Immobilienmarkt: Wo es die höchsten Mietrenditen gibt
In Metropolen wie Berlin stiegen die Mietrenditen in den vergangenen Jahren nur wenig an.
Foto: Monika Skolimowska/dpaWer in Immobilien investiert, schaut auf die Mietrendite. Sie soll die anfallenden Kosten decken und dazu noch einen Profit erzielen. Die Mietrendite steht also für die wirtschaftliche Rentabilität der Investition. Eine Analyse von Immoscout24 zeigt nun, in welchen Städten und Regionen sich die Rendite in den vergangenen Jahren besonders gut entwickelt hat.
„Der Kauf einer Immobilie bleibt eine lukrative Geldanlage. Dabei lohnt sich immer mehr auch der Blick außerhalb der Metropolen. Insbesondere kleinere Städte punkten mit moderaten Kaufpreisen“, erklärt Gesa Crockford, Geschäftsführerin von ImmoScout24. Das spiegelt sich auch in den Daten wider: Mittelstädte bieten die höchsten Renditen.
Während die durchschnittliche Mietrendite in den Top-8-Metropolen bei 3,5 Prozent im Bestand und 3,2 Prozent im Neubau liegt, bieten Mittelstädte im Schnitt starke 5,1 Prozent.
Wo es die höchste Mietrendite gibt
Spitzenreiter ist dabei die Stadt Hoyerswerda in der Oberlausitz. Dort liegt die durchschnittliche Mietrendite für Bestandsimmobilien bei 6,8 Prozent. Seit 2020 ist ein Anstieg um 1,1 Prozentpunkte zu verzeichnen. Auch in Worms hat sich die Mietrendite positiv entwickelt. Im Bestand ist sie in den letzten vier Jahren um 0,9 Prozentpunkte gestiegen und liegt nun bei 4,1 Prozent. Im Neubaubereich verzeichnet die Stadt einen Renditeanstieg um 0,5 Prozentpunkte auf 3,8 Prozent.
Im Neubaubereich verzeichnet die Studentenstadt Landau in der Pfalz einen hohen Renditeanstieg. Seit 2020 ist die Mietrendite für Neubauwohnungen um 0,6 Prozentpunkte auf 3,4 Prozent gestiegen.
In den Metropolen hingegen sind die Renditen für Bestands- und Neubauwohnungen im Durchschnitt weniger stark gestiegen als in den Mittelstädten. Köln und Berlin sowie Frankfurt am Main hatten bereits 2020 die höchsten Renditen vorzuweisen. Und auch in den vergangenen Jahren gab es hier die höchsten Zuwächse.
Köln an der Spitze, München ganz unten
Köln liegt bei den Bestandswohnungen an der Spitze. Dort liegt die Rendite bei durchschnittlich vier Prozent – ein Plus von 0,6 Prozentpunkten gegenüber 2020. Im Neubaubereich verzeichnet Berlin das stärkste Wachstum unter den Metropolen. Hier stieg die Mietrendite seit 2020 um 0,7 Prozentpunkte auf 3,6 Prozent.
Am niedrigsten ist die Mietrendite dagegen in München. Mit Bestandsimmobilien können Investoren hier eine Rendite von nur drei Prozent erzielen – mit Neubauwohnungen eine Rendite von 2,9 Prozent.
In kleineren Großstädten sind die Immobilienpreise oft niedriger als in den großen Metropolen. Für Bestandsimmobilien zahlen Käufer in Jena, Wiesbaden oder Bremerhaven durchschnittlich 2800 Euro pro Quadratmeter. In den Metropolen kostet der Quadratmeter durchschnittlich 4900 Euro.
„Universitätsstädte sowie B und C-Lagen bieten gute Investmentchancen“
Besonders positiv ist die Entwicklung in Jena, Bremerhaven und Kaiserslautern. Dort können Immobilienkäufer bei Bestandswohnungen mit Mietrenditen von über vier Prozent rechnen. Im Neubaubereich haben sich die Renditen in Hannover und Offenbach am Main am stärksten entwickelt. Hier sind sie um 0,8 bzw. 0,7 Prozentpunkte gestiegen.
„Universitätsstädte sowie B und C-Lagen bieten gute Investmentchancen – im Bestand wie im Neubau“, fasst die Geschäftsführerin zusammen. Experten raten dazu, dass die Nettomietrendite bei Immobilieninvestments bei etwa 3,5 bis 4 Prozent liegen sollte.
Denn neben den Kosten für die Immobilienfinanzierung können über die Jahre weitere Kosten auf den Vermieter zukommen. So sind Mietausfälle möglich oder Renovierungen nach einem Mieterwechsel. Hinzu kommen Kosten für Modernisierungs- und Sanierungsarbeiten.
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