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  4. Covestro-Übernahme: Warum ein Deal mit Ölkonzern Adnoc gut wäre

ÜbernahmeCovestro ist ein Schnäppchen für Adnoc

Seit fast einem Jahr wirbt der arabische Ölkonzern Adnoc um die Übernahme des Dax-Konzerns Covestro. Nun könnte ein Deal bald bevorstehen. Das ist gut, vor allem für die Klimaziele von Covestro. Ein Kommentar.KOMMENTAR von Jürgen Salz 25.06.2024 - 15:15 Uhr
Foto: WirtschaftsWoche

Deutschlands Industrie ist noch attraktiv – für ausländische Investoren. Für rund zwölf Milliarden Euro will Adnoc das Leverkusener Chemieunternehmen Covestro kaufen. Ein Schnäppchen, klar. Und dennoch eine echte Chance für Covestro. Denn die mögliche Übernahme kommt zur richtigen Zeit.

Covestro, geschwächt durch Nachfragerückgänge und immer noch zu hohe Energiepreise, braucht vor allem Geld. Gerade hat der Konzern wieder ein Sparprogramm angekündigt.

Doch Covestro muss nicht nur den Betrieb am Laufen halten. Sondern auch den Umbau zu einem nachhaltigen Unternehmen stemmen, in dem der Strom aus grünen Quellen stammt, die Kunststoffe nur noch aus erneuerbaren oder recycelten Materialien gefertigt werden und das bis 2035 klimaneutral sein will. Viele der grünen Projekte stehen jedoch erst am Anfang, Milliardeninvestitionen sind nötig.

Es dauerte, bis Covestro und Adnoc zusammenfanden

Da trifft es sich gut, dass bei Adnoc die Ölmilliarden fließen. Und dass der Konzern aus den Emiraten tatsächlich bereit zu sein scheint, diese in die grüne Transformation von Covestro zu investieren. Von mehr als acht Milliarden ist bereits die Rede. Das Interesse von Adnoc liegt schließlich darin, sich unabhängiger vom Öl zu machen und mehr auf grüne Technologien zu setzen.   

Es hat lange gedauert, bis Covestro und Adnoc doch noch zusammengefunden haben. Schon vor gut einem Jahr hinterlegten die Araber ihr Interesse. Das erste, nicht bestätigte Angebot soll bei 55 Euro je Aktie gelegen haben. Aktuell ist von 62 Euro die Rede – eine hübsche Steigerung, die das Management um Covestro-Chef Markus Steilemann erreicht hat. Nun könnte schon in wenigen Wochen eine Einigung erzielt werden.

Was lange währt, kann nun ziemlich gut werden. Für die grüne Transformation von Covestro. Für die Aktionäre. Und letztendlich auch für die deutsche Wirtschaft.

Lesen Sie auch: Wie sich Covestro-Chef Markus Steilemann die Übernahme vorstellt

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