1. Startseite
  2. Unternehmen
  3. Industrie
  4. Covestro: Chemiekonzern streicht Arbeitsplätze

ArbeitsplätzeStellenabbau beim Chemiekonzern Covestro

Covestro gehörte früher zu Bayer, es stellt Schaumstoffe und Kunststoffe her. Der arabische Ölkonzern Adnoc könnte die Firma bald übernehmen. Nun zückt das Management des Chemieunternehmens den Rotstift. 25.06.2024 - 17:45 Uhr Quelle: dpa

Covestro hat 17.500 Vollzeitstellen, davon circa 7.000 in Deutschland.

Foto: dpa

Der Chemiekonzern Covestro steht vor einem Stellenabbau. Das Unternehmen gab am Dienstag in Leverkusen bekannt, dass es bis Ende 2028 pro Jahr konzernweit 400 Millionen Euro einsparen will, davon 190 Millionen in Deutschland. Dies soll über Reduzierung der Personal- und Sachkosten erfolgen. Wie viele Stellen wegfallen, ist noch unklar. Es soll ein sozialverträglicher Abbau über Abfindungen, Altersteilzeit und andere Elemente sein. Laut einer Vereinbarung mit der Arbeitnehmerseite sind betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2032 ausgeschlossen und damit vier Jahre länger als zuvor.

Covestro hat 17.500 Vollzeitstellen, davon circa 7000 in Deutschland. Neben der Zentrale in Leverkusen sind große Standorte in Krefeld (Uerdingen), Dormagen (alle NRW) und Brunsbüttel (Schleswig-Holstein). Im Ausland sind große Werke in der Nähe von Houston (USA) und in Shanghai (China). Der Konzern stellt Hart- und Weichschaumstoffe sowie harte Kunststoffe etwa für die Auto-, die Bau-, die Elektronik- und die Möbelbranche her.

Chemieunternehmen wie Covestro leiden unter den Folgen des Ukraine-Krieges und damit verbunden hohen Gas- und Energiepreisen. Zudem erholte sich die Weltwirtschaft nicht so schnell wie erhofft von der Coronapandemie, auch weil China unter anderem wegen einer schweren Immobilienkrise als Treiber wegfiel. Seit einigen Monaten mehren sich zwar die Erholungssignale für die Branche, wirklicher Optimismus ist aber bislang nicht zu spüren.

Covestro, dessen Geschäftsbereich früher zum Bayer-Konzern gehörte, könnte in geraumer Zukunft von einer Firma aus den Vereinigten Arabischen Emiraten übernommen werden. Am Montag hatte das Unternehmen mitgeteilt, dass es mit dem Ölkonzern Abu Dhabi National Oil (Adnoc) über eine mögliche Transaktion verhandele. „Wir haben in unseren Gesprächen mit Adnoc gute Fortschritte erzielt“, hatte Covestro-Chef Markus Steilemann gesagt. „Daher haben wir beschlossen, in konkrete Transaktionsverhandlungen mit Adnoc einzutreten.“

Lesen Sie auch: Wie sich Covestro-Chef Markus Steilemann die Übernahme vorstellt

dpa
Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
Stellenmarkt
Die besten Jobs auf Handelsblatt.com
Anzeige
Homeday
Homeday ermittelt Ihren Immobilienwert
Anzeige
IT BOLTWISE
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Remind.me
Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s
Anzeige
Presseportal
Lesen Sie die News führender Unternehmen!
Anzeige
Bellevue Ferienhaus
Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen
Anzeige
Übersicht
Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche
Anzeige
Finanzvergleich
Die besten Produkte im Überblick
Anzeige
Gutscheine
Mit unseren Gutscheincodes bares Geld sparen
Anzeige
Weiterbildung
Jetzt informieren! Alles rund um das Thema Bildung auf einen Blick