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Chinesischer KonzernAnleger reißen sich um Xiaomi-Aktien nach Elektroauto-Debüt

Mit dem „Speed Ultra 7“ will der Elektronikhersteller Xiaomi den chinesischen Automarkt aufmischen. Zunächst sorgt er allerdings erst einmal für frischen Wind an der Börse. 02.04.2024 - 11:51 Uhr

Xiaomis SU7.

Foto: imago images

Der Marktstart seines Elektroautos SU7 treibt die Aktie des chinesischen Elektronikherstellers Xiaomi in die Höhe. Der Kurs stieg am Dienstag um bis zu 16 Prozent, obwohl das erste E-Auto des Branchenneulings ein Zuschussgeschäft für das Unternehmen sein wird.

Der chinesische Konzern erzielt den Großteil seines Umsatzes von 37,5 Milliarden Dollar mit dem Verkauf von Smartphones. Analysten trauen Xiaomi zu, sich mit dem sportlichen Modell „Speed Ultra 7“ auf dem hart umkämpften E-Automarkt in China durchzusetzen. Der Konzern könne sich ein Defizit von schätzungsweise knapp 10.000 Euro pro Auto leisten und mit seiner Smartphone-Expertise bei der digitalen Ausstattung der Fahrzeuge punkten.

Die chinesische Tech-Firma Xiaomi hat große Ziele: Mit dem SU7 präsentierte sie schon am 28. Dezember 2023 in Peking ihr erstes eigenes Elektroauto und erzeugte viel Aufmerksamkeit. Offiziell soll das E-Auto nun Ende März starten.

Foto: REUTERS

Der Xiaomi SU7 erinnert nicht von ungefähr an einen Porsche Panamera: Der Konzern wolle ein „Traumauto vergleichbar mit Porsche und Tesla“ bauen, verkündete Firmenchef Lei Jun bei der Präsentation im Winter.

Foto: REUTERS

CEO Lei Jun hat ehrgeizige Ziele: „Durch harte Arbeit in den nächsten 15 bis 20 Jahren werden wir einer der fünf größten Automobilhersteller der Welt werden“, proklamierte. Der Konzern strebe danach, „Chinas gesamte Automobilindustrie anzukurbeln“.

Foto: REUTERS

Der Smartphone-Riese aus Peking plant, binnen einer Dekade zehn Milliarden Dollar in das Automobilgeschäft zu investieren. Xiaomi peilt einem Insider der Nachrichtenagentur Reuters zufolge im ersten Jahr ein Volumen von 100.000 Fahrzeugen an.

Foto: REUTERS

Die nun vorgestellte Limousine mit dem Namen SU7 feiert ihr Debüt allerdings zu einer Zeit, in der der größte Automarkt der Welt mit Überkapazitäten, Preiskampf und einer mauen Nachfrage zu kämpfen hat.

Foto: REUTERS

Die Autos werden von einer Sparte des staatlichen Autobauers BAIC in einer Fabrik in Peking mit einer Jahreskapazität von 200.000 Fahrzeugen produziert. Im März 2024 soll der Verkauf starten.

Foto: REUTERS

Für das Auto, das mit einem Einstiegspreis unter 30.000 Dollar günstiger ist als Teslas Model 3, gingen in den ersten 24 Stunden nach Firmenangaben fast 89.000 Vorbestellungen ein. Kunden müssen bis zu sieben Monate auf ihr neues Fahrzeug warten.

Xiaomi-Gründer Lei Jun verfolgt den Einstieg in die Autoproduktion als „letztes großes unternehmerisches Projekt“ seines Lebens. Nach der Markteinführung des SU7 kündigten andere chinesische E-Auto-Marken mit vergleichbaren Modellen Preissenkungen an.

Im Jahr 2024 werden im Segment zwischen 200.000 und 300.000 Yuan (25.000 bis 39.000 Euro) rund 240 E-Modelle um die Gunst der Kunden in China buhlen, was einem Anstieg von fast einem Fünftel gegenüber dem Vorjahr entspricht, wie die Analysten von Citi erklärten.

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rtr
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