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ÜbernahmeLufthansa darf italienische Airline ITA übernehmen

Nach langem Werben kann die Lufthansa endlich bei ITA einsteigen. Vereinbarungen mit anderen Fluggesellschaften sollen jetzt sicherstellen, dass genug Wettbewerb herrscht. 03.07.2024 - 11:43 Uhr

Der Entscheidung der EU-Wettbewerbsbehörde war ein langes Tauziehen zwischen den Fachleuten der Kommission und der italienischen Regierung sowie der Lufthansa vorausgegangen.

Foto: Luca Bruno/AP/dpa

Die EU-Kommission hat dem Einstieg der Lufthansa bei der staatlichen italienischen Fluggesellschaft ITA Airways zugestimmt. Der Airline gehe es derzeit zwar gut. Doch ihr dauerhaftes Bestehen als unabhängige Fluglinie sei ohne die Transaktion „höchst ungewiss“. Die EU-Kommission teilte am Mittwoch weiter mit, die Zustimmung sei davon abhängig, dass die Airlines Auflagen zum Absichern des Wettbewerbs erfüllten.

Die Lufthansa erreicht damit nach jahrelangen Bemühungen das Ziel, in Italien - ihrem zweitwichtigsten Markt nach den USA - zu wachsen. ITA, vor vier Jahren saniert und geschrumpft aus der chronisch defizitären Staatsairline Alitalia hervorgegangen, soll als siebte Airline-Tochter außerhalb Deutschlands vom großen Netzwerk der Lufthansa profitieren.

Die Lufthansa hatte mit der italienischen Regierung Ende Mai 2023 den Kauf von zunächst 41 Prozent an ITA für 325 Millionen Euro vereinbart. Zudem wurden Optionen für eine vollständige Übernahme zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt.

Lufthansa-Einstieg in Italien

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Wenn für Lufthansa die Übernahme des Alitalia-Nachfolgers Ita ein Erfolg wird, muss der deutsche Marktführer die Linie umbauen – und sich in der römischen Regierung ein wenig unbeliebt machen. Ein Kommentar.

Kommentar von Rüdiger Kiani-Kreß

Der Entscheidung der EU-Wettbewerbsbehörde war ein langes Tauziehen zwischen den Fachleuten der Kommission und der italienischen Regierung sowie der Lufthansa vorausgegangen.

EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager hatte große Bedenken, der Zusammenschluss könnte für die Verbraucher durch weniger Angebot und höhere Ticketpreise von Nachteil sein. Das soll jetzt durch Auflagen für Lufthansa und ITA vermieden werden - unter anderem durch die Abgabe von Start- und Landerechten am Flughafen Mailand für Direktflüge in Europa.

Durch Vereinbarungen mit konkurrierenden Airlines sollen Lufthansa und ITA sicherstellen, dass auf Kurz- und Langstrecken weiterhin genug Wettbewerb herrscht.

Lesen Sie auch: Der Deal ist riskant – aber es wäre riskanter, ihn sein zu lassen

rtr
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