Immobilien: In diesen Städten sind die Mietrenditen am höchsten
Neubau-Wohnungen in Berlin rentieren sich besonders, hier liegt die Mietrendite bei 3.6 Prozent.
Foto: dpaDie Mietrenditen steigen. Eine kürzlich erworbene Immobilie würde aktuell mehr Gewinne durch Vermietung abwerfen als noch vor einem Jahr, das zeigt eine Auswertung von Immoscout24. Das Portal schaut sich regelmäßig das Verhältnis von Kaufpreis zu Mieteinnahmen in verschiedenen Städten an. In den Metropolen sind im Vergleich zu 2023 sowohl die Renditen von Bestandsimmobilien als auch Neubauten gestiegen. Im deutschlandweiten Vergleich haben vor allem die Mieterlöse von neu gekauften Bestandswohnungen zugelegt.
„Die gesunkenen Kaufpreise und die kontinuierlich steigenden Mieten wirken sich positiv auf die Mietrendite aus“, sagt Gesa Crockford, Geschäftsführerin von Immoscout24 über die Studie. „Mietwohnungen in Metropolen sind stark gefragt. Da scheint eine Investition besonders attraktiv.“
Bei den Bestandswohnungen liegt Köln mit 4,0 Prozent Rendite erneut vorn, Berlin führt mit 3,6 Prozent Rendite wiederholt das Ranking bei den Neubauten an. Im Jahr zuvor lagen die Werte in beiden Städten bei 3,1 Prozent. Die aktuelle Auswertung bezieht sich auf Immoscout24-Angebote für eine Drei-Zimmer-Wohnung mit 80 Quadratmetern. Im vorigen Jahr wurde für Mietswohnungen ein anderes Referenzobjekt gewählt, 2023 wurden Zwei-Zimmer-Wohnungen mit 70 Quadratmetern verglichen. Der Kaufpreis, der für die Auswertung relevant ist, schließt Kaufnebenkosten aus, die Jahresmiete bezieht sich auf die Kaltmiete.
In Köln werden Bestandswohnungen laut Immoscout24 für durchschnittlich 13.039 Euro Miete pro Jahr angeboten, der Kaufpreis liegt bei 327.442 Euro. Eine Berliner Neubauwohnung kostet bei dem Portal im Schnitt 510.825 Euro, die Jahresmiete liegt bei 18.592 Euro. Die niedrigste Mietrendite bei Altbauten hat München, bei neuen Immobilien bilden Leipzig und Düsseldorf das Schlusslicht.
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Deutschlandweit erhalten Immobilienbesitzer die höchste Rendite mit Bestandsbauten in Dessau-Roßlau. Die 81.000-Einwohner-Stadt in Sachsen-Anhalt ist eng mit dem Bauhaus-Stil verknüpft. Dort kosten alte Wohnungen im Schnitt 94.925 Euro, die Mietrendite beträgt 7,0 Prozent. Während die meisten Gewinne mit Neuvermietungen im vorigen Jahr noch in Thüringen erzielt werden konnten, liegen in der aktuellen Auswertung der Osten von Sachsen-Anhalt und Ost-Sachsen vorn.
Besonders beliebt ist Görlitz, eine Stadt an der polnischen Grenze und Drehort mehrerer Spielfilme. Eigentümer erhalten dort das meiste Geld, wenn sie kürzlich erworbene Wohnungen aus Neubauten vermieten. Die Rendite liegt bei 4,1 Prozent, über dem Wert von Berlin. Eine Bestandswohnung kostet im Schnitt 74.560 Euro, eine Wohnung in einem Neubau durchschnittlich 150.345 Euro.
Während sich bei den Bestandsbauten klar regionale Muster erkennen lassen, verteilen sich die anderen Top-Städte bei den Neubauten auf mehrere Bundesländer. Im vorigen Jahr hatte in dieser Betrachtung noch das Saarland dominiert.
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