Preisfrage: So viel kostet eine Katze im Laufe ihres Lebens
Katzen sind mit Abstand die beliebtesten Haustiere in Deutschland. Fast 16 Millionen Haushalte mit mindestens einer Katze gab es laut Statista in Deutschland im Jahr 2023. Jeder Katzenbesitzer und jede Katzenbesitzerin weiß auch warum: Die felligen Familienmitglieder wachsen schnell ans Herz – trotz gelegentlicher Kratzattacke und nächtlichem Miauen. Auf dem zweiten Platz folgen 10,5 Millionen Haushalte mit Hund.
Wer sich eine Katze ins Haus holen möchte, sollte sich zuvor über die Kosten informieren. Aber wie teilen sich die monatlichen Kosten für den Familienzuwachs auf und wie hoch sind sie?
Eine Pauschalantwort gibt es nicht, dafür hat die Heimtierhaltung zu viele Variablen. Wer eine Katze aus dem Tierheim adoptiert, muss nur eine kleine Gebühr zahlen, während eine Rassekatze vom Züchter auch gut eine vierstelle Summe kosten kann. Ähnlich kostet das Trockenfutter aus dem Discounter nur wenige Cent pro Portion und eine Luxusverköstigung dagegen mehrere Euro. Ein Richtwert für die monatlichen Haltungskosten lässt sich jedoch schätzen.
Was kostet eine Katze im Monat und im Leben?
Der größte Posten fällt dem Futter zu. Etwa mit 40 Euro pro Monat müssen Katzenhalter und Halterinnen rechnen, gibt der Tierbedarfshandel Fressnapf an. Der tägliche Bedarf einer Katze ist abhängig von Alter und Aktivitätslevel, liegt aber durchschnittlich bei 200 bis 300 Gramm Nassfutter pro Tier. Die günstigste Variante beim Drogeriemarkt kostet weniger als einen Euro pro Tag.
50 €
Futter und Streu
+
11 €
Gesundheitskosten
+
15 €
Optionale Versicherung
+
2 €
Sonstiges
=
78 €
pro Monat
Bild: imago-images
Quelle: Statista
Doch die Spanne ist groß. Möchte ein Besitzer oder eine Besitzerin die Katze verwöhnen, kann das im Luxussegment des gleichen Drogeriemarktes fast sechs Euro pro Tag kosten. Auf den Monat gerechnet also 180 Euro.
Die Preise gehen auch beim Katzenstreu weit auseinander, je nachdem welche Marke im Warenkorb landet. Auch eine freigehende Katze benötigt weniger Streu als eine reine Wohnungskatze. Fressnapf schätzt die durchschnittlichen Monatskosten auf etwa zehn Euro.
Für Tierarztbesuche müssen Besitzer und Besitzerinnen elf Euro im Monat zahlen, wie der Versicherer Allianz vorrechnet. Die Summe deckt Kosten für jährliche Parasitenbehandlungen und Impfungen. Mögliche größere Operationen sind extra. Wer sich absichern möchte, kann eine Krankenversicherung abschließen. Ein Preisvergleich zeigt: Eine brauchbare Option mit geringer Selbstbeteiligung gibt es bereits ab 15 Euro im Monat.
Die laufenden monatlichen Kosten liegen damit bei 76 Euro. In Deutschland gibt es – anders als für Hundebesitzer und Besitzerinnen – keine Katzensteuer.
Katze kaufen: Tierheim oder Züchter?
Ein Haushalt ohne Katze muss bei einer Neuanschaffung einmalige Kosten beachten, wie die Anschaffungskosten. Eine Adoption aus dem Tierheim kostet mindestens 100 Euro, laut dem Deutschen Tierschutzbund. Andere einmalige Ausgaben für einen Napf, Spielzeug, Kratzbaum, Katzentoilette und Liegemöglichkeit belaufen sich laut der Organisation auf 200 bis 500 Euro. Auf 16 Jahre gerechnet sind das monatlich zwei Euro.
Aufaddiert kommen somit 78 Euro zustande, die Katzenhalter und Halterinnen aufbringen müssen. Im Laufe eines Lebensalters von 16 Jahren kostet das beliebteste Haustier Deutschlands somit insgesamt 14.976 Euro.
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