagte Marc Fielmann, sein Unternehmen sei auf einen Schlag Marktführer im US-Bundesstaat Michigan geworden. „Mittelfristig wollen wir Marktführer in weiteren US-Bundesstaaten sein.“

Seine Kindheit sei wegen der Prominenz seines Vaters nicht einfach gewesen. Zur Schule sei er von einem bewaffneten Fahrer gebracht worden. „Meine Eltern haben mir beigebracht, dass mein Leben anders ist. Mein Leben ist in mancher Hinsicht besser als das von anderen Menschen. Aber das bringt eine gewisse Verpflichtung mit sich. Das Ergebnis ist: Druck. Mir wurde vermittelt, dass ich immer unter Beobachtung stehe.“ Er hätte fortwährend das Gefühl gehabt, dass er sich beweisen müsse. „Ich hatte immer Sorge davor, etwas falsch zu machen.“ Ob er seine Zukunft in ein paar Jahren noch als Vorstandschef von Fielmann sieht, ließ der heute 34-Jährige offen: „Es könnte sein, dass ich in drei Jahren noch CEO bin, vielleicht auch in zehn. Aber ich möchte nicht gezwungen sein, dann noch in dieser Rolle sein zu müssen.“

Lesen Sie auch: „So richtig vorbereiten kann man sich auf den Tod des Vaters nicht“

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